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Bernhard Wehming ist neuer Dammer Ehrennarr

Endlich wieder Carneval: Zum Auftakt der 408. Dammer Fastnachtssession proklamierte Präsident Benno Goda den neuen Ehrennarren. Auch anderswo im Oldenburger Münsterland  sind die Narren los. (Update)

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Neuer Ehrennarr: Bernhard Wehming freute sich über die Auszeichnung. Foto: Lammert

Neuer Ehrennarr: Bernhard Wehming freute sich über die Auszeichnung. Foto: Lammert

Welch ein Auftakt in die 408. Dammer Fastnachtsession: Mit kraftvollerer Stimme denn je eröffnete Benno Goda als Präsident der Carnevalsgesellschaft von 1614 die Session um Punkt 11.11 Uhr am Donnerstag, dem 11.11., auf dem Hubertusplatz.

Nur wenig später proklamierte er in der Scheune Leiber den 21. Ehrenarren der Carnevalsgesellschaft. Mit Bernhard Wehming war die Wahl des Elferrates wieder auf einen Büttenredner gefallen. Aus gutem Grund: Der Zimmermeister verkörpert – mit wechselnden Darstellern als Trina – seit 1996 die Traditionsfigur des Muck' in der Bütt bei den Galasitzungen der Carnevalsgesellschaft.

Und zwischen beiden Ereignissen – dem Sessionsstartschuss und der Proklamation der Ehrennarren – bestand der neue Dammer Bürgermeister Mike Otte seine närrische Feuertaufe, als er seine erste Rede bei einem Carnevalsauftakt hielt und da möglicherweise eine Neuschreibung der Dammer Narrengeschichte anstieß, die vielleicht schon zweimal 1111 Jahre alt ist.

Otte präsentiert Carnevalsorden aus der Eisenzeit

Denn er präsentierte einen Carnevalsorden aus der Eisenzeit, der angeblich bei Ausgrabungen in Damme im Gebiet Holter Kapelle gefunden worden ist.

"Endlich, endlich, endlich ist es wieder soweit. Die trostlose Zeit ist vorbei."Benno Goda, Präsident der Dammer Carnevalsgesellschaft

Die bei der Otte-Rede herrschende gute Laune hatten die Narren schon vom Hubertusplatz mitgebracht. Schon bei seiner Sessionsauftaktrede, nachdem das Narrenblech die so bekannten und lange schmerzlich vermissten Dammer Carnevalslieder spielend auf den Hubertusplatz gezogen war, gab Präsident Goda die Richtung für die kommenden Monate vor.

"Endlich, endlich, endlich ist es wieder soweit. Die trostlose Zeit ist vorbei", rief er den Schaulustigen zu und erinnerte indirekt an die vergangene 407. Session, die die Carnevalsgesellschaft wegen der Corona-Pandemie komplett abgesagt hatte. Er freue sich, so viele Infizierte zu sehen, nämlich Menschen mit dem Dammer Carnevalsvirus. Das würden sie nie mehr wieder los.

"Der Dammer Carneval ist das Maß aller Dinge."Benno Goda, Präsident der Dammer Carnevalsgesellschaft

Und dann machte der Präsident der Jeckenwelt außerhalb Dammes klar, wo das wahre Narrenherz schlägt: "Der Dammer Carneval ist das Maß aller Dinge." Der große Jubel der Zuschauer zeigte, dass ihnen Benno Goda nicht nur aus dem Herzen, sondern auch aus der tiefsten Seele gesprochen hatte.

Nicht minder wortgewaltig läutete der Präsident die Laudation auf den neuen Ehrennarren ein. Diese feierliche Proklamation sei wohl das bedeutendste Ereignis auf dem Planten, stapelte Benno Goda noch ein bisschen tief, denn er ließ das Weltall außen vor. Mit dem Titel würdige die Carnevalsgesellschaft stets eine Person, die sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich im Carneval engagiert.

Im Geburtsjahr des Ehrennarren kostete ein VW Käfer 4980 Mark

Wie bei der Ehrung üblich führte der Präsident die Narren langsam auf den zu Ehrenden hin. So erwähnte er, der Vorname des neuen Ehrennarren sei zwischen 2006 und 2018 nur noch rund 280 Mal als erster Vorname vergeben worden. Im Geburtsjahr des Auszuzeichnenden habe ein VW Käfer 4980 Euro – inklusive eines gefüllten Tanks und einer kostenlosen Inspektion nach 1000 Kilometern – gekostet.

