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Auf dem Bakumer Heimathof erhält eine alte Scheune eine neue Aufgabe

Die ehemalige Scheune Meistermann stand viele Jahre im Bakumer Ortskern. Nun fügt der Heimatverein sie dem Gebäude-Ensemble auf dem Heimathof hinzu.

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Zusätzliche Ausstellungsfläche: Werner Dullweber (links) und Franz-Josef Göttke vom Bakumer Heimatverein sind glücklich, dass die Scheune neu errichtet wird. Foto: C. Meyer

Zusätzliche Ausstellungsfläche: Werner Dullweber (links) und Franz-Josef Göttke vom Bakumer Heimatverein sind glücklich, dass die Scheune neu errichtet wird. Foto: C. Meyer

Seit einigen Tagen ist der Bakumer Heimathof um ein Gebäude reicher. Die Scheune Meistermann, die bis 2019 im Bakumer Ortskern  an der Burgstraße zu finden war, wird derzeit in direkter Nachbarschaft zum Heuerhaus neu errichtet und soll das dortige Ensemble ergänzen. Dabei handelt es sich bei der Scheune um eines der nachweislich ältesten Gebäudes Bakums, sagt Franz-Josef Göttke, erster Vorsitzender des Heimatvereins. Die Scheune ist aus dem Jahr 1722.

Der Heimatverein habe das Gebäude immer erhalten wollen, nachdem beschlossen war, dass es einem neuen Altenwohnheim weichen müsse, sagt Göttke. „Das ist jetzt gelungen“, sagt er stolz. In der Zwischenzeit sei die Scheune abgetragen und zwischengelagert worden. Nun sei man in der „Umsetzphase“, sagt Werner Dullweber, der das Projekt tatkräftig unterstützt, in dem er viel Organisationsarbeit leiste und dem Heimatverein „eine große Stütze“ sei, wie Göttke sagt. Der Betrieb Bohlke aus Lüsche und das Unternehmen Gövert aus Harme setzen die Zimmerei- und Maurerarbeiten um.

Es werden noch alte Pflastersteine gesucht

Das Foto zeigt die alte Scheune in der Dorfmitte mit der St.-Johannes-Kirche im Hintergrund. Foto: Archiv Heimatverein BakumDas Foto zeigt die alte Scheune in der Dorfmitte mit der St.-Johannes-Kirche im Hintergrund. Foto: Archiv Heimatverein Bakum

Der Heimatverein bringe allerdings auch viel Eigenleistung ein, sagt Göttke. So decke der Verein das Dach mit alten Pfannen ein, die in der Vergangenheit angesammelt wurden. Zudem werde der Fußboden mit alten Penter-Pflastersteinen verlegt. „Die suchen wir noch“, sagt Göttke. Wer noch alte Penter-Pflastersteine abzugeben hätte, könnte sich bei dem ersten Vorsitzenden melden.

Alleine könne der Heimatverein das Vorhaben finanziell nicht stemmen. Deshalb habe der Verein diverse Förderanträge gestellt. So übernimmt die Leader-Region Vechta 17.600 Euro der Kosten von insgesamt 50.000 Euro. Die Gemeinde Bakum steuert 12.500 Euro bei, sagt Göttke. Den Rest müsste der Heimatverein selbst zahlen. Deshalb, so der erste Vorsitzende, sei er durchaus für Spenden dankbar.

Insgesamt sei der Heimatverein froh, jetzt Gebäude aus 4 Jahrhunderten auf dem Heimathof zu haben. Das Heuerhaus ist aus dem Jahr 1698 und ergänzt den Hof seit 2011. Das Backhaus ist aus dem Jahr 1811 und wurde 2004 am Pastors Busch errichtet. Das Heimathaus – das ehemalige Schulgebäude – ist von 1951 und wurde vom Heimatverein 1997 gekauft. In der nun wiedererrichteten Scheune Meistermann von 1722 sollen künftig unter anderem landwirtschaftliche Maschinen ausgestellt werden.

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