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BBS am Museumsdorf will weiter Emissionen einsparen

Projektleiterin Yvonne Garlich misst den ökologischen Fußabdruck der Schule. Die Ergebnisse fließen mit in den Unterricht ein.

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Projektleiterin: Yvonne Garlich erläutert CO₂-Einsparpotenziale an der Schule.Foto: Dr. Ralf Raabe <br>

Projektleiterin: Yvonne Garlich erläutert CO₂-Einsparpotenziale an der Schule.Foto: Dr. Ralf Raabe

Ihre CO₂- Emissionen möchte die BBS am Museumsdorf in den kommenden Jahren deutlich senken. Die als "Umweltschule in Europa" ausgezeichnete Schule will so einen Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit in der Region leisten. Um Einsparpotenziale zu ermitteln, wurde nun erstmals der ökologische Fußabdruck der Schule errechnet.

"Als Schule haben wir bei der Wertevermittlung eine Vorbildfunktion."
Yvonne Garlich, Lehrerin

"Als Schule haben wir bei der Wertevermittlung eine Vorbildfunktion", erklärt Projektleiterin Yvonne Garlich das Ziel der Emissionsberechnung. Die Auswertung der Ergebnisse im Unterricht fördere zudem bei den Schülern die Reflexion des eigenen Verhaltens und sensibilisiere sie für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Das Thema Ressourcenschutz sei als integraler Bestandteil im Leitbild der Schule verankert, so die Lehrerin weiter.

Als Hauptverursacher von Emissionen ermittelte Garlich den Energieverbrauch durch Strom für elektrische Geräte, durch Heizen mit Erdgas sowie für die Mobilität für den täglichen Schulbesuch und außerschulische Veranstaltungen.

Da die Einrichtung den Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien bezieht, ist sie in diesem Bereich klimaneutral. Hinsichtlich des Gasverbrauches komme die BBS mit ihren rund 3.000 Schülern auf einen Vergleichswert, der dem Verbrauch von lediglich 10 Einfamilienhäusern entspricht. Hier zeige sich der Erfolg der Gebäudesanierungen der letzten Jahrzehnte durch den Schulträger, erklärt Garlich.

Digitalisierung kann sich auf Stromverbrauch auswirken

Rechnet man den Energieverbrauch durch Mobilität hinzu, erzeugt die BBS am Museumsdorf eine Gesamtmenge von rund 2.600 Tonnen CO₂ im Jahr. Dies entspricht einem Fußabdruck von durchschnittlich 0,89 Tonnen CO₂ für jeden Schulangehörigen. Der Durchschnitt eines Deutschen liegt bei 11 Tonnen pro Jahr. Im Umfeld der Schule werden also 7,8 Prozent des eigenen Fußabdrucks erzeugt.

In Zukunft könnte sich auch die Digitalisierung auf den Stromverbrauch auswirken. So gelte es nun, Maßnahmen gegen "vergessene" Geräte und heimliche Stromfresser zu ergreifen, betont Garlich. Auch das veränderte Lüftungsverhalten vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie werde sich im Gasverbrauch niederschlagen. Vor allem aber gehe nun darum, die gewonnenen Erkenntnisse in den Unterricht zu tragen und diese dort zu thematisieren.

Der Fußabdruck ist ein Maß für die Emissionsberechnung und gibt an, welche Menge an Treibhausgasen die Bereitstellung oder der Konsum von Produkten und Dienstleistungen für einzelne Personen hat.

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