"Es wäre wie Pisa ohne den schiefen Turm."Benno Goda, Präsident der Dammer Carnevalsgesellschaft

Bereits 1969 habe der neue Ehrennarr damals als sechs Jahre altes Kind erstmals an einem Carnevalsumzug teilgenommen. Es folgten später viele Teilnahmen mit der Gruppe "Alte Jugend Borringhausen". Die einzigartige und unnachahmliche Verkörperung des Muck' in der Bütt habe ihn über die Landesgrenzen hinaus "weltbekannt gemacht".

Der Präsident und der Ausgezeichnete: Unter dem großen Jubel des Narrenvolks in Damme ernannte Benno Goda (links) den Borringhauser Bernhard Wehming alias Muck zum 21. Dammer Ehrennarren. Fotos: Lammert 
Fotos: Lammert
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Uraltes Schätzchen: Angeblich aus der Eisenzeit stammte der von Mike Otte präsentierte Orden. Fotos: Lammert
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Ohne ihn und seine Trina wäre eine Galasitzung in Damme nicht mehr vorstellbar. "Es wäre wie Pisa ohne den schiefen Turm", lobte Präsident Goda Bernhard Wehming, kurz bevor er ihm den Ehrennarrenorden und die kleine Ehrennarren-Statue überreichte.

"Ich bekomme als Ehrennarr nicht so viele Nackenschläge wie er. Gott sei Dank ist das Gehalt das gleiche."Bernhard Wehming, Ehrennarr

Bernhard Wehming, der als Muck gerne mal etwas ausführlicher redet, hielt sich bei seiner Rede an die angeblich vorgegebenen 8 Minuten. Er sei begeistert vom Carnevalsauftakt und habe bis zuletzt nicht glauben können, dass er als Ehrennarr auf der Bühne stehen würde.

Mit Blick auf Mike Otte, der ebenfalls ganz neu im Amt ist, sagte der neue Ehrennarr: "Ich bekomme als Ehrennarr nicht so viele Nackenschläge wie er. Gott sei Dank ist das Gehalt das gleiche." Und dann machte er seinen Zuhörern den Unterschied zwischen dem Prinzen und dem Ehrennarren deutlich: "Prinz bist du nur für ein Jahr, Ehrennarr für den Rest des Lebens."

Nachhaltigkeit darf beim Auftakt nicht fehlen – Bier mit Ökostrom gekühlt

Mike Otte eroberte bei seiner närrischen Premierenrede die Herzen der Narren mit dem Satz: "Ich darf Ihnen sagen, einen schöneren Beginn in meiner neuen Funktion hätte ich mir überhaupt nicht vorstellen können."

Er stellte das Thema Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt seiner Ansprache und pries, dass die Scheune Leiber als beispielhaftes Gebäude, das mit Erdwärme natürlich nachhaltig gewärmt werde und Nachhaltigkeit auch beim ausgeschenkten Bier gelte, da es mithilfe von Ökostrom gekühlt werde. Nachhaltigkeit könnte auch bei den Umzügen in den Fokus rücken. So könnten zum Beispiel auf den Wagen Photovoltaikanlagen installiert werden, um so den Strom für die Musikanlagen zu produzieren.


Putthoff entmachtet: Drei Lüscher übernehmen die Amtsgeschäfte in Dinklage

28 Jahre musste Carl Heinz Putthoff als Angestellter der Stadt Dinklage warten, bis er endlich den Chefsessel im Dinklager Rathaus übernehmen durfte. 11 Tage nach seiner Vereidigung zum Bürgermeister am 1. November gab er die Amtsgeschäfte aber direkt wieder ab. Denn pünktlich um 11.11 Uhr stürmte der Karnevalsclub Dinklage das Rathaus. Putthoff übergab Prinz Hubert Drees den obligatorischen Rathausschlüssel und verabschiedete sich „mit einem lachenden und einem weinenden Auge jetzt auf mehrmonatige Weltreise“.

Prinz Hubert, Bauer Frank Meyer und Jungfrau Ralf(aela) Bührmann hatten auf den Moment der Machtübernahme im Dinklager Rathaus coronabedingt fast zwei Jahren hingefiebert. Das Trio aus Lüsche war aber nicht nur überragend gelaunt, sondern auch bestens vorbereitet. Die Kumpels präsentierten Calle Putthoff nämlich auch direkt Pläne für einen Rathaus-Neubau; Bauer Frank leitet mit seiner Familie praktischerweise ein Bauunternehmen.

