Alle Wege führen nach... OM
Kolumne: Wer blind in einen Stau hineinfährt, ist selbst schuld. Der Profi tüftelt Alternativrouten aus – und zeigt sich, bitteschön, begeistert.
Heiko Bosse | 14.01.2026
Kolumne: Wer blind in einen Stau hineinfährt, ist selbst schuld. Der Profi tüftelt Alternativrouten aus – und zeigt sich, bitteschön, begeistert.
Heiko Bosse | 14.01.2026

Auf den Straßen wird’s aber auch immer voller! Ein Satz, der einem durchaus mehrmals wöchentlich zu Ohren kommen kann. Wem der morgendliche Berufs- oder aber auch der mittägliche Schüler- und Schulbusverkehr zwischen Barßel und Damme noch nicht ausreicht, der fährt einfach mal ganz entspannt in den Urlaub. Denn erst, wer zur Linken die Krane im Hamburger Hafen und zur Rechten die Köhlbrandbrücke erspäht, der weiß, dass er in einem der Epizentren deutscher Verkehrsplanung angekommen ist. Die letzten paar Jährchen bis zum Abschluss der Baustelle im Jahr 2087 müssen wir also noch genießen, es wird sich später doch so schnell keine Chance mehr ergeben, die Kacheln im Elbtunnel zählen zu können. Wer deren exakte Anzahl hingegen schon kennt und einfach mal wortwörtlich fließend von Nord nach Süd – oder umgekehrt – kommen möchte, der wählt sich noch in der Urlaubsunterkunft eine ausgefuchste Alternativroute. Da können uns Eppendorf, Altona und Bahrenfeld aber mal gernhaben, Freunde! Das Zauberwort lautet „Elbfähre Glückstadt Wischhafen“. Wir sind uns bewusst, dass diese Route vielleicht ’ne Stunde länger dauern mag, aber wenn wir uns die Staus in Hamburg und Bremen sparen, kommt’s am Ende wieder aufs selbe raus und ist weniger stressig für alle Beteiligten – hier insbesondere den Fahrer. Und so führt die entspannte Ausfahrt von Niebüll über Flensburg in Richtung Oldenburger Münsterland durch Orte, deren Existenz man bislang nicht ansatzweise ahnte: Schafstedt, Nordhastedt, Ottenbüttel oder auch Krempdorf. Dass es auch auf Land- beziehungsweise Bundesstraßen die eine oder andere Baustelle samt Umleitung geben kann, hatte ich ehrlicherweise ein Stück weit verdrängt. Während ich von der Zeit her – ohne Stau – in etwa auf Höhe Bremen gewesen wäre, geht es nun entspannt und fernab jedes Autobahntrubels auf die Elbfähre in Glückstadt. Gemeinsam mit einer Handvoll Lkw setzen mein Kfz und ich über, um uns im Anschluss durch – sagen wir – weites Land grob in Richtung Bremerhaven durchzuschlagen. Von dort aus nur noch über Brake und vorbei an Oldenburg, ist die Heimat OM schon in Sichtweite. Nun muss man sagen, dass es im Winter natürlich auch echt früh dunkel wird… Um 10 Uhr in Nordfriesland gestartet, lade ich gegen 18.30 Uhr in Cloppenburg die Koffer aus dem Wagen, um im Keller die Waschmaschine anzuschmeißen. Da haben wir dem Großraum Hamburg mit unserer ausgeklügelten Alternativroute aber fein ein Schnippchen geschlagen – und zudem noch was von der „Welt“ gesehen…!Die Fähre schlägt dem Tunnel ein Schnippchen
Während der Autobahnfahrer seit 3 Stunden zu Hause ist...
Zur Person:
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