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Burgwiese: Open-Air-Kino als Premiere für Multifunktionsplatz

Lange Zeit war die Friesoyther Burgwiese für Müllentsorgung und Bombensuche gesperrt. Ende August soll jetzt die erste Veranstaltung auf dem neu geschaffenen Multifunktionsplatz stattfinden.

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Fast einsatzbereit: Bürgermeister Sven Stratmann und Eventmanagerin Alina Wachowski besichtigen die 80 Meter lange Naturtribüne auf der Burgwiese. Ende August soll hier ein Open-Air-Kino steigen.  Foto: Stix

Fast einsatzbereit: Bürgermeister Sven Stratmann und Eventmanagerin Alina Wachowski besichtigen die 80 Meter lange Naturtribüne auf der Burgwiese. Ende August soll hier ein Open-Air-Kino steigen.  Foto: Stix

Der erste Termin steht schon fest: Am 27. und 28. August soll auf der Burgwiese ein Freiluftkino stattfinden. Am Samstagabend ist ein Film für Jugendliche und Erwachsene geplant, der Sonntagnachmittag ist für eine Kindervorführung reserviert. Wenn alles klappt, wäre das die Premiere für die Nachnutzung der Burgwiese als Multifunktionsplatz. "Und daraus sollen dann die 'Friesoyther Filmnächte' als Dauereinrichtung entstehen", sagt Bürgermeister Sven Stratmann auf Anfrage der Redaktion.

Die Detailplanungen liegen in den Händen von Alina Wachowski, die seit kurzem gemeinsam mit Marina Böckmann für das Stadtmarketing und die Eventorganisation zuständig ist. "Wir sprechen gerade mit Anbietern, die uns für den Termin entsprechend große, transportable LED-Leinwände zur Verfügung stellen können", erläutert die Eventmanagerin. Benötigt wird eine selbstleuchtende Leinwand, die für Tag- und Nachtvorführungen gleichermaßen geeignet wäre. "Das ist aber inzwischen nichts Besonderes mehr", sagt sie.

Bis zu 500 Plätze auf der 80 Meter langen Naturtribüne

Den Kinobesucher stehen für das Open-Air-Kino Sitzplätze auf der Naturtribüne zur Verfügung. 400 bis 500 Menschen haben auf der über 80 Meter langen und gut 5 Meter hohen, gebogenen Tribüne am südlichen Rand des Geländes hinter der Kindertagesstätte Platz. Die 3 Aufgänge mit Treppenstufen aus Beton sind bereits installiert, als Sitzfläche dient zunächst der gerade frisch angesäte Rasen. "Im nächsten Jahr wollen wir als Ausbaustufe dann die Installation von Sitzbänken angehen", sagt Stratmann.

Ziel sei, so der Bürgermeister, die Burgwiese nach und nach als Areal für Veranstaltungen aller Art, darunter vor allem Konzerte unterschiedlicher Genres, zu etablieren. "So ein umfassendes Nachnutzungskonzept war ja neben der dort gebauten Kita auch Voraussetzung für den finanziellen Zuschuss zur Sanierung des Geländes", betont er.

Reitturnier ist als Veranstaltung gesetzt, darüber hinaus gibt es viele Ideen

Die technischen Voraussetzungen für Events aller Art seien in diesem Zuge geschaffen worden, versichert Stratmann. "Unter der Wiese sind in alle Richtungen Leerrohre für zusätzliche Leitungen verlegt, Flutlichtmasten werden noch aufgebaut, und für kostenpflichtige Veranstaltungen soll das Gelände noch eingefriedet werden." Die Fläche am nördlichen Rand des Areals wird zudem noch befestigt, damit dort auch eine Bühne aufgebaut werden kann.

Als Veranstaltung gesetzt ist das alle 2 Jahre stattfindende Reitturnier des Friesoyther Reit- und Fahrvereins. Auch als Trainingsplatz für Jugendfußballer kann es, wenn der Rasen in der Fläche angewachsen ist, wieder genutzt werden. Darüber hinaus können sich Stratmann und Wachowski sehr viele unterschiedliche Events vorstellen, vom Mittelaltermarkt bis zum Street-Food-Festival. "Man muss aber aufpassen, dass es nicht beliebig und rein kommerziell wird", betont der Bürgermeister. "Es soll schon hochwertig sein."

Damit das auf Dauer funktioniert, soll das Veranstaltungsleben auf der Burgwiese langsam hochgefahren werden. "Wir wollen und müssen mit Light-Versionen anfangen, um die Abläufe zu testen und einzustudieren, bevor wir uns an größere Projekte wagen", sagt Stratmann. Ideen schwirren genug durch die Luft, auch eine Einbeziehung des Stadtparks, etwa für eine Landpartie begleitend zum Reitturnier, war schon Gegenstand der Diskussionen. Und ganz heimlich träumt Heavy-Metal-Fan Stratmann auch von einem Hard-Rock- oder Metal-Konzert auf der Burgwiese. Iron Maiden und Metallica allerdings kommen eher nicht in Frage. "Die wollen bis zu 1 Million Euro für einen Auftritt", weiß Stratmann. "So viele Zuschauer, damit das finanzierbar ist, haben auf der Burgwiese dann doch keinen Platz."

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