Böseler Oberschule spricht sich deutlich gegen jede Form von Rassismus aus
An ihrem Tag der offenen Tür feierte die Schule auch, dass sie jetzt Mitglied im Netzwerk „Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage“ ist.
Heiner Stix | 21.04.2024
An ihrem Tag der offenen Tür feierte die Schule auch, dass sie jetzt Mitglied im Netzwerk „Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage“ ist.
Heiner Stix | 21.04.2024

Alle gegen Rassismus: Auch die Oberschule Bösel ist jetzt Mitglied im Netzwerk „Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage“. Der in Bösel lebende Schmied Alfred Bullermann hat dem Schild ein Peace-Zeichen zur Seite gestellt, in dem Wünsche und Gedanken gesammelt werden. Foto: Stix
Eine Woche lang haben sich die Schülerinnen und Schüler der Oberschule Bösel mit Projekten beschäftigt, die sich gegen jegliche Form von Rassismus, Diskriminierung und Mobbing richten. Toleranz, Integration und Gemeinschaft sollen an der Schule stattdessen künftig im Vordergrund stehen. Sichtbares Zeichen für diese Einstellung ist das neu überreichte Schild „Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage“, das die OBS künftig führen darf. Voraussetzung dafür war unter anderem eine Abstimmung unter allen Schulmitgliedern. Mindestens 70 Prozent mussten sich dafür aussprechen, künftig drei zentrale Versprechen einzuhalten: „Ich setze mich dafür ein, dass meine Schule nachhaltige Projekte, Aktionen und Veranstaltungen durchführt, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden“, ist eines davon. Im zweiten Versprechen sichern die Schülerinnen und Schüler wie auch das gesamte Schulpersonal zu, sich gegen Gewalt sowie gegen diskriminierende Äußerungen und Handlungen zu wenden und gemeinsam Wege zu finden, sich respektvoll zu begegnen. Zudem sollen jedes Jahr Projekte gegen alle Formen von Diskriminierung durchgeführt werden. „Die 70 Prozent haben wir locker übertroffen“, freute sich Schulleiterin Dorothea Kuhlmann-Arends bei der von den Schülersprechern Joel Leipi und Marike Wegmann moderierten Festveranstaltung zur Übergabe der Urkunde und des Schildes. 261 Stimmen seien nötig gewesen, weit mehr als 300 Stimmen für das Projekt seien zusammengekommen. „Ich bin stolz auf unsere Schule“, versicherte sie. Die Schülerinnen und Schüler wiederum zeigten auf der Veranstaltung in Auszügen, wie sie sich in 21 Projekten – vom Tanzworkshop über „Kunst gegen Rassismus“ und ein Filmprojekt bis hin zur Beschäftigung mit dem Thema Judenverfolgung und der Gedenkstätte Esterwegen – mit Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz auseinandergesetzt haben. Unterstützt wird die Schule dabei künftig durch ihren Paten Alfred Bullermann. Der Schmied hatte ein Peace-Zeichen als gemeinsames Symbol der Hoffnung geschmiedet, das seinen Platz auf dem Schulgelände finden soll. Über offen gelassene Schlitze können die Kinder und Jugendlichen darin ihre schriftlich festgehaltenen Ideen für ein friedliches Zusammenleben hinterlassen. Die Schlitze werden anschließend zugeschweißt, sodass die Gedanken dauerhaft fest verwahrt bleiben. Überwältigende Mehrheit spricht sich gegen Rassismus und Diskriminierungen aus

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