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"Kölsch & Klüngel" holt den Karneval nach Dinklage

Seit 25 Jahren prägt die kölsche Mundartband den Karneval im Oldenburger Münsterland. Grund genug, es am 11.11. richtig krachen zu lassen. Nach einem Jahr Corona-Pause gibt es wieder Kneipenkarneval.

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Der Karneval ist neben der Musik ihre große Leidenschaft: Peter Süssmann-Dierken (von links), Ludger Baumann, Gerhard Weißer, Josef Bohmann, Johannes Schneppat und Axel Krämer. Foto: J. Scholz

Der Karneval ist neben der Musik ihre große Leidenschaft: Peter Süssmann-Dierken (von links), Ludger Baumann, Gerhard Weißer, Josef Bohmann, Johannes Schneppat und Axel Krämer. Foto: J. Scholz

Berliner stehen auf dem Tisch. Dann wird der Takt angezählt und schon ertönen die ersten Töne des Karneval-Klassikers "Leev Marie". Laut, schmetternd und zum Mitwippen bestimmt, kommt die Musik daher. Aber nicht irgendwo in Köln, sondern mitten in Dinklage. Mitten in einer Probe der Band "Kölsch & Klüngel" ist das zu erleben. Seit 25 Jahren gibt es die kölsche Mundartband. Die nächste Karnevalssaison steht jetzt vor der Tür.

"Kölsch & Klüngel" – das sind Axel Krämer, Johannes Schneppat, Josef Bohmann, Gerhard Weißer, Peter Süssmann-Dierken und Ludger Baumann. 6 Männer, die neben der Liebe zur Musik vor allem die Liebe zum Kölner Karneval verbindet. "Wir sind irgendwie infiziert von der Musik des Karnevals", erzählt Gründungsmitglied Baumann. Mit ihrer Musik steckt die Band seit 25 Jahren die Menschen im Oldenburger Münsterland an. Egal, ob auf Karnevalssitzungen in Dinklage, Vechta und Cloppenburg, Weihnachtsmärkten oder auch Gottesdiensten: "Kölsch & Klüngel" war schon fast überall zu hören.

Repertoire umfasst mehr als nur Karnevalshits

Ganz wichtig ist der Dinklager Band zu betonen, dass sie keine reine Karnevalsband sind, sondern eine kölsche Mundartband. Der Unterschied: Ihr Repertoire umfasst deutlich mehr als nur einfache Karnevalshits. "Anfangs haben wir 7 Lieder gespielt, mittlerweile haben wir 130 in unserer Sammlung", sagt Gitarrist Krämer. "Kölsch & Klüngel" spielt neben den Hits der Gruppen Höhner oder Paveier auch Stücke von Kasalla oder BAP. "Wir gehen immer ein Stück weit mit der Zeit", erklärt Baumann.

Im Jahr 1996 gründete Krämer die Band zusammen mit Baumann sowie Günter Stengert und Horst Blömer für einen Auftritt beim Kulturfrühstück der Musikschule Romberg. Krämer ist geborener Kölner. Baumann ist durch sein Studium in Köln von der Karnevalsmusik und der Lebensart dort begeistert. Seit 1998 gibt es in Dinklage den Karneval mit eigener Sitzung. Einen kölschen Karneval, wie die Musiker betonen.

Band-Name musste im Laufe der Jahre angepasst werden

Die Begeisterung für den Karneval sei in Dinklage von Anfang an dagewesen. Schnell kamen zu Karnevalssitzungen bis zu 800 Menschen. Immer mit dabei war die Band "Kölsch & Klüngel". Der Band-Name musste im Laufe der Jahre leicht angepasst werden, denn in Köln gab es bereits eine Band "Kölscher Klüngel". Klüngel bedeutet übrigens so etwas wie munkeln oder im Geheimen reden.

"In der Region haben wir ein Alleinstellungsmerkmal", betont Frontmann "Lou" Baumann. Das zeigte die Band etwa auch bei norddeutschen Karnevalsschlagerwettbewerben. 3-Mal erreichten sie in verschiedenen Kategorien den 1. Platz. Über die Jahre hat es in der Band dann kleinere personelle Veränderungen gegeben. Seit 15 Jahren sind die heutigen Bandmitglieder mit dabei.

Band-Mitglieder spielen nicht nur ein Instrument

Musik haben die Männer alle schon vor der Bandzeit gemacht. Peter Süssmann-Dierken und Gerhard Weißer etwa spielten bereits in anderen Bands. Viele Band-Mitglieder spielen weit mehr als nur ein Instrument. 

Wenn Auftritte anstehen, dann trifft die Band sich zur Probe. Auch jetzt, kurz vor dem 11.11., ist wieder proben angesagt. Denn: In diesem Jahr findet der Karneval wieder statt. Am 11.11. um 11.11 Uhr wird die Band mit Mitgliedern des Karnevalsclub Dinklage das Rathaus stürmen. Ab 16 Uhr wird dann im Lokal "Bistro im Stern" der übliche Kneipenkarneval gefeiert. Aber nicht nur das: Auch "Kölsch und Klüngel" feiert sein Band-Jubiläum und gibt ein kostenloses Konzert. 

Ob es in Zukunft noch weitere Band-Jubiläen zu feiern gibt? Ans Aufhören denke noch keiner. Die kölsche Musik begeistere einfach zu sehr. Und: In den Fingern kribble es einfach noch. Richtig stillhalten können die sechs nicht. Viva Colonia halt.

Treten schon lange gemeinsam auf: Kölsch und Klüngel bei einem Auftritt vor einigen Jahren. Foto: Kölsch & KlüngelTreten schon lange gemeinsam auf: "Kölsch und Klüngel" bei einem Auftritt vor einigen Jahren. Foto: Kölsch & Klüngel

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