Neue Doppel-Ausstellung im Lohner Industriemuseum erlaubt Reise in die Vergangenheit
Im Mittelpunkt von gleich 2 Ausstellungen stehen die 1950er und 1960er-Jahre.
Jan Röttgers | 17.10.2022
Im Mittelpunkt von gleich 2 Ausstellungen stehen die 1950er und 1960er-Jahre.
Jan Röttgers | 17.10.2022

Hinein in die „gute Stube“: Die stellvertretende Landrätin, Martina Spille (links), begutachtet das feine Geschirr und Porzellan der damaligen Zeit. Foto: Röttgers
Es ist ein Novum in der Geschichte des Industriemuseums Lohne: „Zwei Ausstellungen zur selben Zeit zum selben Thema hatten wir noch nie“, sagt Mechthild Beckermann als Vertreterin des Freundeskreises Luzie Uptmoor, des Trägervereins der Galerie Luzie Uptmoor, im Industriemuseum am Freitagabend zur gelungenen Premiere zwischen Galerie und Industrie Museum. Beide Ausstellungen mit den Titeln „Festhalten oder Loslassen?“ und „Mit dem Blick der Kunst“ beschäftigen sich mit Lohne und der Region in den 1950er und 1960er Jahren. Die gesamte Fläche im 1. Obergeschoss des Neubaus ist jetzt diesem Thema gewidmet. „2 Jahrzehnte in den Blickpunkt des Interesses zu rücken bedeutet, nur einen Wimpernschlag der Geschichte auszuwählen“, sagte der Vorsitzende des Vereins Industriemuseum Lohne und ehrenamtliche Museumsleiter Benno Dräger anlässlich der Eröffnung der Sonderausstellung. Zu den Ehrengästen gehörten der Allgemeine Vertreters der Bürgermeisterin der Stadt Lohne, Gert Kühling, der stellvertretenden Landrätin Martina Spille, Professor Dr. Uwe Meiners, Präsident des Verbandes Oldenburger Landschaft, sowie das Vorstandsmitglied der Stiftung Kunst und Kultur der Landessparkasse zu Oldenburg, Jürgen Rauber. Dräger erklärte: Die 1950er und 1960er Jahre bedeuteten für die Geschichte der Region wichtige Etappen, Entwicklungsschübe, Übergänge und grundlegende Veränderungen. Das Industriemuseum knüpfe in der Chronologie an die Ausstellung mit Begleitband aus dem Jahr 2005 an – der Titel war damals „Alle fingen wir neu an …“ – die Lohne in den Jahren 1945 bis 1955 beleuchtete. „Jetzt gilt es, die 1950er und 1960er Jahre zu beleuchten: Die Veränderungen wurden in einigen Bereichen von außen herangetragen, in anderen Fällen erfolgte die Entwicklung von innen heraus“, sagte Dräger. Als Gemeinsamkeit für alle Bereiche schälte sich bei der Autorengruppe für den Begleitband als Bewertung heraus, dass es in diesen 2 Jahrzehnten bei aller Neuerung „keine sozialen Verwerfungen und Brüche“ gegeben hat. „Das ist eine enorme Leistung, denn zu bewerkstelligen war für diese Region ein Wandel von einem geschlossenen Milieu, das von vielen Betrachtern im ‚Dornröschenschlaf‘ verortet wurde, zu einer offenen, modernen Gesellschaft“, berichtete der Museumsleiter. Die Autorengruppe habe sich bei der Vielzahl von Vorschlägen für den Begleitband und die Ausstellung schließlich für „Festhalten und loslassen“ entschieden. Der Vorschlag komme von Bernd Warnking.Autorengruppe nimmt wichtige Jahrzehnte unter die Lupe
Unser neuer Podcast: "OM-Kompakt. Der Tag." Der tägliche Nachrichtenüberblick aus dem Oldenburger Münsterland. Klar, verständlich und auf den Punkt beleuchten wir, was unsere Region heute bewegt hat. Jetzt hier anhören!