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Cloppenburger Mehrgenerationenhaus baut Angebot aus

Mit Lukas Lindt hat die Einrichtung einen neuen Mitarbeiter. Der Fokus der Erzieher aus Cloppenburg liegt dabei auf Angeboten für Eltern – insbesondere Väter.

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Sie wollen das Mehrgenerationenhaus als Begegnungsstätte etablieren:   Vorstandsvorsitzende Nicole von Hammel-Eilers (von links), Neu-Mitarbeiter Lukas Lindt und Koordinatorin Ilona Röpke-Jansen. Foto: Dickerhoff

Sie wollen das Mehrgenerationenhaus als Begegnungsstätte etablieren:   Vorstandsvorsitzende Nicole von Hammel-Eilers (von links), Neu-Mitarbeiter Lukas Lindt und Koordinatorin Ilona Röpke-Jansen. Foto: Dickerhoff

Es ist wohl eines der schönsten Häuser in Cloppenburg. Aber auch das, was in den Mauern des Mehrgenerationenhauses in der Löninger Straße 16 geschieht, ist definitiv einen Blick wert. Denn mit vielen Ehrenamtlichen wird hier ein breites Angebot für – wie es der Name schon nahe legt – Jung und Alt auf die Beine gestellt. Das Spektrum des Programms ist dabei weit, von der aktuell natürlich gefragten Ferienbetreuung für Kinder über Gesprächskreise, Bastelabende oder auch Sprachkurse bis hin zum Kinderzumba. 

Jetzt wird das Angebot erweitert – und zwar durch einen neuen Mitarbeiter. Lukas Lindt ist seit Anfang September einer der wenigen Angestellten der vom Sozialdienst katholischer Frauen getragenen Einrichtung. Der Cloppenburger ist staatlich anerkannter Erzieher und soll sich thematisch hauptsächlich um Eltern kümmern. Er ist sogar ganz offiziell Elternbegleiter im Rahmen des Projekts "Elsa – Eltern stärken und anleiten", das durch den Bund und die EU gefördert wird. In diesem Rahmen wird Lindt auch ab dem 17. November immer donnerstags von 9 bis 12 Uhr eine offene Elternsprechstunde anbieten, 

Ein besonderes Augenmerk auf Väter

Ein ganz besonderes Anliegen sind dem Pädagogen aber die Väter. Daher ruft er auch zwei Angebote ins Leben, die sich explizit an die männlichen Erziehungsberechtigten richten. Da wäre einerseits der Väter-Stammtisch. Dabei handelt es sich überraschenderweise um einen Stammtisch für Väter, der sich mit Start am 1. November jeden Dienstag um 17.30 Uhr für 2 Stunden treffen soll. Dabei soll es ganz grundsätzlich um den Austausch von Themen gehen, die gerade bewegen.

Außerdem ruft Lukas Lindt den "Vater-Kind-Club" ins Leben. Hier sollen nicht nur regelmäßige Treffen und der Austausch im Fokus stehen, sondern auch die gemeinsame Freizeitgestaltung. Dabei geht es nicht nur um Spielen, sondern auch um aufwendigere und langfristige Projekte. So kann es auch mal zusammen in den Wald gehen, um eine Hütte zu bauen. Auch ganze Abenteuerwochenenden sind denkbar. "Insgesamt geht es mir darum, Möglichkeiten und Bildungsprozesse aufzuzeigen, die nicht so offensichtlich sind", so der Cloppenburger. 

Aber auch für Kinder ohne ihre Eltern gibt es mit Lindt ein neues Angebot, das schon allein für seinen Namen einen Preis verdient hätte. Das "famose Schabernack-Spektakel" richtet sich an Kinder von 6 bis 11 Jahren und ist ein offener Treff. "Eines meiner Hauptanliegen ist hier Partizipation", erklärt Lukas Lindt. Deswegen werden die Kinder auch in Entscheidungen mit einbezogen, beispielsweise wenn neue Spiel- oder Sportgeräte angeschafft werden sollen. 

Mehrgenerationenhaus soll ein Anlaufpunkt sein

Darüber hinaus bringt sich der Erzieher auch weiter in das Programm des Mehrgenerationenhauses ein. Beispielsweise ist er auch der Ansprechpartner für den Queer-Treff und ermöglicht, dass die Einrichtung öfter geöffnet ist. Die Verantwortlichen möchten nämlich erreichen, dass sich das Haus in der Stadt als Begegnungsstätte etabliert. "Wir wollen, dass Leute einfach spontan vorbeikommen, weil sie wissen, dass hier etwas und jemand ist", sagt Ilona Röpke-Jansen, die als eine der wenigen Hauptamtlichen für das Mehrgenerationenhaus tätig ist. 

Doch auch wenn mit Lukas jetzt ein weiterer Angestellter dazukommt und die Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst katholischer Frauen oder auch der Stadt Cloppenburg laut Aussagen der Verantwortlichen exzellent ist, sind Ehrenamtliche eine wichtige Säule für das Mehrgenerationenhaus. Insofern sind auch neue Gesichter immer willkommen. "Jeder ist eingeladen, sich mit seinen Fähigkeiten bei uns einzubringen", ruft die ebenfalls ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende Nicole von Hammel-Eilers zur Mitarbeit auf. Darüber hinaus ist aber auch jeder Cloppenburger, ob alt oder jung, eingeladen, Impulse zu geben, welche Angebote im Mehrgenerationenhaus noch geschaffen werden können. 

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