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Cloppenburger 7-Tage-Inzidenz schießt weiter in die Höhe

Innerhalb von drei Tagen sind 330 neue Coronafälle nachgewiesen worden. Das drückt den Inzidenzwert weiter nach oben - auf jetzt 242,1. Auch im Landkreis Vechta steigt die Inzidenz.

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Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Cloppenburg hat einen weiteren großen Sprung nach oben gemacht. Laut aktueller Berechnung des Robert-Koch-Institutes von Donnerstagmorgen liegt der Wert jetzt bei 242,1 und ist damit im Vergleich zum Vortag (217,8) deutlich gestiegen. Die aktuelle Berechnung basiert auf 418 Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen. Wie bereits berichtet, hat das Cloppenburger Gesundheitsamt allein zwischen Montag und Mittwoch 330 im Cloppenburger Kreisgebiet gemeldet.

Damit weist der Landkreis Cloppenburg weiterhin die höchste 7-Tage-Inzidenz in ganz Niedersachsen auf - und das mit einem sehr deutlichen Abstand. Zum Vergleich: Für den Nachbarlandkreis Emsland wird die landesweit zweithöchste 7-Tage-Inzidenz mit 121,6 angegeben.

Laut emsländischer Kreisverwaltung sind dabei vor allem die Samtgemeinden Werlte, Sögel und Dörpen besonders betroffen. "Anders als in früheren Phasen der Pandemie sind diese Werte jedoch nicht in erster Linie auf große betriebliche Ausbruchsgeschehen zurückzuführen, sondern ergeben sich aus der Summe vieler Einzelfälle, aus denen nicht selten zum Teil auch größere familiäre Häufungen resultieren", erklärt die Kreisverwaltung. 

Die landesweit dritthöchste 7-Tage-Inzidenz meldet das Robert-Koch-Institut für den Landkreis Vechta. Auch hier ist die Inzidenzwert gestiegen - auf jetzt 105,1 (Vortag: 89,8). Die aktuelle Berechnung basiert auf 151 Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen. Wie bereits berichtet, bereitet sich das Vechtaer Gesundheitsamt auf weiter steigende Fallzahlen vor - unter anderem auch mit Blick auf die derzeitige Entwicklung im Nachbarlandkreis Cloppenburg.

Emslands Landrat kritisiert Vorgaben zur Kontaktnachverfolgung

Emslands Landrat Marc-André Burgdorf kritisiert derweil die Vorgaben des Bundes zum Aufwand, den das Gesundheitsamt beim Vorliegen eines positiven Testergebnisses betreiben muss. Zwar sei die Situation im Emsland insgesamt nicht mit dem Vorjahr zu vergleichen, die Belastung für den öffentlichen Gesundheitsdienst bleibe jedoch weiter hoch. „Es kann nicht sein, dass unser Gesundheitsamt tagtäglich aufwändige Recherche betreibt, um Fälle zu rekonstruieren, Telefonnummern der Kontakte zu ermitteln und dann Hunderte Menschen ans Telefon zu bekommen – um letztlich zu erfahren, dass der Großteil geimpft und nichts Weiteres zu veranlassen ist“, kritisiert Burgdorf.

Der landesweite Corona-Messwert "Hospitalisierung" liegt laut aktuellen Angaben aus Hannover bei 3,0 (Vortag: 2,7). Wenn dieser Wertüber 6 liegt, ist die Grundvoraussetzung für die 1. Corona-Warnstufe gegeben. Sowohl im Landkreis Cloppenburg, als auch im Landkreis Vechta gilt weiterhin die 3G-Regel in geschlossenen Räumen. Der Grund dafür: Seit Ende August liegt die 7-Tage-Inzidenz in beiden Landkreisen oberhalb von 50.

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