Gute Laune bei der Schlüsselübergabe: (von links) Prinz Hubert und Bürgermeister Carl Heinz Putthoff. Fotos: Böckmann
Fotos: Böckmann
Fotos: Böckmann
Fotos: Böckmann
Fotos: Böckmann
Fotos: Böckmann
Fotos: Böckmann
Fotos: Böckmann

Der Bürgermeister a.D. Putthoff nannte die Pläne angesichts der seit mehr als 30 Jahren laufenden Diskussion um einen Neubau durchaus „akzeptabel“, hatte als Finanzexperte aber auch eine Frage: „Wie wollt ihr das finanzieren“? Kein Problem, meinte Prinz Hubert gelassen. „Einfach ein wenig vom Friedhofsschatz abzwacken – dann passt das.“ Im Sitzungszimmer segneten die Karnevalisten die Pläne zum Rathaus-Neubau dann direkt einstimmig ab.

Die karnevalistische Feiermeute hatte den 11.11. bereits um 7.30 Uhr beim Prinzen gestartet. Das Dreigestirn, Prinzengarde, Vorstand, Funkenmariechen und alle weiteren Freunde verwandelten das Rathaus in eine Karnevalshochburg. Die Stimmung war prächtig. Die Narren feierten sich selbst und gratulierten ihrer Haus-und-Hof-Band „Kölsch & Klüngel“ mehrmals zum 25-jährigen Bestehen.

Eine Frage wurde auch geklärt: Dass jetzt ausgerechnet drei Lüscher in Dinklage regieren, ist für die Karnevalisten übrigens kein Problem (mehr). In vertraulichen Gesprächen habe Bakums Bürgermeister Tobias Averbeck deutlich gemacht, dass er Lüsche gerne an Dinklage verkaufen würde, sagte Kassenwart Thomas „Mury“ Sperveslage.


Neuenkirchener Narren müssen Ordnung halten

In Neuenkirchen heißt es unterdessen: Ordnung muss sein. Das gilt auch für die Narren des Clubs Neuenkirchener Narren (CNN). Bevor die Karnevalisten das Rathaus an der Küsterstraße auch wirklich "stürmen" konnten, wurden die Vorgaben der Corona-Schutzverordnung durch einen Mitarbeiter des Ordnungsamtes überprüft.

Unter 2G-Bedingungen hielt der Widerstand des Bürgermeisters Ansgar Brockmann aber wie gewohnt nur kurz an. Nachdem sich der Verwaltungschef im letzten Jahr mit einem "Corona-Notfallpaket" begnügen musste, statteten ihm die Neuenkirchener Narren zum Karnevalsauftakt am Donnerstag wieder einen Besuch im Rathaus ab.

Wiebold-Glückwunsch zum erfolgreichen Wahlkampf

CNN-Präsident Moritz Wiebold beglückwünschte den alten und neuen Bürgermeister Ansgar Brockmann zu seinem erfolgreichen Wahlkampf, bei dem er sich "hervorragend gegen seine Widersacher geschlagen habe". Wohlwissend, dass Brockmann der einzige Bewerber um den Bürgermeisterposten in der Kommune war.

Schunkelrunde: Im Neuenkirchener Rathaus feierten (von links) Adjutant Hans-Jürgen Beran, Prinz Olli I., Ansgar Brockmann und der Ratsvorsitzende Rainer Duffe. Foto: OevermannSchunkelrunde: Im Neuenkirchener Rathaus feierten (von links) Adjutant Hans-Jürgen Beran, Prinz Olli I., Ansgar Brockmann und der Ratsvorsitzende Rainer Duffe. Foto: Oevermann

Dies sollte natürlich auch nicht die einzige karnevalstypische Spitze gewesen sein. Auch der eine oder andere Kommunalpolitiker bekam, diesmal von Brockmann selbst, sein Fett weg. Unterbrochen wurde der Bürgermeister in seiner Rede immer wieder von den Narren und ihrem ausgefallenen Liedgut ("Ansgar, rück' den Schlüssel raus, denn der CNN zieht in dein Haus").

Prinz "Olli I." erhält Rathausschlüssel

Nach einiger Zeit gab Brockmann nach und überreichte Prinz Oliver "Olli I." Kettler den ersehnten Rathausschlüssel. Nach der ganzen "Überarbeitung" habe er eine längere "Winterpause" auch durchaus nötig, gestand der Bürgermeister. Schließlich musste er im letzten Jahr auf die gewohnte Winterpause verzichten.

