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Applaus für Kenan – wie das Cloppenburger Benefizturnier „Kleiner Stern“ Hoffnung schenkt

Bei der Veranstaltung kamen 22.000 Euro zusammen. Doch es sind vor allem die Geschichten der Kinder, Vereine und Helfer, die diesen Tag besonders machen (Bildergalerie).

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Foto: Hermes

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Der Applaus der vielen Kinder hallt laut durch die Halle. Er ist warm, ehrlich, voller Hoffnung. Und er soll einen Jungen aus der Ferne erreichen und ihm Mut machen. Denn Kenan liegt seit zwei Monaten in einer Kinderklinik und kämpft gegen eine schwere Herzerkrankung. Während beim Benefizturnier „Kleiner Stern“ zahlreiche Kinder Fußball spielen, bangt seine Familie um jeden neuen Tag. „Es sieht wohl so aus, dass er auch an Weihnachten nicht nach Hause kommt“, sagt Maria Thien, die die Cloppenburger Hilfsinitiative vor 26 Jahren gegründet hat.

Kenans Geschichte ist nur eine von vielen. Seit 26 Jahren setzt sich Thien mit ihrem Team für herz- und krebskranke Kinder ein – und für deren Familien, die oft über Monate zwischen Hoffnung und Angst leben. Der sichtbarste Höhepunkt dieser Arbeit ist jedes Jahr der dritte Advent. Dann gehen die jungen Fußballerinnen und Fußballer auf Punkte- und Torejagd. Bei den G- und F-Junioren setzte sich jeweils der TuS Emstekerfeld durch, bei den E-Junioren siegte Garrel I. Wobei sich alle Teilnehmer einig sind, dass der sportliche Wettkampf an diesem Tag im Hintergrund steht.

Foto: Hermes
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Denn viel wichtiger ist die Hilfe für herz- und krebskranke Kinder, dabei ist in diesem Jahr wieder eine Menge zusammengekommen. Am Ende des Tages waren es 21.259,15 Euro. Der TuS Emstekerfeld rundet auf 22.000 Euro auf – ein Verein, der seit vielen Jahren eng mit dem „Kleinen Stern“ verbunden ist und dessen Jugendmannschaften das Logo der Initiative auf den Trikots tragen. Ein sichtbares Zeichen dafür, dass Helfen hier dazugehört.

„So viele Kinder, so viele Gruppen, so viele Menschen, die angepackt haben. Die Summe ist wunderbar", erklärt Thien am Ende der Veranstaltung. Sie könne sich auf zahlreiche Mitstreiter verlassen, die für eine gelungene Veranstaltung sorgen. Der Erlös geht an die „Kinderkrebshilfe Münster“ und den Verein „Herzkranke Kinder“. Beide Einrichtungen betreuen Familien, unter anderem auch aus dem Oldenburger Münsterland. Die Spenden des Turniers fließen in Behandlungen, Forschung, Kunst- und Musiktherapien sowie in ein Elternhaus, das Angehörige in Kliniknähe aufnimmt.

Dabei sind es vor allem die kleinen Geschichten, die das Benefizturnier immer wieder besonders machen. Die G-Jugend aus Bethen etwa, die ihr Taschengeld spendet. „Das ist immer wieder beeindruckend“, sagt Thien. Oder die Torhüterin der E-Jugend des SV Bethen, die bereits zweimal Leukämie besiegt hat – und nun selbstbewusst zwischen den Pfosten steht. Jede Parade wird bejubelt, jeder Ballkontakt gefeiert. Der Zusammenhalt im Team ist mit Händen zu greifen. „Wir hatten zu ihr und der Familie immer wieder Kontakt“, erklärt Thien.

Foto: Gaby Westerkamp
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Auch der GVO Oldenburg, der erstmals mit am Start war, zeigte sich sehr aktiv. Über das gesamte Jahr wurden verschiedene Aktionen durchgeführt, so kamen insgesamt 1200 Euro zusammen. Daneben sorgen vertraute Gesichter für Atmosphäre: Gabriela Lara und die Zumba-Kids, die TVC-Einradgruppe, Tänzerinnen der DJK Bunnen, der Cloppenburger Carnevalsverein, die Tanzschule Schwantje – und erstmals auch die Cheerleader des TuS Emstekerfeld.

Nun gilt für Thien: „Nach dem Turnier ist vor dem Turnier.“ So ist sie schnell wieder unterwegs, um die große Tombola mit Preisen auszustatten. Und das Engagement für die Schwächsten endet für sie und ihr Team ohnehin nie. Denn eines hat die Vergangenheit leider gezeigt: Jedes Jahr gibt es Kinder und Familien, die Hilfe brauchen. Aber: Jedes Jahr gibt es auch viele Menschen, die bereit sind, sie zu geben.

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