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Beginn der Schützenhaus-Sanierung in den Ambührener Tannen verzögert sich

Der Bürgerschützenverein (BSV) Cloppenburg will das marode Gebäude für 750.000 Euro sanieren. Den Grund für die Verzögerung erklärt der Schriftführer des BSV.

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In die Jahre gekommen: Das Schützenhaus in den Ambührener Tannen. Das Gebäude ist gleichzeitig auch Vereinsheim des BSV. Foto: Niemeyer

In die Jahre gekommen: Das Schützenhaus in den Ambührener Tannen. Das Gebäude ist gleichzeitig auch Vereinsheim des BSV. Foto: Niemeyer

Eigentlich wollte der Bürgerschützenverein (BSV) Cloppenburg schon im vergangenen Sommer loslegen. Nun haben die Schützen aber bekannt gegeben, dass die Sanierung des Schützenhauses in den Ambührener Tannen erst im Frühjahr kommenden Jahres beginnen wird. Das erklärt Schriftführer Dr. Herbert Eckmeyer auf Nachfrage. Zuvor war die Verzögerung Thema auf der Delegiertenversammlung des Schützenvereins, welche am vergangenen Freitagabend im Traditionshaus Taphorn stattfand.

Zwar sei die Baugenehmigung schon erteilt worden. Jedoch müsse die Statik noch genehmigt werden. Hier sei man in den letzten Zügen. Die Unterlagen reiche der BSV in Kürze bei der Stadt ein, sodass die Prüfung beginnen könne. Diese dauere etwa 8 Wochen, sagt Eckmeyer. "Dann sind wir aber mitten im Winter." Auch die Ergebnisse der Ausschreibungen müsse der Verein noch abwarten.

Verein kann Kostenrahmen voraussichtlich einhalten

Wie berichtet, soll die Sanierung des Schützenhauses etwa 750.000 Euro kosten. Diesen Kostenrahmen könne der Verein trotz der Verzögerung voraussichtlich einhalten, sagt Eckmeyer. 450.000 Euro der Kosten übernimmt die Stadt als Eigentümerin des Gebäudes. In ersten Planungen war der Anteil der Stadt noch um 150.000 Euro niedriger ausgefallen. 90.000 Euro will der Schützenverein selbst aus Eigenleistungen und Spenden beisteuern. Jeweils 100.000 Euro kommen vom Landkreis Cloppenburg und vom Landessportbund. Weitere 10.000 Euro kommen aus einem Fördertopf für Digitalisierung der NBank.

Zum Ehrenmitglied ernannt: Dr. Wolfgang Wiese (rechts). Hauptmann Marc-André Donner (links) gratulierte ihm. Foto: Dr. EckmeyerZum Ehrenmitglied ernannt: Dr. Wolfgang Wiese (rechts). Hauptmann Marc-André Donner (links) gratulierte ihm. Foto: Dr. Eckmeyer

Das Gebäude muss saniert werden, weil es zum Teil marode sowie nicht mehr zeitgemäß ist. Unter anderem ist geplant, das undichte Dach des Gebäudes komplett auszutauschen und zu erweitern, wie Hauptmann Marc-André Donner im April erklärt hatte. Weiterhin wolle der Verein den Aufsichtsraum verlegen, sodass die Schießleitung von dort aus alle Schießstände überblicken kann. Auch eine neue Heizungsanlage und neue, mehrfach verglaste Fenster wolle der Verein einbauen lassen.

Geplant seien des Weiteren eine Lichtpunktanlage für die jungen Schützen, ein neuer, sicherer Waffenraum sowie ein zeitgemäßer Schießstand für die Luftgewehrschützen. Aus Kostengründen habe sich der Verein gegen einen Neubau entschieden. Wegen der Corona-Pandemie lagen die Planungen zeitweise auf Eis.

Die Idee für die Sanierung hatte Donners Vorgänger, Dr. Jürgen Vortmann, schon 2018. Donner will sie nun umsetzen. „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, den Verein für die Zukunft aufzustellen“, hatte er im April gesagt. Die Vereinsmitglieder packten bei der Sanierung auch selbst mit an.

Ehemaliger Bürgermeister Wiese wird Ehrenmitglied

Wie Eckmeyer weiter erklärt, ist Dr. Franz Stuke der neue Vizepräsident des BSV. Bürgermeister Neidhard Varnhorn hatte seinen Stellvertreter für den Posten vorgeschlagen. Varnhorn selbst ist qua Amt Präsident des BSV. Das stehe so in der Satzung, sagt Eckmeyer. Normalerweise bekleidet der Erste Stadtrat das Amt des Vizepräsidenten. Wigbert Grotjan hatte darauf jedoch verzichtet, sodass der Verein die Satzung änderte. Künftig müsse der Bürgermeister einen Vizepräsidenten aus seinen Stellvertretern auswählen. 

Besichtigung im April: Marc-André Donner (Mitte) erklärte Stadträtin Stefanie Lübbers und  Bürgermeister Neidhard Varnhorn die alte Technik auf dem Luftgewehrschießstand. Foto: NiemeyerBesichtigung im April: Marc-André Donner (Mitte) erklärte Stadträtin Stefanie Lübbers und Bürgermeister Neidhard Varnhorn die alte Technik auf dem Luftgewehrschießstand. Foto: Niemeyer

Außerdem wählten die Delegierten des BSV den ehemaligen Bürgermeister und langjährigen Präsidenten, Dr. Wolfgang Wiese, zum Ehrenmitglied. Eckmeyer selbst bleibt Schriftführer. Schießmeister Ludger Ostermann behält sein Amt ebenfalls. Zum neuen Kassenprüfer wurde Christian Brune gewählt. Zu den Finanzen des Vereins sagte Eckmeyer, die Kassensituation haben sich leicht verbessert.

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