500 Aufnahmen zieren den Zaun zum Siedlerplatz
Die Siedlergemeinschaft Voßberg legt eine Fotoschau auf. Die Bilder zeigen das nachbarschaftliche Leben der vergangenen Jahrzehnte.
Andreas Timphaus | 20.07.2020
Die Siedlergemeinschaft Voßberg legt eine Fotoschau auf. Die Bilder zeigen das nachbarschaftliche Leben der vergangenen Jahrzehnte.
Andreas Timphaus | 20.07.2020

Ein umtriebiges Trio: Vorsitzender Jörg Fangmann (links) und Jugendwart Kevin Crabb (rechts) haben in etwa 250 Stunden exakt 500 Bilder für die Fotoschau ausgewählt. Ein Großteil der Aufnahmen stammte aus dem Archiv von Josef Schlarmann. Foto: Timphaus
Am Marderweg in Lohne gibt's etwas Neues zu entdecken: Die Siedlergemeinschaft Voßberg hat eingangs des dortigen Siedlerplatzes eine Fotoschau aufgelegt. Exakt 500 Aufnahmen illustrieren das nachbarschaftliche Leben der vergangenen mehr als sechs Jahrzehnte. Etwa 250 Stunden haben der Siedlergemeinschafts-Vorsitzende Jörg Fangmann, und der "Mann für alles", Kevin Crabb, nach eigenen Angaben für das Sammeln, Aufbereiten und Auswählen der Bilder aufgewendet. Ein Groß teil der Impressionen stammt aus dem Archiv von Josef Schlarmann. "Wir haben den Bilderreigen in vier Kapitel aufgeteilt: Zunächst die 1960er, 70er und 80er Jahre, dann von 1990 bis 2010, 2011 bis 2016 und 2017 bis heute", sagt Fangmann. Auf den Fotos lassen sich mehrere Generationen von Voßbergern entdecken. "Wir hoffen darauf, dass sich viele Menschen die Bilder anschauen", sagt Crabb und fügt hinzu, dass zahlreiche Aufnahmen zuvor noch nie in der Öffentlichkeit gezeigt wurden. "Diese kleine Ausstellung soll Erinnerungen wecken", sagt Fangmann. Noch bis mindestens Ende Juli zieren die vier großen Kunststoffplanen mit den Bildern den Zaun zum Siedlerplatz am Marderweg. Angebunden an die Fotoschau ist ein Quiz. In einem Kasten stehen Formulare zur Teilnahme bereit. "Wir möchten, dass sich die Leute mit den Bildern beschäftigen", erläutert Fangmann. Ausgefüllte Zettel werden an das "SGV-Telefon" (0163/2843240) geschickt und wandern in einen Topf. Für die Gewinner gibt es "kleine Wertschätzungen". Das alles passiert, weil das Siedlerfest aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen muss. Am Freitag (24. Juli) soll dennoch in kleiner Runde nach altbekannter Art der "Antonia-Elisabeth-Weg" – der Ursprung der 1958 gegründeten Siedlergemeinschaft – gesperrt werden, damit kein Gewohnheitsrecht entsteht. "Außerdem können wir so unsere Zählung fortsetzen", sagt Crabb. Am Samstag (25. Juli) steigt unter Wahrung der Hygiene- und Abstandsregeln eine Nachbarschaftsolympiade. "Wir haben verschiedene Spiele vorbereitet, die jede Straße für sich durchführt", sagt Fangmann, der mindestens zehn Teams erwartet. Die spaßige Aktion sei als "Plattform für Gemeinschaft" gedacht. "Die Leute sollen im kleinen Kreis trotzdem das Siedlerfest feiern." Die siegreiche Nachbarschaft wird am Sonntag (26. Juli) gekürt – auf der Homepage des Vereins (www.vossberg-lohne.de), zusammen mit einem Zusammenschnitt der Spiele der einzelnen Teams. "So kommen alle Voßberger, die nicht als Zuschauer live dabei sein können, trotzdem auf ihre Kosten", sagt Crabb. Übrigens: Im kommenden Jahr soll das wohl größte Nachbarschaftsfest Lohnes wieder wie gewohnt stattfinden. Der Termin steht bereits fest: Es ist das Wochenende vom 23. bis 25. Juli 2021.
Nachbarschaftsolympiade steigt am Samstag
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