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"Stage 7" ist eine echte Marke in der Tanzszene

Der Lohner Tanzverein feiert sein Fünfjähriges. Die Entwicklung ist enorm. Doch die Verantwortlichen sehen noch viel Potenzial in ihrer Passion.

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Der erweiterte Vorstand von "Stage 7": Hinten von links: Nils Leeroy Aumann (Trainer), Sabrina Meyer (Protokollführerin), Anna Grobelny (Trainerin), Pia Bröring und Romina Depetro; Mitte von links: Michel Grobelny (2. Vorsitzender), Franziska Gericke (Kassenwartin), Peter Götting (1. Vorsitzender) sowie vorne von links: Erika Sperling (Trainerin) und Judith Koslowski. Foto: Stage 7

Der erweiterte Vorstand von "Stage 7": Hinten von links: Nils Leeroy Aumann (Trainer), Sabrina Meyer (Protokollführerin), Anna Grobelny (Trainerin), Pia Bröring und Romina Depetro; Mitte von links: Michel Grobelny (2. Vorsitzender), Franziska Gericke (Kassenwartin), Peter Götting (1. Vorsitzender) sowie vorne von links: Erika Sperling (Trainerin) und Judith Koslowski. Foto: Stage 7

Happy Birthday, "Stage 7"! Der Lohner Tanzverein feiert in diesem Jahr sein fünfjähriges Bestehen. Zum Geburtstag blicken vier der Gründungsmitglieder – Anna Grobelny, Erika Sperling, Peter Götting und Franziska Gericke – auf die Anfänge zurück. Sie berichten über die enorme Entwicklung des Vereins, künftige Projekte, ihre Leidenschaft fürs Tanzen und einen großen Traum, der demnächst in Erfüllung geht. 

"Stage 7 - Tanzhaus Lohne" wurde am 2. Juli 2015 offiziell ins Vereinsregister eingetragen. Zu den neun Gründungsmitgliedern gehörten damals Anna und Michel Grobelny, Erika Sperling, Franziska Gericke, Peter Götting, Nils Leeroy Aumann, Sabrina Meyer, Jenny Bramlage und Denise Koldehoff.

Hip-Hop wurde in Lohne aber schon deutlich länger getanzt. Anna Grobelny und Erika Sperling gaben unter anderem Kurse im Jugendtreff und in diversen Tanzschulen. Die Formation "Selected" – laut Sperling "das Mutterschiff des Vereins" – existiert schon fast 15 Jahre. 

Eine große Tanzfamilie: Bei Stage 7 legen die Verantwortlichen viel Wert auf die Gemeinschaft. Das Gruppenfoto entstand auf dem Lohner Stadtfest im vergangenen Jahr, auf dem sich der Verein präsentierte. Foto: KroneEine große Tanzfamilie: Bei "Stage 7" legen die Verantwortlichen viel Wert auf die Gemeinschaft. Das Gruppenfoto entstand auf dem Lohner Stadtfest im vergangenen Jahr, auf dem sich der Verein präsentierte. Foto: Krone

Enorme Entwicklung seit der Vereinsgründung

Innerhalb von fünf Jahren seit der Gründung hat der Tanzverein eine enorme Entwicklung genommen. Aktuell zählt "Stage 7" exakt 466 Mitglieder. "Aufgrund der Corona-Krise sind ein paar Personen abgesprungen. Aber wir rechnen damit, dass die Zahlen nach den Sommerferien wieder ansteigen", sagt Sperling, die zugibt, mit dem Zulauf niemals gerechnet zu haben. "Die 500 wollen wir 2020 noch knacken."

"Stage 7" ist mittlerweile eine echte Marke in der Tanzszene. Die Mitglieder des Vereins stammen aus nahezu allen Orten des Landkreises Vechta. Inzwischen melden sich auch zahlreiche Tanzwillige aus den Nachbarlandkreisen an, unter anderem aus Molbergen, Bramsche oder Diepholz.

Ob Stadtfest, Geburtstagsfeiern, Firmenjubiläen oder Messen: Die Auftritte der "Stage 7"-Formationen sorgen regelmäßig für Begeisterung. Lohnes Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer hat den Verein auch deshalb wiederholt "ein Aushängeschild der Stadt" genannt.

