Cappelner Post ab Donnerstag wieder offen
Die Zeiten haben sich geändert: Vormittags ist die neue Filiale nur noch am Montag und Samstag erreichbar. Finanzdienstleistungen werden nicht mehr angeboten.
Thomas Vorwerk | 30.09.2020
Die Zeiten haben sich geändert: Vormittags ist die neue Filiale nur noch am Montag und Samstag erreichbar. Finanzdienstleistungen werden nicht mehr angeboten.
Thomas Vorwerk | 30.09.2020

Tür ist zu: Päckchen und Pakete konnte man in den vergangenen Tagen in der Postfiliale an der Straße „Großer Kamp“ in Cappeln nicht loswerden. Foto: Thomas Vorwerk
Ein Päckchen und einen Großbrief fördert die Frau aus dem Kofferraum ihres Kleinwagens – und packt beides wenig später wieder zurück. „Geschlossen“ steht an der Tür der Postfiliale in Cappeln. Hier kann sie ihre Sendungen nicht los werden und macht sich flugs auf den Weg nach Emstek, denn die Mittagspause steht kurz bevor. Wie lange geschlossen bleibt, dazu gibt es an der Eingangstür keinen Hinweis. Ab Donnerstag soll es an gleicher Stelle weitergehen, allerdings mit deutlich veränderten Öffnungszeiten, wie die Pressestelle der Post in Hamburg auf Nachfrage mitteilte. „In diesem Fall hat die Deutsche Post die Räume angemietet und stellt eigenes Personal für den Filialbetrieb zur Verfügung. Damit werden wir auch weiterhin die Versorgung mit Postdienstleistungen an dieser Stelle sicherstellen“, so Pressesprecher Stefan Laetsch. Nicht nur die Öffnungszeiten verändern sich: „Finanzdienstleistungen werden an diesem Standort nicht mehr angeboten.“ Zudem scheint der Filialstandort nicht als dauerhafte Lösung gesehen zu werden. „Sobald sich eine Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit einem Kaufmann in dessen Ladenlokal ergibt, werden wir diese Möglichkeit ins Auge fassen“, heißt es in der Antwort-Mail. Die neue Filiale hat von Montag bis Freitag von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr und am Montag und Samstag von 10 Uhr bis 13 Uhr geöffnet. Bislang war an jedem Vormittag von 9.45 Uhr bis 12.30 Uhr geöffnet und nachmittags von 15 bis 17 Uhr. Auf der eigenen Internetpräsenz bietet die Post für den Standort Cappeln aktuell einen Mini-Job an. Die 7,5-Wochenstunden verteilen sich auf zwei Tage in der Woche. Dass man über kurz oder lang keine Briefe mehr in Cappeln aufgeben kann, ist nach aktuellem Stand der Dinge nicht zu befürchten. Die Post ist gesetzlich dazu verpflichtet, ihrem Versorgungsauftrag nachzukommen. Dieser ist in der recht sperrig klingenden Post-Universaldienstleistungsverordnung geregelt, in der es heißt, dass in Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern mindestens eine stationäre Einrichtung vorhanden sein müsse. Postbank-Geschäfte sind allerdings in dieser Versorgung nicht eingeschlossen.Versorgung mit Postdienstleistungen sichergestellt
Post bietet in Cappeln Mini-Job an
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