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An drei Schlachthöfen im Landkreis Cloppenburg gibt es 304 Coronafälle

Die Zahl der aktiven und nachgewiesenen Infektionen steigt den vierten Tag in Folge deutlich an. Dem Gesundheitsamt liegen am Donnerstag 87 neue positive Testergebnisse vor.

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Allein beim Schlachthof von Vion in Emstek gibt es derzeit 154 Coronafälle. Archivfoto: dpa

Allein beim Schlachthof von Vion in Emstek gibt es derzeit 154 Coronafälle. Archivfoto: dpa

Etwa 40 Prozent aller derzeitigen Coronafälle im Landkreis Cloppenburg gehen auf die fleischverarbeitende Industrie zurück. Das ergibt eine Anfrage von OM Online an die Cloppenburger Kreisverwaltung. Wie bereits berichtet, gibt es aktuell Infektionsketten an drei Schlachthöfen: bei Vion in Emstek, Goldschmaus in Garrel und Danish Crown in Essen. 

"Die Summe der positiv getesteten Personen in den drei Betrieben beträgt 304", erklärt Kreissprecher Frank Beumker am Donnerstag gegenüber OM Online. Die Tendenz ist weiter steigend. Denn auch unter den am Donnerstag gemeldeten 87 Neuinfektionen seien wieder Fälle, die auf diese Infektionsketten zurückzuführen sind.

Nach derzeitigem Stand verteilen sich diese 304 Infektionen wie folgt:

  • 154 Coronafälle bei Vion in Emstek
  • 81 Coronafälle bei Goldschmaus in Garrel
  • 69 Coronafälle bei Danish Crown in Essen

Zu den Zahlen der Schlachthöfe in Essen und Garrel muss allerdings noch angemerkt werden, dass dies nur die infizierten Mitarbeiter sind, die auch im Landkreis Cloppenburg wohnen. Vom Gesundheitsamt wurden dementsprechend Infizierte, die zum Beispiel in den Nachbarlandkreisen Oldenburg und Osnabrück ihren Wohnsitz haben, nicht erfasst, weil in diesem Fall andere Gesundheitsämter zuständig sind. Bei der Infektionskette im Schlachthof von Vion sind hingegen auch Mitarbeiter erfasst worden, die außerhalb des Landkreises Cloppenburg wohnen.

Impfquote variiert von Schlachthof zu Schlachthof

Wie bereits berichtet, variiert die Impfquote von Schlachthof zu Schlachthof. Mit Blick auf die "drei größten Schlachthöfe im Landkreis" liege die Quote "zwischen 30 und 70 Prozent", erklärt Beumker am Donnerstagnachmittag. Die betroffenen Unternehmen haben gegenüber OM Online auch auf die derzeitige Situation in Osteuropa verwiesen.  Der überwiegende Teil der positiv Getesteten bei Vion ist bislang nicht geimpft, zudem vermuten die Verantwortlichen als Gründe unter anderem die Delta-Variante sowie ein hohes Infektionsgeschehen in den Heimatländern der Mitarbeiter. 

Mit Stand von Ende Oktober haben zum Beispiel in Rumänien nur knapp 35 Prozent einen vollständigen Impfschutz. Das gesamte Baltikum und Bulgarien gelten wie Rumänien als Corona-Hochrisikogebiete. Wer von dort nach Deutschland einreist, muss sich in für zehn Tage in Quarantäne begeben. Die Zeit kann mit einem Impfnachweis verkürzt werden, mit einem negativen Test frühestens nach fünf Tagen.

Die aktuelle Auswertung der aktuellen Zahlen bedeutet im Umkehrschluss aber auch: "Mehr als 60 Prozent aller 759 aktuell positiv getesteten Personen im Landkreis Cloppenburg kommen aus anderen Bereichen", berichtet Beumker. Den am Donnerstag gemeldeten 87 neuen Coronafälle stehen 21 Personen, die als genesen gelten. Am Vortag lag die Zahl der aktiven und nachgewiesenen Infektionen bei 693.

Derzeit werden 14 infizierte Patienten stationär in einem der drei Krankenhäuser im Kreisgebiet behandelt - 5 von ihnen intensivmedizinisch. Aktuell stehen 864 Einwohner unter amtlich angeordneter Quarantäne - das sind über 100 Einwohner mehr, als am Vortag. Wie bereits berichtet, hat das Robert-Koch-Institut am Donnerstag für den Landkreis Cloppenburg eine 7-Tage-Inzidenz von 242,1.

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