"Als Eventler hab ich selbst schon viel erlebt. Aber der Einzug als Prinz in die Neuenkirchener Turnhalle war mit das Geilste in meinem Leben."Oliver Kettler, Prinz der Neuenkirchener Narren

Prinz Olli Kettler selbst konnte nun auch endlich den Rathausschlüssel an sich reißen. In Hörsten plane er das neue Zentrum Neuenkirchen-Vördens., sagte er Außerdem nutzte er die Gelegenheit und ließ seine lange Amtszeit Revue passieren. "Ich möchte die letzten zwei Jahre als CNN-Prinz nicht missen", meinte der Inhaber eines Eventunternehmens. "Als Eventler hab ich selbst schon viel erlebt. Aber der Einzug als Prinz in die Neuenkirchener Turnhalle war mit das Geilste in meinem Leben", sagte der Prinz.


Rathaussturm bleibt in Lastrup zugleich der Höhepunkt der Session

In Lastrup hatte auch Susanne Schnelten keine Chance. Der Vertreterin von Bürgermeister Michael Kramer oblag am Donnerstagvormittag ganz allein die Verteidigung des Lastruper Rathauses. Doch dem Ansturm der Narren war sie nicht gewachsen. Der örtliche Karnevalsverein (LKV) war mit einer starken Abordnung und dem bewährten Rammbock "Ludi" angerückt. Am Ende reckte Präsident Thomas Smulczynski den symbolischen Rathausschlüssel in die Höhe.

Widerstand währte nicht lang: Susanne Schnelten war dem Ansturm der Narren nicht gewachsen. Foto: VornholtWiderstand währte nicht lang: Susanne Schnelten war dem Ansturm der Narren nicht gewachsen. Foto: Vornholt

Für den LKV war der Rathaussturm eine seltene Gelegenheit, sich mal wieder öffentlich zu zeigen. Im vergangenen Jahr musste die traditionelle Eröffnung der Karnevalssaison wegen Corona abgeblasen werden. Viel geht auch in diesem Jahr nicht. "Für uns wird das die einzige Veranstaltung bleiben", bedauert Smulcynski. Ob zum Höhepunkt des närrischen Treibens im Frühjahr gemeinsames Feiern möglich sein wird, macht er von der Pandemiesituation abhängig. "Das lassen wir noch offen." Nur eines stehe für ihn fest: Karneval mit angezogener Handbremse soll es nicht geben. "Entweder ganz oder gar nicht", betont der Präsident.

Für Susanne Schnelten war die Rolle der Rathausverteidigerin eine Premiere. Sie freute sich über den Besuch und begrüßte die Karnevalisten mit warmen Worten, um anschließend mit ihnen auf den gelungenen Auftakt des närrischen Treibens anzustoßen.


Schlachtruf ertönt wieder in der Vechtaer Narrenburg

Exakt 631 Tage war der Schlachtruf verstummt. Aber am Donnerstag pünktlich um 17.11 Uhr schallte wieder ein kräftiges Helau durch die farbenfroh geschmückte Narrenburg des Vechtaer Carnevals-Clubs (VCC). Etwa 120 Gäste feierten den Auftakt der neuen Session. Sie zelebrierten das Wiedersehen, auch wenn das Programm aufgrund der Corona-Pandemie in etwas abgespeckter Form über die Bühne ging.

Präsident Hubert Lübberding versicherte sich gleich zu Beginn der Burgparty, ob jeder Karnevalsfreund einen Begrüßungsschluck bekommen habe. Im nächsten Augenblick zogen schon die Prinzen- und Stadtgarden sowie Elferrat und Tanzmariechen unter Applaus in den Festsaal ein. „Was für ein Bild. Ist das nicht toll?!“, schwärmte der bestens aufgelegte Clubvorsitzende beim Blick auf die strahlenden Würdenträger.

Das Stadtprinzenpaar genoss seinen Auftritt in vollen Zügen. Jens Mlinarzik und Anja Muhle hatten sich nach dem pandemiebedingten Ausfall zahlreicher Veranstaltungen dazu bereit erklärt, ihre Amtszeit noch einmal zu verlängern. Dies gilt auch für Kinderprinz Luca Fennig und seine Prinzessin Johanna Bastubbe.

