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Am Dümmer sollen Anfang 2023 die Bagger rollen

Dammes Bürgermeister Mike Otte sagt, die Bürger müssten endlich sehen, dass sich etwas im Bereich Olgahafen tut. Die Zeit des Ankündigens solle endlich vorbei sein.

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Soll attraktiver werden: Die Stadt Damme will den Bereich am Dümmer am Gelände der Seglervereine und rund um die Slipanlage ab Anfang 2023 touristisch aufwerten lassen. Dafür gibt es einen Zuschuss aus dem Dorfentwicklungsprogramm. Foto: Lammert

Soll attraktiver werden: Die Stadt Damme will den Bereich am Dümmer am Gelände der Seglervereine und rund um die Slipanlage ab Anfang 2023 touristisch aufwerten lassen. Dafür gibt es einen Zuschuss aus dem Dorfentwicklungsprogramm. Foto: Lammert

Anfang des kommenden Jahres könnte die erste Maßnahme starten, um den Olgahafen in Dümmerlohausen attraktiver zu machen. Dammes Bürgermeister Mike Otte (CDU) teilte bei der Mitgliederversammlung des Vereins Tourist-Information (TI) Erholungsgebiet Damme Berge auf dem Gelände des Unternehmens Kettler-Event in Hörsten mit, dass die Umgestaltung des Bereichs bei der Slipanlage und dem Gelände der Seglervereine beginnen könnte, sobald die Ausschreibung über die Bühne und die Vergabe des Auftrags erfolgt ist.

Damme und Samtgemeinde Altes Amt Lemförde kooperieren gut bei Planung

Vorgesehen ist unter anderem, neue Aufenthalts- und Ruhebereiche zu schaffen, einen Weg entlang des Seglergeländes vorbeizuführen, damit Interessierte einen besseren Einblick auf das Gelände haben, und einen Bereich für Veranstaltungen zu bauen.

Die Stadt Damme plant diese Maßnahme auf fremden Gebiet, denn die Flächen gehören zur Samtgemeinde Altes Amt Lemförde. Die Kooperation mit der Samtgemeinde sei sehr gut, sagte Mike Otte. Offensichtlich hat sich in den Kommunen rund um den Dümmer inzwischen die Erkenntnis durchgesetzt, dass Touristen nicht an einer Gemeindegrenze Halt machen, sondern sich der Dümmer als Ganzes vermarkten muss.

Dank: Dr. Wolfgang Krug (rechts) überreichte Bernard Meyer eine Urkunde und eine Grubenlampe. Foto: LammertDank: Dr. Wolfgang Krug (rechts) überreichte Bernard Meyer eine Urkunde und eine Grubenlampe. Foto: Lammert

Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich nach Schätzungen der Stadt Damme auf rund eine Million Euro. Das Amt für regionale Landesentwicklung hat der Stadt im Rahmen des Dorfentwicklungsprogrammes "Damme-Ost", zu dem auch Dümmerlohausen gehört, einen Zuschuss in Höhe von 53 Prozent zugesagt.

"Die Besucher müssen sehen, dass sich endlich was tut am Olgahafen."Mike Otte

Für Mike Otte ist der nahende Beginn dieser Maßnahme aus vielen Gründen wichtig. Vor allem aber auch deswegen: "Die Besucher müssen sehen, dass sich endlich was tut am Olgahafen."

Wann die anderen geplanten Maßnahmen wie der Bau des neuen Parkplatzes und des Wohnmobilstellplatzes im Bereich des Dümmerrandkanals beginnen, ließ der Dammer Bürgermeister offen. Hier gelte es auch die Planungen Marc Hoffmanns zu berücksichtigen, der sein Gebäude mit Restaurant und der Aalräucherei in Richtung Randkanal erweitern möchte. Das wiederum hat Einfluss auf die Größe des neuen Parkplatzes.

