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Böseler organisieren weiteren Hilfstransport in die Ukraine

Das Leid in der Ukraine findet kein Ende. Im November soll es wieder einige Sammelaktionen geben. Besonders Winterkleidung wird benötigt.

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Planen nun diverse Hilfsaktionen für die leidgeprüfte Bevölkerung in der Ukraine: Frank Schwalm (links) und Ralf Meyer. Foto: Pille

Planen nun diverse Hilfsaktionen für die leidgeprüfte Bevölkerung in der Ukraine: Frank Schwalm (links) und Ralf Meyer. Foto: Pille

7 Monate nach dem dritten Humanitären Transport geht in Bösel die groß angelegte Hilfsaktion für die Ukraine in eine neue Phase. Geplant ist nun ein weiterer Transport, der sich auf Winterbekleidung für die leidgeprüfte Bevölkerung konzentriert. "Jetzt, wo der Winter kommt und es vor allem nachts immer kälter wird, wird auch die Not der Menschen noch größer. Geflüchtete und ausgebombte Menschen trifft die Kälte besonders hart", sagt Frank Schwalm, einer der Initiatoren der Ukraine-Hilfe.

"Die Raketenangriffe auf die Ukraine werden fortgesetzt werden. Viele Menschen werden ohne Strom, Warmwasser und Heizung bleiben und viele leben in behelfsmäßigen Unterkünften", ergänzt Ralf Meyer, der in der Hilfsmannschaft auch den Gemeinderat vertritt und gemeinsam mit Schwalm am 25. November zudem selbst den Lkw an die polnisch-ukrainische Grenze fährt.

Haussammlung soll am 12. November stattfinden

Dort treffen die Böseler Helfer wieder ihren bewährten Kontaktmann, den ukrainischen Landwirt Sergeij. Der Geschäftspartner von Ralf Meyer "mit guten Kontakten zu Krankenhäusern, zur Feuerwehr, zum Militär, eigentlich zu allen", organisiert erneut die Übergabe an die ukrainischen Behörden.

Die beiden setzen dabei wieder voll auf die bewährte Unterstützung der Bevölkerung und rufen dringend zu Spenden von warmer Kleidung für Erwachsene und Kinder auf. Auch Decken, Schlafsäcke und Winterschuhe sind gefragt.

Die Ukraine-Hilfe plant deshalb nun eine Haussammlung, die am 12. November (Samstag) in allen Ortsteilen Bösels durchgeführt wird. Die verpackte Bekleidung sollte bis 8.30 Uhr gut sichtbar an der Straße stehen, sie wird bis 15 Uhr abgeholt. Bei dieser Aktion werden die Böseler von der Litauen-Hilfe in Altenoythe unterstützt. In der Fahrschule Mammen an der Friesoyther Straße ist eine Sammelstelle eingerichtet. Kleidung kann dort am 11. November (Freitag) von 13 bis 17 Uhr abgegeben werden. Die Haussammlung in Altenoythe startet tags darauf am 12. November (Samstag) von 9 bis 17 Uhr.

Alle Pakete werden dann erneut von den bewährten "Packfrauen" der CarLa-Tafel in Bösel unter der Leitung von Elisabeth Meyer und Ludger Speckmann gepackt und von Helfern auf den Lkw verladen. Eine weitere Unterstützung für die Ukraine-Hilfe nach dem Motto "Kinder helfen Kindern" kommt von den Kindergärten und Schulen. Nach Worten von Claudia Gorke, die den Transport erneut begleiten wird, haben viele bereits spontan zugesagt. Die Kinder packen Weihnachtspäckchen mit Spielsachen, Süßigkeiten, Hygieneartikeln und Schreibmaterial für die Kinder in der Ukraine.

Mehr als 9 Millionen Ukrainer sind auf Hilfe angewiesen

Die Ukraine-Hilfe übernimmt schließlich auf dem Böseler Weihnachtsmarkt am 3. und 4. Dezember die Idee und den Stand der ehemaligen Tschernobyl-Gruppe und wird geräucherte Aale "verknobeln". "Deutlich gestiegene Preise für Diesel erschweren unseren Transport erheblich. Mit der Aal-Aktion und weiteren Geldspenden versuchen wir, diese und weitere Fahrten zu finanzieren", so Meyer. Ein Sponsor für die Räucheraale hat sich demnach bereits gefunden.

Für die Ukraine-Hilfsaktionen haben sich Bösel, die Mitglieder des Böseler Gemeinderates, die katholische und die evangelische Kirche, die CarLa-Tafel sowie erfahrene Helferinnen und Helfer der Litauen- und Tschernobylhilfe zusammengetan. Unterstützt werden die Unternehmungen von Bösels Bürgermeister Hermann Block. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind in der Ukraine mehr als 9 Millionen Menschen derzeit auf Hilfe angewiesen und über 7 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer leben in ihrer Heimat auf der Flucht.

Geldspenden werden deshalb nun dringend erbeten, mit dem Verwendungszweck "Ukrainehilfe Bösel" und einer Anschrift für die Spendenbescheinigung auf folgende Konten: Katholische Kirchengemeinde Bösel: IBAN DE71 2806 6620 0002 015001; Evangelische Kirchengemeinde Bösel: IBAN DE65 2805 0100 0084 105642.

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