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Behörden melden 6114 Corona-Neuinfektionen und 218 Todesfälle in Deutschland

Erste Bundesländer erreichen eine 7-Tagesinzidenz unterhalb der 50er-Marke. Auch im Oldenburger Münsterland gehen die Zahlen zurück. Die Landkreise Cloppenburg und Vechta liegen aber weit auseinander.

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Foto: dpa/Eissa

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 Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6114 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 218 weitere Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Sonntag hervorgeht. Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz liegen jetzt unterhalb der Marke von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Aber: Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind erst am Folgetag wieder möglich.

Am Sonntag vergangener Woche hatte das RKI binnen eines Tages 8616 Neuinfektionen und 231 neue Todesfälle verzeichnet. Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (7-Tagesinzidenz) lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 57,4. Vor vier Wochen, am 17. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 136 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende 7-Tagesinzidenzen. Für Niedersachsen gibt das Institut einen Wert von 58,3 an. 

Mit Baden-Württemberg (48,5) und Rheinland-Pfalz (46,6) liegen nun zwei Bundesländer unter der Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Alle anderen Bundesländer weisen Werte von unter 100 auf. Die Marke von 50 zu unterschreiten war über Monate politisches Ziel. Bei der Schalte am Mittwoch hatten sich Bund und Länder auf einen Inzidenzwert von 35 als Orientierung für mögliche Lockerungen verständigt.

Es bleibt aber eine Dunkelziffer

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2 334 561 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 14. Februar, 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.119.100 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 64.960.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 0,90 (Vortag 0,87). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 90 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Sinkende Zahlen im Oldenburger Münsterland

Von der wichtigen 50er-Marke oder gar einer Inzidenz von unter 35 ist der Landkreis Vechta aktuell noch weit entfernt. Das RKI am Sonntag gibt für das Kreisgebiet eine 7-Tagesinzidenz von 189,8 – am Samstag lag der Wert bei 191,9. Durch leichte Schwankungen lassen sich aber keine Tendenzen bei der Entwicklung des Infektionsgeschehens erkennen, zumal ja am Wochenende gemeinhin weniger getestet wird. Die Inzidenz für den Landkreis Vechta pendelt sich eher knapp unterhalb der 200er-Marke ein. ^

Sollte die Inzidenz dauerhaft die von Bund und Ländern festgelegte 200er-Grenze überschreiten, drohen für den Landkreis schärfere Corona-Regeln – etwa Ausgangssperren oder Bewegungseinschränkungen. Die Lage hat sich in den vergangenen Wochen verschärft. Nach Angaben der Kreisbehörde sorgt dafür etwa die aggressivere britische Mutation des Coronavirus, dass sich schneller ausbreitet und vielfach bei Infizierten aus dem Landkreis nachgewiesen wurde.

Die Inzidenz für den Landkreis Cloppenburg ist unterdessen deutlicher gesunken. Das RKI nennt für das Kreisgebiet am Sonntag einen Wert von 72,1 - am Samstag lag die Inzidenz noch bei 80,9. Dabei stimmten die Zahlen des RKI und des Niedersächsischen Landesgesundheitsamts (NLGA) überein.

Das ist wichtig: Für die Entscheidungen der Behörden vor Ort sind die Berechnungen des NLGA maßgeblich. Die von der Landesbehörde veröffentlichen Werte unterscheiden sich häufig von denen des RKI. Grund dafür sind unter anderem die noch immer üblichen Verzögerungen bei der Übermittlung der Daten und auch der Veröffentlichungszeitpunkt. Das NLGA gibt seine Berechnungen in der Regel erst im Laufe des Vormittags bekannt, während das RKI auf einen Datenstand aus der Nacht zugreift.

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