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Bau der neuen Kita am Kapellenweg in Bakum beginnt

In der Gemeinde wächst der Bedarf an Betreuungsplätzen stetig. Der Bau einer neuen Kita soll Abhilfe schaffen. Am Kapellenweg sind jetzt die Bauarbeiten aufgenommen worden.

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Spatenstich: Linus Bocklage (von links), Maria Zwick, Tobias Averbeck, Karsten Hilgen, Bianca Pölking, Ingo Ruhe, Christian Behnen, Siegfried Böckmann und Julius Bocklage. Foto: Röben

Spatenstich: Linus Bocklage (von links), Maria Zwick, Tobias Averbeck, Karsten Hilgen, Bianca Pölking, Ingo Ruhe, Christian Behnen, Siegfried Böckmann und Julius Bocklage. Foto: Röben

Der Bau einer neuen Kindertagesstätte in Bakum ist schon lange in Planung. Nun haben die Bauarbeiten am Kapellenweg begonnen. Bürgermeister Tobias Averbeck zeigt sich beim symbolischen ersten Spatenstich erfreut darüber, dass die Baumaßnahmen nun starten.

Im ersten Abschnitt wird die Kinderkrippe gebaut. Laut Planungen soll diese pünktlich zum Kindergartenjahr 2023 fertiggestellt werden und Platz für höchstens 30 Kinder im Alter von bis zu 3 Jahren bieten. "Das werden wir auch einhalten", erklärt Averbeck. In einem 2. Bauabschnitt wird die Krippe um einen Kindergarten ergänzt, der aus drei Gruppen bestehen wird. Der Plan sieht vor, bis zum August 2024 die Bauarbeiten am Kindergarten abgeschlossen zu haben. In dem Gebäude werden nach Fertigstellung bis zu 75 Jungen und Mädchen unterkommen können.

Der Bau der Krippe habe allerdings Vorrang gegenüber dem Kindergarten. In dieser Altersklasse sei der Bedarf am höchsten, so Averbeck. Besonders die Jahre 2020 und 2021 seien sehr geburtenstarke Jahrgänge gewesen.

Räumlichkeiten bieten noch Kapazitäten

Über die genaue Aufteilung der Räumlichkeiten sei man sich laut Averbeck noch nicht vollends sicher. Es wird zunächst mit zwei Krippen- und drei Kindergartengruppen geplant. Sollte die Nachfrage bestehen, könnten auch drei Krippen- und zwei Kindergartengruppen geschaffen werden, erzählt der Bürgermeister. "Die Räumlichkeiten lassen dies zu." Lediglich die Möbel müsse man austauschen.

Bakum wachse stetig und bekomme immer mehr Nachwuchs. Insofern würden die neu geschaffenen Kita-Plätze dringend benötigt. Alle Kindertagesstätten in der Gemeinde seien voll belegt. Im St.-Josef-Kindergarten sind alle 100 Plätze belegt, fünf Kinder stehen auf der Warteliste. Die 45 Krippenplätze sind ebenfalls belegt, hier befinden sich elf weitere Kinder auf der Warteliste. Auch im St.-Antonius-Kindergarten sowie im Kindergarten St. Josef in Lüsche sind alle Betreuungsplätze vergeben. 

Der Bedarf an Betreuungsplätzen ist also bereits jetzt da. Fertiggestellt wird die Krippe allerdings erst zum August nächsten Jahres. Als Übergangslösung hält bis dahin das evangelische Gemeindehaus her. Hierfür waren Umbauten nötig. Neben Bauarbeiten am Gebäude ergänzen drei Container für Personal, sanitäre Einrichtungen und Garderobe das Gemeindehaus. Hier werden 15 Krippenkinder ihren Platz finden. Am 1. November wird hier voraussichtlich mit der Betreuung für Krippenkinder begonnen. Aktuell warte man nur noch auf die Betriebsgenehmigung, berichtet Averbeck. "Ich bin zuversichtlich, dass die Genehmigung noch in dieser Woche kommt."

Lieferprobleme bei den Möbeln

Ursprünglich war geplant, das Gemeindehaus bereits zum 1. Oktober als vorläufige Krippe benutzen zu können, zu dem Zeitpunkt haben allerdings aufgrund von Lieferproblemen noch Möbel gefehlt. Diese seien inzwischen jedoch allesamt vorhanden, berichtet Pfarrer Karsten Hilgen. 

Das Gemeindehaus hatte sich als Lösung für die Übergangszeit angeboten, da die evangelische Kirchengemeinde die Trägerschaft für die neuen Kindertagesstätten übernimmt. Dies ist die erste Trägerschaft der evangelischen Kirche für eine Kita in der Gemeinde Bakum. 

Mit Bianca Pölking hat man bereits eine Leitung für die Krippe finden können. Gemeinsam mit drei Mitarbeiterinnen wird sie sich um das Wohlergehen der Jüngsten kümmern. Auch sie zeigt sich zufrieden mit der Überganslösung. "Wir können uns nicht beschweren, wir haben genug Platz und alles, was man braucht", erklärt die Leiterin. Auch Pfarrer Hilgen betont das Platzangebot in dem Gemeindehaus: "Erforderlich sind nur 45 Quadratmeter, wir haben hier ganze 70 Quadratmeter."

Zukunftsvision: So soll die Kinderkrippe im August nächsten Jahres aussehen. Visualisierung: Bocklage + Buddelmeyer ArchitektenZukunftsvision: So soll die Kinderkrippe im August nächsten Jahres aussehen. Visualisierung: Bocklage + Buddelmeyer Architekten

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