Carnevals-Club feiert mit dem alten Prinzenpaaren

Neben den Tollitäten rückten zwischen den Tanz- und Musikeinlagen weitere Clubmitglider in den Fokus, die für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet wurden. Allen voran Ehrenpräsident Bernd H. Tepe. Er bekam den Bundesorden in Gold des Bundes deutscher Karneval. Die Laudatio hielt die Vizepräsidentin des Karnevalsverbands Niedersachsens, Gudrun Uhr aus Varel, die für ihren Humor bestens bekannt ist. Sie würdigte das Wirken von Bernd H. Tepe, der 25 Jahre an der Spitze des Vechtaer Carnevals-Clubs gestanden hatte und immer noch als Vizepräsident des Verbandes Weser-Ems fungiert.

Über den großen Verdienstorden des Vechtaer Carnevals-Clubs freute sich Hubert Lübberding, der auch schon neben seiner Tätigkeit als Präsident aus dem Narrenvolk herausstach, etwa durch seine Prinzenrolle in der Session 2010/2011. Auch Gregor Osterloh, der sich bei Baumaßnahmen und anderen Aktivitäten hervorgetan hat und zurzeit Spieß des Prinzencorps ist, erhielt den großen Verdienstorden.

Stimmungsvoller Empfang für das amtierende Stadtprinzenpaar: Jens Mlinarzik und Anja Muhle ließen sich am Donnerstagabend in der Narrenburg feiern. Sie waren bereits vor der Pandemie inthronisiert worden. Foto: SpeckmannStimmungsvoller Empfang für das amtierende Stadtprinzenpaar: Jens Mlinarzik und Anja Muhle ließen sich am Donnerstagabend in der Narrenburg feiern. Sie waren bereits vor der Pandemie inthronisiert worden. Foto: Speckmann

Die Ehrengilde berief wieder ein neues Mitglied in ihre Runde. Matthias Dierken, der im vergangenen Jahr aufgenommen wurde, hieß den Vechtaer Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwalt Ludwig Voss willkommen. Als Markenzeichen der „Brüder von der Eisernen-Birnbaum-Blüten-Tafelrunde“, so wie die im Jahr 1977 gegründete Abordnung genannt wird, erhielt der Neuzugang eine Narrenkappe und den Holzschuhorden.

Zur Bereicherung der Veranstaltung, die unter Einhaltung der 2G-Regelung stattfand, trugen die Darbietungen der Tandgarden bei. Nach dem offiziellen Teil des hieß es dann: „Tanz für alle“. Zum Bedauern der Narren dürfte es jedoch die einzige große Veranstaltung in Vechta in der 60. Session sein. Aufgrund der Corona-Pandemie hält sich der Vorstand mit Planungen zurück. Einen Leitspruch gibt dennoch: „Langförden, als Domstadt bekannt, im Oldenburger Münsterland“


Karnevalsclub "Halb 11" stimmt närrische Zeit mit dem Rammbock ein

„Steinfeld Helau“ hörte man am Donnerstag immer wieder in Steinfeld. Pünktlich um 16.11 Uhr hatten die Närrinnen und Narren vom Karnevalsclub „Halb 11“ mit Rammbock und Raketen das Rathaus gestürmt. Erster Gemeinderat Oliver Netzband, der die Bürgermeisterin vertrat, hatte als Karnevalsneuling keine Chance gegen die erfahrene Narrenpower. Da in den letzten zwei Jahren die Karnevalisten Kräfte tanken konnten, wurde bei der Übergabe des Schlüssels und der närrischen Goldreserven umso kräftiger gejubelt.

Präsident Burkhard Haskamp alias Kicker und Prinzessin Bianca II. versicherten, dass die Narren alle Amtsgeschäfte mit bestem Wissen und Gewissen und immer einem Lachen im Gesicht führen werden. In der fünften Jahreszeit regiert der Humor in der Gemeinde und auch im Steinfelder Rathaus haben nun die Narren das Sagen. Doch Steinfelds „Gemeinderat der Erste“ Oliver Netzband erinnerte, dass spätestens an Aschermittwoch die Rückgabe eingefordert wird. Prinzessin Bianca II. und ihr Gefolge bleiben also nur wenige Wochen, um die närrischen Verordnungen und Maßnahmen dem Volk von Steinfeld näherzubringen.

Narrenpower: Erster Gemeinderat Oliver Netzband überreichte Prinzessin Bianca II. Scheper den Rathausschlüssel. Foto: HoffmannNarrenpower: Erster Gemeinderat Oliver Netzband überreichte Prinzessin Bianca II. Scheper den Rathausschlüssel. Foto: Hoffmann

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