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Metallvögel verschönern den Goldenstedter Ortskern

Hans-Peter Kowalski und Dr. Georg Bruns sorgten für eine Skulptur vor dem Mehrgenerationenpark im Ortskern Goldenstedts. Mit seiner Plastik bringt der Künstler Jürgen Heinz Metall ins Schwingen.

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Freuen sich über das neue Kunstwerk: (von links) Martin Meyer, Dr. Georg Bruns, Bürgermeister Alfred Kuhlmann und Hans-Peter Kowalski. Foto: E. Wenzel

Freuen sich über das neue Kunstwerk: (von links) Martin Meyer, Dr. Georg Bruns, Bürgermeister Alfred Kuhlmann und Hans-Peter Kowalski. Foto: E. Wenzel

„Es möge immer ein bisschen Wind sein“, sagt Initiator Dr. Georg Bruns zur Einweihung der neuen Metallskulptur am Eingang des Mehrgenerationenparks in Goldenstedt. Diese hat unten viel Stabilität - oben dafür umso weniger: Die Stahlvögel bewegen sich bei Wind. Gemeinsam mit Hans-Peter Kowalski hatte Bruns das Projekt zur Verschönerung des Ortskerns gestartet. „Alles rundherum ist total gut“, meint Kowalski. Er spielt unter anderem auf das Haus am Moor und den Badesee an. Das „Wohnzimmer“ Goldenstedts hingegen sei noch ausbaufähig. Daher sollen Kunstobjekte die geplante Neugestaltung der Hauptstraße ergänzen. Das erste Kunstwerk stammt nun von Künstler Jürgen Heinz aus Bensheim.

Dieser stieß vor einem Jahr dazu. Bruns habe ihn bei der Holperdorper Hofausstellung kennengelernt. Er sei bekannt für seine „moving sculptures“. Sprich: Seine Stahlskulpturen können schwingen. Er ist der 2. auswärtige Künstler, dessen Werk in Goldenstedt zu sehen ist. Sonst habe die Gemeinde auf heimische Künstler gesetzt. Als Beispiel bringt Meyer hier die Skulpturen Uwe Oswalds oder die Stahlskulptur „Goldregen“ von Alfred Bullermann an. Einen weiteren Unterschied macht das Material. „Bisher arbeiteten wir immer mit Holz. Das hier ist eine ganz andere Stilrichtung und ein ganz anderes Material“, erklärt Bürgermeister Alfred Kuhlmann.

Auch er ist froh: „Wir haben schon eine Skulpturenmeile. Die wurde jetzt um ein tolles Exponat erweitert.“ Das Motiv passt: Goldenstedt ist ein Durchzugsgebiet für Kraniche. Die 12 stilisierten Metallvögel erinnern an die Tiere. Von den Bänken am Eingang des Parks können Besucher beobachten, wie sich die Vögel im Wind wiegen. „Wenn man da sitzt und in den Himmel hineinsieht, dann ist das toll“, beschreibt Meyer. Die Vögel würden zu fliegen scheinen. Kowalski ergänzt: „Das ist sehr meditativ.“ Zur Feier des Tages pflanzt Bruns mitgebrachte Mohnsamen vor dem Sockel der Skulptur an. Sie werden das naturverbundene Kunstwerk in Zukunft verschönern.

Neue Skulptur wird komplett privat finanziert

Aber auch technisch beeindruckt das Werk. Der Sockel wiegt 6,5 Tonnen. Um an seiner Stelle zu "landen", musste er über das anliegende Gebäude gehoben werden. Dafür sorgte ein Unternehmen aus Goldenstedt per Tieflader und Kran. Das Kunstwerk ist imposant. Bruns gibt zu: „Ich hatte im Vorfeld Bauchschmerzen, dass es wie ein Fremdkörper aussieht.“ Jetzt, da das Werk steht, bestünden jedoch keine Zweifel mehr. Der Bürgermeister lobt auch die Arbeit des Kulturkreises: „Wenn wir den Kulturkreis einbringen, haben wir immer eine gute Lösung.“

Die geplanten Kosten von 18.000 Euro seien ein wenig überschritten worden, erklärt Kowalski. Ein kleiner Teil des Betrages stehe noch aus. Das sei aber kein Problem. Die Initiatoren danken in diesem Zusammenhang den fast 40 Unterstützern. Das Projekt wurde vollständig privat finanziert. Es flossen keine Steuergelder. 

Nächste Skulptur könnte das "Tücken" aufgreifen

In Zukunft soll eine Tafel vor der Skulptur angebracht werden, die Informationen zu Werk und Künstler gibt. Auch langfristig seien die Initiatoren wie auch die Gemeinde offen für mehr Kunst im öffentlichen Raum. "Wenn’s nach mir geht, würden wir jedes halbe Jahr was machen", scherzt Bruns. Auch der Bürgermeister meint: "Es wäre natürlich schön, wenn auf dieses Stück noch ein neues folgt." Ideen gäbe es schon reichlich: Auf Zustimmung stieß bei einem kurzen Austausch die Skulptur eines Goldenstedter Tückers. Die Tradition des Angelns sei in der Gemeinde ein wichtiger Teil der Kultur. Das könne man auch im Ortskern repräsentieren.

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