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27 weitere Sirenen: Kreis Cloppenburg will Infrastruktur ausbauen

Die Kreisverwaltung will Fördermittel für die Umsetzung einwerben, die Gesamtkosten liegen bei über 650.000 Euro. Auch die Städte und Gemeinden sind bei der Planung mit im Boot.

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Auf dem Feuerwehrhaus: Die Sirene in Cloppenburg soll auch erneuert werden. Foto: Hermes

Auf dem Feuerwehrhaus: Die Sirene in Cloppenburg soll auch erneuert werden. Foto: Hermes

27 weitere Sirenen will der Landkreis Cloppenburg in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden einrichten, bislang gibt es 30 Exemplare im gesamten Kreisgebiet. Der Ausschuss für Planung, Umwelt und Klimaschutz empfahl einstimmig die Modernisierung, wenn sich die Gemeinden finanziell beteiligen. Die Kreisverwaltung schlägt eine Teilung der Kosten vor, weitere Gespräche mit den Bürgermeistern würden noch geführt.

Zudem sollen Fördermittel von Bund und Land eingeworben werden. Denn aufgrund der Flutkatastrophe im Ahrtal sowie des Ukraine-Krieges wollen beide die Sireneninfrastruktur ausbauen. Der Landkreis hat in diesem Zusammenhang gemeinsam mit den Städten und Gemeinden sowie den örtlichen Feuerwehren den Bedarf erörtert.

Bisherige Standorte sollen modernisiert werden

Laut Beschlussvorlage belaufen sich die Kosten für die Maßnahme auf 664.750 Euro. Neben den neuen Standorten sollen die bisherigen modernisiert werden. Die Planung beinhaltet 57 Sirenen, die Errichtung, sechs Masten und 57 Steuergeräte. Nach weiteren Angaben der Verwaltung besteht die Möglichkeit, die Sirenen der Feuerwehren über Fördermittel des Katastrophenschutzes zu erneuern und sowohl für die Feuerwehr als auch für den Katastrophenschutz zu nutzen.

Die Sirenen seien Teil einer Mischung aus verschiedenen Warnmitteln. Hierzu zählen außerdem Warn-Apps wie beispielsweise "BIWAPP" oder "CLP!" sowie Radio, Fernsehen oder Onlineplattformen der Printmedien. So soll der Weckeffekt die Menschen auf eine Gefahrenlage aufmerksam machen, anschließend würden konkrete Informationen mit entsprechenden Handlungsempfehlungen weitergegeben.

lm Landkreis Cloppenburg gibt es zurzeit 30 Sirenen

lm Landkreis Cloppenburg sind insgesamt 30 Sirenen auf einer Fläche von 1418 Quadratkilometern vorhanden. Zum Vergleich: Im Landkreis Wesermarsch sind es bei 822 Quadratkilometern 82 Sirenen, der Landkreis Verden verfügt über 198 Sirenen bei 787 Quadratkilometern. Bei 1064 Quadratkilometern Größe sind zurzeit im Landkreis Oldenburg 78 Sirenen vorhanden.

Die Sirenen im Kreis Cloppenburg werden ausschließlich von der Großleitstelle Oldenburger Land auf Anforderung ausgelöst. Genutzt werde dabei noch eine veraltete analoge Technik, die nach derzeitigem Kenntnisstand nur noch zeitlich begrenzt genutzt werden könne. "Es ist daher erforderlich, die Sirenenstandorte auf eine zusätzliche digitale Technik umzurüsten", so die Verwaltung.

Neue Technik mit Akkusystem geplant

Die nun geplante Technik arbeite zusätzlich mit einem Akkusystem, so dass die Sirenen auch bei einem Stromausfall über das Behördennetz ausgelöst werden können. Des Weiteren biete sie die Möglichkeit, neben Sirenentönen auch Sprache wiederzugeben, so dass darüber konkrete Warnungen an die Bevölkerung herausgegeben werden können. "Dies wäre auch dann möglich, wenn Fernseher oder Radios wegen eines Stromausfalls nicht verfügbar wären", heißt es in der Beschlussvorlage. Zudem könnten diese Sirenen im Bedarfsfall nicht nur durch die örtlichen Behörden, sondern auch von der Großleitstelle oder dem Bundesamt für Katastrophenschutz ausgelöst werden.

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