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Besondere Ehrung: Wilhelm-Sieverding-Straße in Cappeln eingeweiht

Jahrzehntelang hat sich Wilhelm Sieverding für das Wohl der (Kirchen)-Gemeinde Cappeln eingesetzt. Vor 2 Jahren verstarb der erfolgreiche Unternehmer. Jetzt wurde ihm eine Straße gewidmet.

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Cappelns Bürgermeister Marcus Brinkmann (von links), Sohn Wilhelm Sieverding und Pastor Jörn Illenseer weihten die Straße offiziell ein. Foto: Hoff

Cappelns Bürgermeister Marcus Brinkmann (von links), Sohn Wilhelm Sieverding und Pastor Jörn Illenseer weihten die Straße offiziell ein. Foto: Hoff

Mit diesem Straßennamen wird jahrzehntelanges Engagement geehrt und die Erinnerung an einen besonderen Mann aufrechterhalten: Cappelns Bürgermeister Marcus Brinkmann, Pastor Jörn Illenseer und Sohn Wilhelm Sieverding weihten am Donnerstag (8. September) offiziell die Wilhelm-Sieverding-Straße ein. Sie führt von der Cloppenburger Straße zur Kita St. Peter und Paul.  

Sieverding war 2020 im Alter von 89 Jahren gestorben. Zuvor wurde er vielfach für seinen Unternehmergeist und sein Engagement für die Gemeinde ausgezeichnet. Im Jahr 2010 erhielt er das Bundesverdienstkreuz, 2014 wurde er mit dem August-Bruns-Preis ausgezeichnet, der Verbund Oldenburger Münsterland ehrte ihn im Jahre 2016 für sein unternehmerisches Lebenswerk.

Ab 1954 besuchte Sieverding die Meisterschule in Stuttgart

Am 15. September 1954 gründete Wilhelm Sieverding in einer angemieteten Schmiede in Tenstedt einen Einmannbetrieb. Heute beschäftigt das gleichnamige Unternehmen Heizungs- und Sanitärtechnik, das rund 13 .000 Stammkunden zählt, an fünf Standorten in Cappeln, Bad Zwischenahn, Bremen, Oldenburg und Werneuchen rund 400 Mitarbeiter.

Als er 15 Jahre alt war, begann Sieverding eine Lehre als Klempner und Installateur in Bakum. Nach 3-jähriger Gesellenzeit besuchte er ab 1954 die Meisterschule in Stuttgart, die er mit „sehr gut“ abschloss. Nur wenige Jahre später heiratete Sieverding die inzwischen verstorbene Josefa Ricken. Zusammen bekamen sie 4 Kinder: Wilhelm, Matthias, Maria und Christian.

Sieverding war langjähriger Kirchenprovisor

Der gebürtige Cappelner war zudem in der Kolpingsfamilie und im Heimatverein Cappeln aktiv, er engagierte sich in der Katholischen Pfarrgemeinde St. Peter und Paul, unter anderem als langjähriger Kirchenprovisor und als Mitglied des Pfarrgemeinderats. "In diesen Funktionen hinterließ er viele Spuren, zum Beispiel hat er die Friedhofskapelle selbst mit gebaut", berichtete der Pastor. Zudem setzte sich Sieverding als Förderer immer für die Entwicklung der Gemeinde ein.

Nachdem der Musikverein Cappeln zur Begrüßung ein Ständchen gespielt hatte, hob Brinkmann in seiner Rede die vielen Menschen hervor, die extra zur Einweihung gekommen waren. Darunter Vertreter des Pfarreirats, des Gemeinderats, der Kirche, der Kindergärten und zahlreicher Cappelner Vereine. Das zeige die Wertschätzung, die man Sieverding immer noch entgegenbringe. "Lange haben wir überlegt, wie wir den Unternehmer ehren können. Ihm eine Straße zu widmen, die sich in unmittelbarer Nähe zur Kirche, dem Pfarrheim und dem Kindergarten befindet, fühlt sich richtig an, denn die Nähe zur Kirche war ihm immer wichtig", betonte der Verwaltungschef.

Sohn Wilhelm Sieverding bedankte sich im Namen der Familie und der Firma für die Ehrung. "Ich stelle mir vor, wie er mit seiner Sefa oben auf Wolke 7 sitzt und voller Stolz auf uns und auf Cappeln herabschaut und sich freut, dass ihm eine solche Ehre zuteil wird."

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