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Beatlemania in Dinklage: Lesung mit Konzert reißt die Besucher von ihren Sitzen

Achim Amme gestaltete das Vorprogramm mit den späten Jahren der Biographie von John Lennon. Anschließend brachten die ReCartneys die Aula zum Kochen. Es wurde mitgesungen, geklatscht und getanzt.

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Perfekt eingespielt: Achim Amme (links) und die ReCartneys mit Benedikt Zöller (2.v.l.), Thomas Wilberding (3. von links), Thomas Harwarth (2. von rechts) und Joe Cipriano (rechts) harmonierten auch im 2. Akt der "Let it Be"-Reihe. Foto: Heinzel

Perfekt eingespielt: Achim Amme (links) und die ReCartneys mit Benedikt Zöller (2.v.l.), Thomas Wilberding (3. von links), Thomas Harwarth (2. von rechts) und Joe Cipriano (rechts) harmonierten auch im 2. Akt der "Let it Be"-Reihe. Foto: Heinzel

Im August 1971 ziehen John Lennon und Yoko Ono nach New York in das Dakota. Mit seiner Tante Mimi hält der Musiker regelmäßig Kontakt. Doch besuchen wird sie ihn nicht, denn Mimi sagt: „John, ich fahre nirgendwo hin, wo Menschen mit Schusswaffen herumlaufen.“ Es folgt das Lied „Happiness Is A Warm Gun“. So gestaltet sich der erste Abschnitt von Let It Be - Akt II, der späte John Lennon. Es ist eine vom Bürger- und Kulturring Stadt Dinklage organisierte Lesung mit Live-Musik.

Achim Ammes Vortrag basiert auf der Lennon-Biografie von Philip Norman und wird immer wieder ergänzt durch Einspieler oder Einsätze der Tributeband ReCartney. Zu den gespielten Liedern gehören Strawberry Fields, Come Together, Jealous Guy, Don't Let Me Down oder Help. Dadurch wird der Lebensweg von John Lennon ebenfalls anhand von Songs erzählt.

Musik und Lesung bildeten eine gelungene Einheit, die eine aufmerksame und unbeschwerte Atmosphäre schuf. Dies schaffte das Gespann Amme/ReCartneys bereits vor 2 Jahren. Damals lag der Schwerpunkt auf dem heranwachsenden Jungen, seinen schwierigen Familienverhältnissen und dem Zusammenfinden der Fab Four.

„Er wollte nichts mehr vom Musikgewerbe wissen. Er stieg einfach aus.“Angebliches Zitat von Yoko Ono

In den von Achim Amme ausgewählten Passagen ging es um Themen wie Drogen, Sex, offene Ehe, Einsamkeit sowie John Lennon als Hausmann und Vater. Von dem 14 Monate andauernden „Lost Weekend“, welches durch intensive Alkoholexzesse und die Trennung von Yoko Ono geprägt war, sowie einer Kooperation mit Elton John, ging es zur Wiedervereinigung mit seiner Frau.

Dies hatte zur Folge, dass Yoko Ono mit 42 Jahren schwanger wird und Sean gebiert. In der Folgezeit konzentriert Lennon sich auf sein Dasein als Vater und Hausmann. „Er wollte nichts mehr vom Musikgewerbe wissen. Er stieg einfach aus.“ Yoko Ono kümmerte sich in dieser Zeit um die Finanzen. Sie gab dabei das Geld auch gerne aus. So hatte sie einen eigenen, klimatisierten Raum für ihre Pelzmäntel.

Achim Amme trug noch viel mehr interessante Ereignisse vor. Dabei strebte die Erzählung unaufhaltsam auf der Ermordung John Lennons entgegen, ohne dabei an Spannung zu verlieren. Doch mit dem Tod John Lennons endet die Lesung nicht. Sein Sohn Sean kam noch zu Wort. Er meinte unter anderem, sein Vater habe das „unsichere Songwriting“ erfunden.

Während des Abends wurde deutlich, was für eine wunderbare, zeitlose Musik die „Fab Four“ gemeinsam und einzeln kreiert haben. Diesen Schwung nahmen die ReCartneys (Benedikt Zöller, Thomas Wilberding, Thomas Harwarth und Joe Cipriano) in den zweiten Teil des dreistündigen Events mit. Ihre Musikauswahl steigerte sich kontinuierlich dem Höhepunkt entgegen. Das Publikum ging von Anfang an mit. Die 400 Besucher klatschten und sangen mit. Einige hielt es nicht mehr auf den Stühlen und sie begannen zu tanzen.

Grundlage des Vortrages von Achim Amme war die John Lennon Biographie von Philip Norman. Foto: HeinzelGrundlage des Vortrages von Achim Amme war die John Lennon Biographie von Philip Norman. Foto: Heinzel

Spätestens bei „Let it be“ gingen die Lampen der Handys an und als „Hey Jude“ erklang, stand das Publikum geschlossen auf. Es setzte sich nicht wieder, sondern honorierte die Leistung der ReCartneys mit Standing Ovations und bekam eine Zugabe. Feel Fine, Hard Day's Night und Hold Your Hand setzten den gelungenen Abend fort, der -  wie bereits vor 2 Jahren - endgültig mit dem Lied Yesterday endete. Thomas Harwath trug es vor und Achim Amme las die deutsche Übersetzung vor. Ein beeindruckendes Duett der anderen Art und ein Abend, der Lust auf mehr Kulturveranstaltungen machte.

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