Ein Abend voller absurder Unterhaltung
Christoph Maria Herbst und Moritz Netenjakob begeistern mit ihrem Auftritt in der Stadthalle Cloppenburg.
Andreas Heidkamp | 27.11.2025
Christoph Maria Herbst und Moritz Netenjakob begeistern mit ihrem Auftritt in der Stadthalle Cloppenburg.
Andreas Heidkamp | 27.11.2025

„Das ernsthafte Bemühen um Albernheit": Wer seine Lachmuskeln trainieren wollte, war bei dem Auftritt von Christoph Maria Herbst (rechts) und Moritz Netenjakob richtig. Foto: Heidkamp
Was passiert eigentlich, wenn sich zwei Ausnahmetalente des deutschen Humors zusammentun, um ihr Publikum zu unterhalten? Es entsteht ein Abend voller intelligenter, pointierter und bisweilen herrlich absurder Unterhaltung. Dazu nehme man mit Christoph Maria Herbst einen der besten Humoristen und beliebtesten Film- und Fernsehschauspieler Deutschlands und mit Moritz Netenjakob einen gefeierten Bestsellerautor und Kabarettisten. Beide zusammen boten in der ausverkauften Stadthalle Cloppenburg mit ihrem Satireprogramm „Das ernsthafte Bemühen um Albernheit“ ein Feuerwerk an Sprachwitz und lebendiger Erzählkunst. Die Künstler lasen, erzählten und kommentierten Satiren, Sketche und Anekdoten. Vorwiegend über Vicco v. Bülow alias Loriot, dessen Sketche beide Protagonisten ausdrucksstark präsentieren. Herbst und Netenjakob spielten mit ihren Stimmen, schlüpften in unterschiedliche Rollen (unter anderem Udo Lindenberg, Willy Brandt und Klaus Kinski) und erweckten Texte auf ihre ganz eigene Weise zum Leben. Auszüge aus dem geheimen gefälschten Tagebuch vom „Mann von Frau Merkel“ wurden verlesen und boten irrwitzige absurde Einblicke in „Angelas“ wildes Partyleben. Ein weiterer Höhepunkt des Abends waren verschiedene Interpretationen von „Hänsel und Gretel“, einmal in der Interpretation eines Stadionreporters oder eines Flugkapitäns. Sequenzen aus dem Bestseller „Er ist wieder da“ ließen die Herzen der Fans höherschlagen. Natürlich durften Herbsts persönliche Top-Five Stromberg-Zitate der bekannten TV-Figur mit dem „Sackgesicht und Kinderschänderbart“ nicht fehlen. Nummer eins in Sachen diskriminierender Sexismus: „Schönheit ist doch nur eine Frage von Licht an oder Licht aus.“ Nach zwei Zugaben feierte das Publikum die beiden Künstler und zollte ihnen tosenden Applaus. Sequenzen aus dem Bestseller „Er ist wieder da“
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