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Cloppenburger Heimatverein mietet Krapp-Haus an

Die Stadt sieht einen Mehrwert in der künftigen Anlaufstelle an der Sevelter Straße. Die Politik sprach sich nun auch für eine Förderung aus.

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Bereits bezogen: Nun wird das Haus mit Leben und Einrichtung gefüllt.   Foto: Hermes

Bereits bezogen: Nun wird das Haus mit Leben und Einrichtung gefüllt.   Foto: Hermes

Einen einmaligen Zuschuss in Höhe von bis zu 10.400 Euro sowie Förderungen von je 9432 Euro für die Jahre 2022 und 2023 soll der Heimatverein für sein neues Domizil im Krapp-Haus an der Sevelter Straße bekommen. Dafür haben sich die Mitglieder des Ausschusses für Kultur, Sport, Familie und Soziales einstimmig ausgesprochen. Das Geld ist für die erstmalige Einrichtung sowie die Miet- und Enregiekosten gedacht, der Verein erbringt zudem einen Eigenanteil. 

"Wir unterstützen die vielfältige Vereinskultur in der Stadt. Der Heimatverein kann nicht ohne repräsentatives Büro auskommen", erklärte Jutta Klaus, stellvertretende Sprecherin der Gruppe UWG/Grüne dazu. Zustimmung gab es auch von Katja Kuhlmann (Grüne): "Das ist ein sehr schöner Antrag."

Ziel ist es, ein Haus der Begegnung zu schaffen

Nach eigenen Angaben möchte der Heimatverein mit seinen rund 720 Mitgliedern seine weitere Entwicklung voranbringen, eine zentrale Anlaufstelle einrichten und damit ein öffentliches Gesicht zeigen. "Hier wollen wir Heimatgeschichte sichtbar machen und dafür im Herzen der Stadt an einem belebten und gut einsehbaren Standort diese zu den Menschen bringen", so der Heimatverein. Ziel sei es, ein Haus der Begegnung und des Austausches für Heimat- und Stadtinteressierte zu sein. Auch kleine Vorträge, Workshops, Gesprächsrunden und Ausstellungen sollen ebenfalls hier veranstaltet werden.

Der Anlaufpunkt liegt an der Sevelter Straße. Foto: HermesDer Anlaufpunkt liegt an der Sevelter Straße. Foto: Hermes

Geplant sind auch regelmäßige Öffnungszeiten an drei Tagen in der Woche, um mögliche Anliegen der Mitglieder und Gäste zu beantworten. Auch die Arbeitskreise könnten sich im Krapp-Haus treffen. "Um das Haus mit mehr Leben zu füllen, wollen wir die Kooperation mit Institutionen und Vereine erweitern und ausbauen", teilt der Verein weiter mit. Der Verein sei in der Vergangenheit geprägt von Personen gewesen, die sich für die Heimat engagiert und Historisches geschaffen haben. Jetzt sei es erforderlich, Heimat sichtbar zu machen und Heimatgeschichte im Herzen der Stadt zu den Menschen zu bringen.

Einen weiteren Mehrwert sieht die Stadt darin, dass das historische Krapp-Haus in seiner bisherigen Form erhalten bleiben kann. Aktuell läuft der Mietvertrag bis Ende 2023, aber es bestehe die Option, diesen zu verlängern. Gerade hinsichtlich des Leerstandes in vielen anderen Gebäuden plädiere die Verwaltung für ein langfristiges Mietverhältnis, das dann ab 2024 beispielsweise mit Mitteln des Projektes „Offensive Innenstadt“ unterstützt werden könnte. Die Stadtverwaltung betrachtet ein „Heimat-Haus“ als langfristige Bereicherung und Belebung der Innenstadt.

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