Bernd Stolle informiert über "RIEK"

TI-Geschäftsführer Bernd Stolle stellte während der vom Vorsitzenden Dr. Wolfgang Krug geleiteten Zusammenkunft das von ihm initiierte Projekt "Regionales Infrastruktur-Entwicklungskonzept" (RIEK) vor, das die TI und der Zweckverband Erholungsgebiet Dammer Berge in Auftrag geben wollen, um den Südkreis Vechta in Sachen Tourismus besser aufzustellen. Ein Grund dafür sei die wachsende Konkurrenz durch die angrenzenden Urlaubsregionen wie dem Alfsee und Lembruch mit dem Marissa-Ferienpark und Hüde.

Geplant ist, ein Beratungsunternehmen mit einer Analyse der TI-Gemeinden Damme, Holdorf, Neuenkirchen-Vörden und Steinfeld unter touristischen Aspekten wie Radwegen, Wanderwegen, allgemeinen Beschilderungen oder auch den Museen zu beauftragen. In einem 2. Schritt wird eine Online-Befragung unter etwa 500 TI-Mitgliedern, Vertretern der Politik, des Einzelhandels und anderen Bürgern stattfinden, in der es um die Beurteilung des Freizeitwertes der Region aus ihrer Sicht geht.

Abschlussbericht soll im Frühjahr 2023 vorliegen

Daran schließt sich ein eintägiger Workshop mit ausgewählten 50 Personen an. Wenn der Abschluss- und Ergebnisbericht der Beratungsfirma im April oder Mai vorliegt, sollen sich nach Worten Bernd Stolles die vier Räte der Südkreiskommunen mit der Umsetzung von kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen befassen.

Dazu gehört etwa die Absprache über den Grünschnitt entlang der Radwege ebenso wie die Verbesserung der Wanderwege und die Aufwertung der Wanderinfrastruktur etwa durch Wanderparkplätze und neue Wanderhütten oder auch der Bau von Aussichtstürmen. Parallel soll die Beratungsfirma nach Fördertöpfen für einzelne Vorhaben suchen.

Aus Leader-Programm sollen höhere Zuschüsse fließen

Über das Thema Fördermittel sprach auch Dr. Wolfgang Krug als Vorsitzender des Regionalmanagements Leader-Region Vechta. Er teilte mit, der Landkreis werde wohl in die neue fünfjährige Förderperiode ab 2023 aufgenommen. In Aussicht stünden insgesamt 3,5 Millionen Euro. Im Kreis Vechta gebe es die Überlegung, die Förderhöhen zu ändern.

Gab es bisher höchstens 50 Prozent Zuschuss, maximal aber 100.000 Euro, sollen es zukünftig bis zu 200.000 Euro sein. Gemeinnützige Vereine sollen sogar einen Zuschuss von bis zu 75 Prozent erhalten können.

Letzte Erzbergwerksführung ist am 30. Oktober

Auch eine traurige Nachricht gab es: Dr. Krug teilte mit, dass nach 10 Jahren am 30. Oktober die letzte Führung durch die Erzbergwerksausstellung auf dem ehemaligen Bergwerksgelände, das heute der Firma Paul Schockemöhle Logistics gehört, stattfinden wird. Der Grund: Die beiden Gästeführer Bernard Meyer und Heinrich Meyer-Nordhofe hören auf, Nachfolger hat die TI nicht gefunden.

Lobende Worte: Dr. Krug (rechts) dankte Thomas Heese-Forth für die Unterstützung bei der Ausstellung über das ehemalige Erzbergwerk. Foto: LammertLobende Worte: Dr. Krug (rechts) dankte Thomas Heese-Forth für die Unterstützung bei der Ausstellung über das ehemalige Erzbergwerk. Foto: Lammert

Dr. Krug dankte Bernard Meyer mit einer Urkunde und einer originalen Grubenlampe für sein Engagement. Die Ehrung Heinrich Meyer-Nordhofes holt der Vorstand nach. Seit 2012 hatten rund 500 Führungen mit etwa 11.000 Teilnehmern stattgefunden.

Eine weitere Urkunde überreichte Dr. Krug an den Schockemöhle-Logistics-Geschäftsführer Thomas Heese-Forth als Dank für die sehr gute Zusammenarbeit und die große Unterstützung der Ausstellung durch das Unternehmen.

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