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Dinklager Konzertabend ist ein Befreiungsschlag

Monatelange mussten die Musiker auf Auftritte vor Publikum verzichten. Die Musikschule Romberg gab ihnen eine Bühne. Das Publikum war begeistert.

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Schwerpunkt Klassiker: Bei der Band „Fathers and Daughters“ übernahmen die Älteren die Songauswahl. Foto: Heinzel

Schwerpunkt Klassiker: Bei der Band „Fathers and Daughters“ übernahmen die Älteren die Songauswahl. Foto: Heinzel

Begeisterte Besucher, eine „klasse Musikauswahl“ und Auftritte des „Juwels am Dinklager Musikhimmel“ – das war „Rock fire up“. Das erste Konzert nach den Lockdown-Lockerungen von der Musikschule Romberg vor der Musikschule Romberg. „Wir freuen uns, wieder Live-Musik machen zu dürfen“, sagte Schulleiter Konrad Hartong in seiner kurzen Begrüßung. Der Spaß, die Spielfreude und die Begeisterung aller Musiker, spiegelte sich in den positiven Reaktionen der Konzertbesucher wieder.

Den Auftakt des dreistündigen Abends macht die Band „Age in Trouble“. Sie spielten unter anderem die Beatles-Songs „Nowhere Man“ und „Ob-La-Di, Ob-La-Da“, aber auch das wettermäßig sehr passende Lied „Sunny Afternoon“. Seit mehr als drei Jahren spielt die Combo zusammen und ist vor jedem Auftritt noch „sehr aufgeregt“, erzählt Silke Kampers und ist ganz begeistert von dem tollen Gefühl, endlich wieder live vor Publikum auftreten zu dürfen.

Danach sang Petra Fangmann, begleitet von Thomas Mertens am Klavier, Interpretationen der Stücke „Downtown“, „Mad World“ und „Blue Monk“. Die Konzertbesucher gingen begeistert mit. Und die Begeisterung hielt den ganzen Abend an.

Die Väter übernehmen die Songauswahl

Zwar kamen dann „zwei alte Säcke mit drei jungen Leuten“, wie Heere Junker selbstironisch seine Band „Fathers and Daughters“ beschrieb. Aber Peter Reckzeh, Heere Junker und deren Töchtern Anna und Luzia sowie Malik Schilling sorgten für richtig Stimmung und zeigten ihr Können. Luzia Junker sang Janis Joplins „Me and Bobby McGee“, was Zuhörer zu spontanen Wow-Rufen veranlasste. Peter Reckzeh gab anschließend „Brown Eyed Girl“ zum Besten und meinte scherzhaft, dass bei der Musikauswahl sich die „alten Säcke“ durchgesetzt hätten. Danach zeigte Anna Reckzeh, wie eigentlich den ganzen Abend über, warum Heere Junker sie das „Juwel am Dinklager Musikhimmel“ nennt. Sie begeisterte mit ihrer Version von Alicia Keys „Underdog“. Mit „Jolene“ von Dolly Parton und „Mercedes Benz“ von Janis Joplin beendeten die fünf ihren Auftritt.


Foto: Christoph Heinzel
Foto: Christoph Heinzel
Foto: Christoph Heinzel
Foto: Christoph Heinzel
Foto: Christoph Heinzel
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Foto: Christoph Heinzel
Foto: Christoph Heinzel
Foto: Christoph Heinzel
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Foto: Christoph Heinzel

Und dann eroberten die „Romberg All Stars“ die Bühne vor der Musikschule im Schatten der Kirche St. Catharina. Heere Junker (E-Gitarre), Michael Hugh (Schlagzeug), Mario Hielscher (Gitarre), Franz Espelage (Gesang), Franz-Josef Seelhorst (Bass), Ralf Neumann (Gesang), Thomas „Stan“ Hemken und Leo Wieferich (Klavier) holten sich bei Bedarf auch Unterstützung auf die Bühne. So gab Anna Reckzeh mit ihrer Geige den Einstieg zu dem Klassiker „Am Fenster“ von City. Der fast neun Minuten lange Klassiker der DDR-Rockmusik wurde vom Publikum fleißig mitgesungen. Am Ende gab es Beifallspfiffe und viel Applaus. Konrad Hartong spielte mit seiner Querflöte bei „Locomotive Breath“ mit.

Mit James Bays „Hold back the River“ von 2015 gab es auch etwas aktuellere Songs im Angebot. Besonders reizvoll war zudem die Countryversion von Depeche Modes Elektro-Pop Nummer „Enjoy the Silence“. An den Tischen herrschte eine entspannte Atmosphäre. Es waren fröhliche Gesichter zu sehen, die sich unterhielten, mitsangen oder -klatschten sowie im Takt ihren Fuß mitwippen ließen.

Nach dem rockigen Auftakt geht es klassisch weiter

„Mir gefällt es super gut. Ein großes, tolles Konzert“, sagte Mechthild Kaluschke. Ihr Mann Dirk ergänzte „Klasse Songauswahl. Ein herrlicher Abend vor altbekannter Kulisse. Sehr schön.“ Für Sebastian Welp hatte das Konzert „etwas befreiendes“, denn „es wollen doch alle endlich wieder rauskommen.“ Für seinen Tischnachbarn Matthias Rehling war der Abend die ideale Kombination aus guter Musik und guten Gesprächen.

Am Sonntagabend sollte das Konzertwochenende der Musikschule um 19 Uhr mit klassischer Musik und ausgesuchten Weinen unter dem Titel „Baroque et Beaujolais“ weitergehen.

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