Der langjährige Steinfelder Gemeindedirektor Peter Möllmann feiert am Montag (8. März) seinen 75. Geburtstag. Während seiner knapp 25-jährigen Dienstzeit vom 1. Februar 1982 bis zum 30. Juni 2006 entwickelte sich die Kommune im Süden des Landkreises Vechta sehr dynamisch – und wurde deshalb auch als das "Bayern Südoldenburgs" bezeichnet. Über die Entwicklungen in Steinfeld hält sich Möllmann noch heute auf dem Laufenden.
Die Presse nannte Möllmann mehrfach den „Macher aus dem Südkreis“. Ein Beispiel für die Entwicklung war unter anderem die Ortskernsanierung nach dem Städtebauförderungsgesetz. Mehr als 15 Millionen Deutsche Mark – bei einer 66-Prozent-Förderung von Bund und Land – flossen damals in die Ortsumgehung im Zuge der Bundesstraße 214 und die Neuordnung der Verkehrsführung in Steinfeld sowie die Dorferneuerung und den Bau der Sporthalle in Mühlen. Unter Möllmanns Ägide errichtete die Gemeinde eine neue Kläranlage in Düpe und gründete den Eigenbetrieb "Gemeinde Steinfeld - Abwasserwerk".
Erhalt der plattdeutschen Sprache war dem gebürtigen Beverbrucher stets ein Anliegen
Auch die Wirtschaft in Steinfeld und Mühlen entwickelte sich in Möllmanns Dienstzeit stark. So stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 90 Prozent. Auf seine Verdienste angesprochen, sagt Möllmann: "Die Aufgaben als Gemeindedirektor und ‚Rathauschef‘ habe ich stets gern und mit Engagement wahrgenommen. Dabei haben mir aber viele Menschen geholfen. Wir waren in Steinfeld ein Team – es war keine Einzelleistung."
Politik und Verwaltung, insbesondere die Bürgermeister Clemens gr. Holthaus und Herbert Kruse, der langjährige CDU-Fraktionschef Gottfried Pille und die "sehr motivierten Mitarbeiter" im Rathaus, hätten diese Leistungen erbracht, sagt Möllmann – "es waren Spitzenleistungen für eine kleine Gemeindeverwaltung".
Der Erhalt der plattdeutschen Sprache war dem gebürtigen Beverbrucher stets ein Anliegen. So rief er 1985 als erster Standesbeamter im Oldenburger Land die plattdeutsche Trauung ins Leben. Im Jahr 2004 brachte er die Idee für das "Plattdeutsche Jahr" im Oldenburger Münsterland auf den Weg.
Zusammen mit dem Zustifter, der Reitsportlegende Paul Schockemöhle, gründete er 2008 die Stiftung „Unsere Kinder“ Steinfeld-Mühlen. Diese widmet sich den Belangen benachteiligter Kinder und Jugendlicher in der Gemeinde und gibt Hilfestellung.
Jubilar lebt seit 2015 mit seiner Frau Maria in Nikolausdorf
Der Jubilar lebt seit 2015 mit seiner Frau Maria wieder in seiner Heimat Nikolausdorf in der Gemeinde Garrel. Das Ehepaar hat 2 erwachsene Kinder. Auch als Ruheständler setzt sich Möllmann weiter ehrenamtlich für das Gemeinwohl ein. Er gilt als Vater des Bürgervereins Nikolausdorf, der 2016 gegründet wurde.
Möllmann hat sich erfolgreich für mehr Baugrundstücke für junge Familien in Nikolausdorf eingesetzt. Auf seine Initiative hin taten sich die Gemeinden Großenkneten und Garrel zusammen, um in einem gemeinsamen Projekt über die kommunalen und Landkreisgrenzen hinweg als Dorfregion „beidseits der Lethe“ verschiedene Fördertöpfe für die Dorfentwicklung anzuzapfen.
Auf seiner "Wunsch- und Entwicklungsliste" für seine Heimat Beverbruch/Nikolausdorf steht noch eine Sporthalle nach Mühler Vorbild. Sein persönlicher Geburtstagswunsch: "Die Impfung gegen Corona für mich und meine Frau, damit wir weiterhin in der Dorfgemeinschaft aktiv sein können."