7 Monate geschlossen: Hallenbad Emstek muss saniert werden
Die Gemeinde Emstek will ihr Hallenbad 2024 erneuern. Einschränkungen sind programmiert. Die Kommune nennt einen ersten Zeitplan, wann die Halle geschlossen wird.
Sandra Hoff | 01.11.2023
Die Gemeinde Emstek will ihr Hallenbad 2024 erneuern. Einschränkungen sind programmiert. Die Kommune nennt einen ersten Zeitplan, wann die Halle geschlossen wird.
Sandra Hoff | 01.11.2023

In die Jahre gekommen: Das Hallenbad in Emstek ist mehr als 50 Jahre alt. Foto: Hoff
Das Emsteker Hallenbad ist dringend sanierungsbedürftig. Das hat Konsequenzen, denn ab Mai 2024 bleiben Schulen, Vereine und Badegäste bis Ende des nächsten Jahres erst einmal auf dem Trockenen. Der Schwimmunterricht muss ausfallen. Die mehr als 50 Jahre alte Schwimmhalle in der Ostlandstraße weist nach einer baulichen und technischen Beurteilung Mängel auf, die zeitnah behoben werden müssen. "Es gibt viele Dinge, die im Argen liegen. Die Technik ist einfach in die Jahre gekommen. Wir sprechen hier von Undichtigkeiten im gesamten Schwimmbeckenbereich. Im Keller haben wir etliche Leckstellen und dort ist die gesamte Heiz-, Lüftungs- und Schwimmbadtechnik untergebracht", informierte Bauamtsmitarbeiter Hermann Bruns während einer Ortsbegehung. Zwar seien provisorische Ab- und Überläufe immer wieder eingebaut und nachgerüstet worden, allerdings sei die Heiz-, Lüftungs- und Steuerungstechnik so stark beeinträchtigt, dass das Schwimmbadpersonal ständig kontrollieren müsse, ob noch alles in Ordnung sei. Das koste unnötig Zeit. "Die Verrohrungen des Schwimmbeckens, insbesondere die Abwasserleitungen, sind einfach veraltet und marode. Wir haben natürlich auch einen sehr hohen Energieverlust, weil die Lüftungsanlage einfach nicht mehr auf dem neuesten Stand ist und Leckagen aufweist", erklärte Bruns. Was soll jetzt gemacht werden? Das Schwimmbecken bekommt einen neuen Anstrich. Alles wird neu verfliest, damit gehen auch entsprechende Abdichtungs- und Estricharbeiten einher. Die gesamte Lüftungsanlage wird mit integrierter Wärmerückgewinnung erneuert. Zudem werden die Heizungsanlage sowie die beeinträchtigte Leitungsführung und Warmwasserverteilung instand gesetzt. "Die Heizungsanlage werden wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht in Gänze erneuern. Wir wollen zunächst ein Konzept erarbeiten, das die direkt anliegenden Objekte der Gemeinde, etwa die Oberschule, die zum Großteil auch jetzt schon durch die Heizungsanlage sowie ein Blockheizkraftwerk des Schwimmbades mit Warmwasser versorgt werden, mit einbezieht", sagte Bruns. Grundsätzlich müssten auch noch Gespräche mit der EWE geführt werden, um zu erarbeiten, wie es mit dem Blockheizkraftwerk weitergehe. Bereits neu eingebaut wurde eine Chloranlage. Statt auf Flüssigchlor wird nun auf Chlorgranulat gesetzt. Dadurch ist eine bessere Dosierung möglich, auch ist die neue Anlage Energie sparender, weil zur Regulierung des Chlorgehalts weniger Frischwasser erwärmt und zugeführt werden muss. Ursprünglich sollte die Maßnahme bereits 2023 durchgeführt werden. Seinerzeit belief sich die Kostenschätzung auf etwa 600.000 Euro. Zuvor waren Fördermittel beim Niedersächsischen Innenministerium beantragt worden, "195.000 Euro wurden uns bewilligt", berichtete Bürgermeister Michael Fischer. Weil sich im Zuge der konkreteren Bestandsanalyse weitere Baustellen gezeigt hatten, wurde die Durchführung in Abstimmung mit dem Fördergeldgeber auf 2024 vertagt. Um die sechsstellige Summer aber abrufen zu können, müssen die Arbeiten bis Ende nächsten Jahres fertiggestellt sein. Aktuell werde aber noch geprüft, ob noch weitere Fördergelder generiert werden können. "Ob sich die terminliche Verschiebung auf die bisher kalkulierten Kosten niederschlagen wird, wird derzeit mit einem Fachplaner erarbeitet. Wir sind immer noch in der Bestandsaufnahme der Mängelliste", informierte Bruns.Alles wird neu verfliest

Arbeiten müssen bis Ende 2024 beendet sein
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