Hermann May erhält den 28. Borsla-Preis
Der Autor wird für seine „vielschichtigen und sprach kräftigen Gedichtzyklus“ von der Jury ausgezeichnet.
Martin Pille | 13.09.2024
Der Autor wird für seine „vielschichtigen und sprach kräftigen Gedichtzyklus“ von der Jury ausgezeichnet.
Martin Pille | 13.09.2024

Hermann May schreibt und veröffentlicht seit 1986 Lyrik und Kurzprosa in Hümmlinger Platt. Foto: Privat
Hermann May aus Meppen erhält den mit 2000 Euro dotierten 28. Borsla-Preis der Borsla-Vereinigung für niederdeutsche Sprache und Literatur Bösel. Der 70-Jährige erhält die Auszeichnung für seinen „vielschichtigen und sprachkräftigen Gedichtzyklus“, so Jury-Mitglied Wilko Lücht. May beeindrucke durch eine wort- und facettenreiche Sprache mit zeitlosen Texten. Auch Silke Arends (Emden), Erhard Brüchert (Edewecht), Prof. Dr. Eberhard Ockel (Vechta) und Martin Pille (Bösel), die die Jury komplettieren, zollten dem eingereichten Beitrag Respekt, der aus einer Vielzahl von Einsendungen mit einer beachtlichen Bandbreite ausgesucht wurde. May ist geboren und aufgewachsen in Werlte (Hümmling). Nach Schule und Abitur studierte er zunächst Ingenieurwissenschaften (Nachrichtentechnik) und hängte danach ein Studium der Germanistik und Berufsschulpädagogik an. Von 1983 bis 2020 war er als Oberstudienrat an der Berufsbildenden Schule Meppen tätig. Seit 1989 schreibt und veröffentlicht er Lyrik und Kurzprosa in Hümmlinger Platt. Preise blieben in der kurzen Karriere des Borsla-Preisträgers nicht aus: 2016 wurde sein Buch „Hüügen un haefst“ als „Plattdeutsches Buch des Jahres“ von der Alfred-Toepfer-Stiftung ausgezeichnet. Im vorigen Jahr erhielt der Autor eine „Freudenthal-Auszeichnung“. May ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller und im Arbeitskreis Ostfriesischer Autorinnen & Autoren. Plattdeutsch begann er zu schreiben, weil er unter anderem von Werken Fritz Reuters und Klaus Groths angetan war. Dadurch habe er gemerkt, dass „diese ehrliche Sprache näher an der Erde, dichter bei den Menschen“ sei, so der Autor. Die enorme Bildhaftigkeit ziehe nicht nur den Hörer oder den Leser in seinen Eigenheiten mit ein, sie lasse auch den Dingen und Wesen ihre Seele. Dazu komme noch der „lebendige Klang der Wörter“, sagte May.Seit 1989 schreibt May Lyrik und Kurzprosa in Platt
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