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"Frida Gold" bringt Cloppenburg zum Tanzen

Picknick-Konzerte im Cloppenburger Stadtpark: Es kamen zwar weniger Zuschauer als erhofft, doch die waren umso besser gelaunt. Während des Konzertes wurde gesungen, getanzt und gefeiert.

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Frida Gold auf der Bühne: Sängerin Alina Süggeler und Bassist Andi Weizel. Foto: Hermes 

Frida Gold auf der Bühne: Sängerin Alina Süggeler und Bassist Andi Weizel. Foto: Hermes 

Beim Blick aus dem Fenster um 19.20 Uhr hat am Freitag wohl Niemand an ein Picknick-Konzert im Cloppenburger Stadtpark gedacht. Nicht nur Alfons Lücking blickte besorgt in Richtung des Wolkenbruches, der über die Kreisstadt zog. "Das ist aber gemein, dass es jetzt auch noch regnet", sagte der Stadthallen-Geschäftsführer kurz vor Beginn der Veranstaltung mit dem Duo "Frida Gold".

Im Laufe des Abends blieb es allerdings trocken, die Gäste hatten sich Decken mitgebracht oder saßen an Garnituren. Sängerin Alina Süggeler und Bassist Andi Weizel sorgten schnell für gute Laune bei den Besuchern. Am Ende tanzten die Cloppenburger sogar ausgelassen auf dem Grün vor dem Amtsgericht. Während ihres wohl  bekanntesten Hits "Wovon sollen wir träumen" machte sich Süggeler auf durchs Publikum und ging auf Tuchfühlung mit ihren Fans. "Wir schätzen diese Abende und freuen uns, dass wir endlich wieder spielen dürfen", erklärte die Sängerin zwischen zwei Songs. Man müsse die Gemeinschaft eben so genießen, wie es zurzeit möglich ist.

Besuch kurzfristig verlängert: Stina Peters (rechts) und Maria Osterthum sind über Nacht in Cloppenburg geblieben. Foto: HermesBesuch kurzfristig verlängert: Stina Peters (rechts) und Maria Osterthum sind über Nacht in Cloppenburg geblieben. Foto: Hermes

Stina Peters und Maria Osterthum aus Wardenburg hat es gleich so gut gefallen, dass sie sich kurzerhand ein Zimmer im benachbarten Parkhotel gebucht haben. Das Auto blieb bis zum nächsten Morgen stehen. "Wir sind einfach glücklich, dass man endlich wieder etwas unternehmen kann", sagten beide nach dem Konzert. Osterthum war nach einer Schwangerschaft und seit Corona das erste Mal seit 18 Monaten wieder so richtig bei einer Veranstaltung: "Hier bin ich einfach Ich und denke nicht so viel an andere Dinge."

Normalerweise haben die beiden größere Musikevents wie von Robbie Williams besucht. "Das hier ist ja gefühlt ein Privatkonzert, es war wirklich schön", sagte Peters, die auch die Location im Stadtpark lobte. Die fahrt nach Cloppenburg sei die richtige Entscheidung gewesen, viele Menschen müssten es auch wieder lernen, etwas in der Gemeinschaft zu erleben.


So lief das Konzert in Cloppenburg am Freitagabend
Foto: Oliver Hermes
So lief das Konzert in Cloppenburg am Freitagabend
Foto: Oliver Hermes
So lief das Konzert in Cloppenburg am Freitagabend
Foto: Oliver Hermes
So lief das Konzert in Cloppenburg am Freitagabend
Foto: Oliver Hermes
So lief das Konzert in Cloppenburg am Freitagabend
Foto: Oliver Hermes
So lief das Konzert in Cloppenburg am Freitagabend
Foto: Oliver Hermes
So lief das Konzert in Cloppenburg am Freitagabend
Foto: Oliver Hermes
So lief das Konzert in Cloppenburg am Freitagabend
Foto: Oliver Hermes
So lief das Konzert in Cloppenburg am Freitagabend
Foto: Oliver Hermes
So lief das Konzert in Cloppenburg am Freitagabend
Foto: Oliver Hermes
So lief das Konzert in Cloppenburg am Freitagabend
Foto: Oliver Hermes
So lief das Konzert in Cloppenburg am Freitagabend
Foto: Oliver Hermes
So lief das Konzert in Cloppenburg am Samstagabend
Foto: Oliver Hermes
So lief das Konzert in Cloppenburg am Samstagabend
Foto: Oliver Hermes
So lief das Konzert in Cloppenburg am Samstagabend
Foto: Oliver Hermes

Das Konzept überzeugte jedenfalls, die Gäste konnten ihre Getränke und Speisen per WhatsApp an den Platz bestellen. Die Mitarbeiter der Stadthalle versorgten sie, ausgestattet mit Körben. Jeder Besucher bekam noch ein Regenponcho, den es glücklicherweise aber nicht mehr gebraucht hätte.

„Es hätten ein paar mehr Zuschauer sein können. Woran das liegt, kann ich nicht sagen“, erklärte Lücking, der sein letztes Konzert im vergangenen Oktober organisierte. Die Corona-Vorgaben im Stadtpark wurden derweil gut umgesetzt. Auch die Polizei und das Ordnungsamt machten sich ein Bild von der Lage vor Ort, sie hatten nichts zu beanstanden.

Am Samstagabend spielte dann Pohlmann auf der Bühne. Der 49-Jährige aus Hamburg überzeugte das Publikum mit seiner Stimme, Gitarre und witzigen Anekdoten. „Ursprünglich sollte ich das Bauunternehmen meines Vater weiterführen, ich habe dann zum Glück einen anderen Weg eingeschlagen“, erzählte er mit einem Augenzwinkern.

Zweiter Abend: Sänger Pohlmann überzeugte mit Stimme und Gitarre.Zweiter Abend: Sänger Pohlmann überzeugte mit Stimme und Gitarre.

In Cloppenburg spielte er solo, seit 17 Jahren ist er zudem mit einer Band unterwegs. Eines sprach er immer wieder an, man solle niemals den Humor verlieren. „Das ist gerade in heutigen Zeiten besonders wichtig“, so der Künstler. Ihm schien es in der Kreisstadt zu gefallen, so spielte er noch 15 Minuten länger als geplant. Die Besucher dankten es ihm mit langem Applaus.

Lückings Fazit nach den beiden Konzerten fiel überwiegend positiv aus: „Man sieht, dass das Publikum schöne Abende hatte. Das freut uns und ist unser Lebenselexier.“ Zudem habe der Stadtpark bewiesen, dass er eine schöne und geeignete Location ist. Er freute sich zwar, dass etwas stattfinden kann. Dennoch sei es weiter eine schwierige Phase, es gelten Auflagen und dann kommen auch regelmäßig neue Änderungen. „Wir haben zudem das Gefühl, dass die Menschen noch zurückhaltend sind.“

Beide Veranstaltungen wurden auch durch Geld zur Belebung der Innenstadt gefördert. Der Rat der Stadt hatte sich für jeweils 500.000 Euro als Finanzspritze für Aktionen in 2021 und 2022 entschieden.

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