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Apfeltag lockt rund 1000 Besucher zum Haus im Moor

Vor allem die Bestimmung von Apfelsorten durch Experten war am Sonntag ein Publikumsrenner. Für ihre Expertise greifen die Pomologen auch auf Geschmacksproben zurück.

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Hoher Besuch packt mit an: Neben dem Hofstaat des Goldenstedter Goldkönigpaares beehrten auch die Spargelkönigin Leonie Ritz aus Nienburg und die deutsche Kartoffelkönigin Chiara Safari aus Rotenburg den Apfeltag - und packten beim Pressen des Apfelsaftes auf traditionelle Art direkt mit an. Foto: Morthorst

Hoher Besuch packt mit an: Neben dem Hofstaat des Goldenstedter Goldkönigpaares beehrten auch die Spargelkönigin Leonie Ritz aus Nienburg und die deutsche Kartoffelkönigin Chiara Safari aus Rotenburg den Apfeltag - und packten beim Pressen des Apfelsaftes auf traditionelle Art direkt mit an. Foto: Morthorst

Das sonnige Wetter zog am Sonntag viele Unternehmungslustige zum Apfeltag beim Haus im Moor in Arkeburg. Aber nicht nur das Wetter motivierte die Besucher. Zahlreiche Hobbygärtner nutzten die Gelegenheit, um ihre Äpfel professionell bestimmen zu lassen. Dafür standen die Pomologen Dr. Dankwart Seipp und Ariane Müller zur Verfügung.

Auch Gäste aus den Nachbarlandkreisen vor Ort

Für die Bestimmung des Lieblingsapfels kamen die Gärtner auch aus den Nachbarlandkreisen wie Cloppenburg oder Oldenburg ins Goldenstedter Moor. Die Apfelbäume der Interessierten wurden zum Teil schon vor Generationen angebaut, sodass nicht mehr bekannt war, um welche Sorte es sich dabei handelt.

Für die Bestimmung werden die Form, Farbe und der Aufbau der Äpfel begutachtet, wie Müller erklärte. So kann beispielsweise die Länge der Kelchröhre oder die Form des Kerngehäuses Aufschluss über die Sorte geben. Ein Indiz erhalten die Pomologen auch durch eine Geschmacksprobe des Obstes. Der große Andrang bei den Pomologen bestätigte das Interesse der Besucher an der Bestimmung der Apfelsorten.

Pomologen bei der Arbeit: Dr. Dankwart Seipp (Zweiter von rechts) und Ariane Müller (rechts) bei der Bestimmung der Apfelsorten. Foto: MorthorstPomologen bei der Arbeit: Dr. Dankwart Seipp (Zweiter von rechts) und Ariane Müller (rechts) bei der Bestimmung der Apfelsorten. Foto: Morthorst

Über 1.000 verschiedene Apfelarten sind allein in Deutschland bekannt, informierte der Berater für Apfelkrankheiten Albert Nordmann. Dabei kommt es auch regional zu Unterschieden, sodass in Süddeutschland andere Sorten zu finden sind, als bei uns im Norden. Außerdem klärte Nordmann die Besucher über diverse Krankheiten wie Apfelschorf und Stippen sowie über die richtige Pflege der Bäume auf.

Insgesamt war der Apfeltag ein voller Erfolg, wie Annette Kraimer vom LEB und Förderverein Goldenstedter Moor mitteilte. Rund 30 gewerbliche und private Aussteller boten ihre Waren zum Verkauf an – neben zahlreichen Dekoartikeln aus Holz, Metall oder auch Keramik. Zudem wurden zahlreiche Köstlichkeiten rund um den Apfel wie Liköre und Fruchtaufstriche angeboten. Außerdem gab es eine große Tombola mit rund 1.000 Losen, die jedoch schnell vergriffen waren. Die Gewinner konnten sich unter anderem über Gartengeräte, Apfelsaft, Pflanzen und Marmeladen freuen.

Naschen erlaubt: Am Ziegenkäse-Stand am Haus im Moor konnten die Besucher die Spezialitäten vor dem Kauf kosten. Foto: MorthorstNaschen erlaubt: Am Ziegenkäse-Stand am Haus im Moor konnten die Besucher die Spezialitäten vor dem Kauf kosten. Foto: Morthorst

Einen großen Dank sprach Kraimer den vielen Ehrenamtlichen und Sponsoren des Apfeltages aus. Ohne diese wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich gewesen. Durch das 2G-Hygienekonzept konnten rund 1.000 Besucher gleichzeitig die Stände erkunden. Dies sei eine großartige Entwicklung berichtete Kraimer. Unter den Coronaauflagen der letzten Monate hat auch der Förderverein gelitten, der auf große Veranstaltungen wie den Moormarathon und den Pflanzentag verzichten musste. Auch die Moorbahn und das Café konnte lange Zeit nicht voll besetzt werden. Unter 2G-Bedingungen war dies gestern wieder möglich. Daher soll das Konzept auch beim Kunsthandwerkermarkt am ersten Wochenende im Advent angewendet werden. Coronabedingt wird dieser in der Mehrzweckhalle stattfinden.

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