80 Prozent der Mitglieder sind noch minderjährig

Nachwuchssorgen treiben die Verantwortlichen des Lohner Tanzvereins nicht um. Im Gegenteil: Die Altersstruktur ist extrem jung. Die Sieben- bis 14-Jährigen stellen die Hälfte der Mitglieder. Insgesamt sind mehr als 80 Prozent unter 18 Jahre alt. 

Das liegt vor allem an der Gemeinschaft, die "Stage 7" lebt. "Join our dance family" – "Werde Teil unserer Tanzfamilie" ist deshalb auch als Zusatz auf dem Schild zu lesen, das am derzeitigen Vereinsheim an der Meyerhofstraße 2 hängt. "Es geht um den Spaß – während der Tanzstunde ist alles andere ausgeblendet", sagt Götting. 

Rhythmus, Körpergefühl und Kraft – das sind vordergründig die Fähigkeiten, die beim Tanz gefördert werden. "Die Eltern preisen unsere Kidskurse, weil sie besonders die Motorik schulen", sagt Sperling. Darüber hinaus stärken die jungen Tänzerinnen und Tänzer ihr Selbstbewusstsein und leben sich künstlerisch aus.

Tanzen vermittelt Tugenden

Tanzen vermittelt nach Ansicht von Anna Grobelny und ihren Mitstreitern aber auch Tugenden wie Teamgeist, Disziplin und Pflichtbewusstsein. "Wer nicht zum Training kommt, muss den Stoff nachholen", sagt sie resolut. Disziplin beginne schon bei den Grundlagen wie "Reihe auf Lücke". Gericke meint: "Eine Choreografie funktioniert nicht, wenn der eine nicht auf den anderen achtet."

19 Tanz- und Fitnesskurse bietet "Stage 7" an. Auch Kindergeburtstage richtet der Verein aus. "Das ist ein richtiger Renner", meint Sperling.

Das fünfjährige Bestehen ist für den Verein eine gute Gelegenheit, den Blick in die Zukunft zu richten. "Wir wollen unser Angebot weiter ausbauen und professionalisieren", sagt Anna Grobelny. So sei "Stage 7" für Hip-Hop bekannt, aber in diesem Bereich gebe es noch viele unterschiedliche Stile. Sie könnte sich auch vorstellen, beispielsweise Poledance, Salsa oder Latin anzubieten.

Demnächst könnte es möglicherweise auch Kurse in englischer Sprache geben, "um den Spracherwerb zu fördern", sagt Gericke. Besonders im Kidsbereich stecke noch viel Potenzial, meint Sperling. Die Vorstandsmitglieder sprühen vor Ideen, müssen aber immer auch schauen, was wirklich umsetzbar ist.

Seit Kurzem baut der Tanzverein eine Plattform für Solisten auf. Federführend bei dem Projekt ist der Lohner Mahsun Giasar, der als Formationstänzer startete und sich autodidaktisch zum Solokünstler entwickelt hat. "Er hat bereits einige Pokale gewonnen", berichtet Sperling stolz. Giasars Freestyle-Kurs nennt sich "BeYourself".

Neues Tanzhaus soll Begegnungsstätte werden

Ein großer Traum der "Stage 7"-Familie erfüllt sich aktuell an der Sportanlage am Adenauerring. Dort entsteht eine Tanzhalle – die das neue Zuhause des Vereins wird. Etwa 1,3 Millionen Euro ist der Neubau der Stadt wert. Der Tanzverein muss künftig eine monatliche Miete von 1500 Euro inklusive 250 Euro Nebenkosten zahlen.

Götting sagt dazu: "Das ist schon ganz schön heavy." Unter den aktuellen Bedingungen traue es sich "Stage 7" aber zu, diese Summe zu stemmen. Kritikern der städtischen Investition entgegnet der Vorsitzende: "Andere Verein müssen nichts für die Hallennutzung zahlen."

Nicht nur Götting hofft darauf, dass sich das neue Tanzhaus als Begegnungsstätte und Standort für Jugendkultur etabliert. "Alle Mitglieder fiebern der Eröffnung entgegen." Unter anderem die Nähe zum Skaterpark, in dem "Stage 7" schon zwei Mal ein Sommerfest veranstaltete, biete ideale Bedingungen.

Alle zwei Jahre veranstaltet Stage 7 eine große Show. Diese Aufnahme entstand nach dem Event Voices im vergangenen Jahr. Foto: Krone Alle zwei Jahre veranstaltet "Stage 7" eine große Show. Diese Aufnahme entstand nach dem Event "Voices" im vergangenen Jahr. Foto: Krone 

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