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Cloppenburger 7-Tage-Inzidenz schnellt in die Höhe, Vechta jetzt 3 Tage über 150

Laut Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen soll sich die Vechtaer Kreisverwaltung jetzt mit einer möglichen Ausgangssperre befassen. Cloppenburg meldet den landesweit zweithöchsten Wert.

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Symbolfoto: dpa

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Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Cloppenburg ist am Ostersonntag in die Höhe geschossen. Das zeigen die am Sonntagvormittag veröffentlichten Zahlen des Landesgesundheitsamt. Mit 242,0 wird für den Landkreis, der nach derzeitiger Definition weiterhin ein Hotspot ist,  der zweithöchste Wert in ganz Niedersachsen gemeldet - nur für die Stadt Salzgitter liegt die 7-Tage-Inzidenz mit 262,7 höher.

Im Landkreis Vechta ist die 7-Tage-Inzidenz zwar relativ deutlich gesunken, liegt aber auch am Sonntag weiterhin über dem 150er-Grenzwert - und das jetzt seit 3 Tagen. Das ist insofern wichtig, weil ab diesem Sonntag der Landkreis Vechta durch die Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen formell in die Pflicht genommen wird, eine Ausgangssperre einzuführen. Bei dieser Soll-Regelung kann nur in Ausnahmefällen von dieser Maßnahme abgesehen werden - etwa, wenn das Infektionsgeschehen klar eingrenzbar und das gegenüber Hannover nachvollziehbar begründet ist. Die bisherigen Corona-Berichte aus dem Vechtaer Gesundheitsamt würden eine solche Argumentationslinie allerdings nicht stützen - denn es wurde kein solcher Hotspot als eingrenzbar definiert. Als Hochinzidenzkommune konnte Vechta zuvor mit Werten unter 150 die Ausgangssperre als Empfehlung in der Corona-Verordnung ablehnen. Das hat die Verwaltung mit der Begründung, sie sei "unverhältnismäßig", auch getan. 

Die Zahlen für den Landkreis Cloppenburg im Detail: Die 7-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag (214,4) sehr deutlich gestiegen. Der aktuelle Wert von 242,0 basiert auf 413 Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen. In der Statistik werden 8986 Gesamtfälle aufgeführt - das sind 74 mehr als am Vortag. Das Cloppenburger Gesundheitsamt hat in seinem letzten Corona-Update von Samstag 90 Neuinfektionen und 8993 Gesamtfälle aufgeführt. Dementsprechend kann davon ausgegangen werden, dass dem Landesgesundheitsamt bereits neue Fälle vorliegen, die noch vom Cloppenburger Gesundheitsamt veröffentlicht werden müssen. Dies wird allerdings nicht vor Dienstag (6. April) geschehen. Denn die Cloppenburger Kreisverwaltung hatte angekündigt, während der Osterfeiertage keine Zahlen veröffentlichen zu wollen.

Für die Einstufung als Hochinzidenzkommune bzw. Hotspot werden diese jeweils tagesaktuell gemeldeten 7-Tage-Inzidenzen veröffentlicht (nachträgliche Korrekturen werden nicht berücksichtigt):

  • Montag (29. März): 198,6
  • Dienstag (30. März): 205,1
  • Mittwoch (31. März): 215,6
  • Donnerstag (1. April): 206,8
  • Freitag (2. April): 220,3
  • Samstag (3. April): 214,4
  • Sonntag (4. April): 242,0

Die Zahlen für den Landkreis Vechta im Detail: Die 7-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag (183,5) deutlich gesunken. Der aktuelle Wert von 163,8 basiert auf 234 Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen. In der Statistik des Landesgesundheitsamtes werden 6671 Gesamtfälle aufgeführt - das sind 5 mehr als am Vortag. Das Vechtaer Gesundheitsamt hat am Samstag 7 Neuinfektionen und 6678 Gesamtfälle aufgeführt.

Für die Einstufung als Hochinzidenzkommune werden diese jeweils tagesaktuell gemeldeten 7-Tage-Inzidenzen veröffentlicht (nachträgliche Korrekturen werden nicht berücksichtigt):

  • Montag (29. März): 139,3
  • Dienstag (30. März): 146,3
  • Mittwoch (31. März): 148,4
  • Donnerstag (1. April): 146,3
  • Freitag (2. April): 174,4
  • Samstag (3. April): 183,5
  • Sonntag (4. April): 163,8

Die landesweite 7-Tage-Inzidenz ist am Sonntag leicht gesunken – sie steht jetzt bei 102,8 (am Samstag: 109,1). Dabei muss berücksichtigt werden: Während der Feiertage wird weniger getestet und auch weniger gemeldet. So hat es im aktuellen Zahlenwerk des Landgesundheitsamtes in einigen Kreisen und kreisfreien Städten am Sonntag keine Veränderung bei den Zahlen gegeben. Demnach haben die Gesundheitsämter binnen 24 Stunden 917 Neuinfektionen nach Hannover gemeldet. Die Zahl der Todesfälle, die in Zusammenhang mit einer Infektion stehen, ist um 5 auf 4905 gestiegen.

Die Zahlen in den den Nachbarlandkreisen:

  • Landkreis Osnabrück: 109,8 (Hochinzidenzkommune)
  • Landkreis Oldenburg: 124,5 (Hochinzidenzkommune)
  • Landkreis Diepholz: 67,3
  • Landkreis Emsland: 147,4 (Hochinzidenzkommune)
  • Landkreis Ammerland: 98,5
  • Landkreis Leer: 134,7 (Hochinzidenzkommune)

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