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Beatles-Fans kommen in Dinklage doppelt auf ihre Kosten

ReCartneys untermalen in Dinklage den Vortrag von Achim Amme über John Lennons Leben.

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Tribute Band: Benedikt Zöller, Thomas Wilberding, Thomas Harwarth und Joe Cipriano sorgten für die richtige Stimmung während des Abends in der Oberschule Dinklage. Foto: Heinzel

Tribute Band: Benedikt Zöller, Thomas Wilberding, Thomas Harwarth und Joe Cipriano sorgten für die richtige Stimmung während des Abends in der Oberschule Dinklage. Foto: Heinzel

Entspannte Version der Beatlemanie in Dinklage: Die Lesung mit Live-Musik in der Aula der Oberschule sorgte für eine ausgelassene Stimmung und in der zweiten Hälfte – dem Konzert der ReCartneys – für ein begeistert mitklatschendes und mitsingendes Publikum. Laute Zugabe-Rufe holten am Ende des Abends die Band zurück auf die Bühne. Mit „She Loves You“ und „I Want To Hold Your Hand“ brachten die vier Musiker den Saal erneut zum Kochen.

Organisiert hatte das spannende Experiment der Bürger- und Kulturring Stadt Dinklage mit seiner Vorsitzenden Emily Greschner, die eine wunderbare Zeitreise ankündigte und damit Recht behielt. Auf der Bühne zog dann der Autor, Schauspieler und Musiker Achim Amme mit seinem Vortrag die Besucher in seinen Bann. Packend trug er geschickt ausgewählte Passagen der von Philip Norman über John Lennon geschriebenen Biografie vor. Dabei lag der Schwerpunkt auf dem heranwachsenden Jungen, seinen schwierigen Familienverhältnissen und dem Zusammenfinden der Fab Four. Lennons Leben war von tragischen Schicksalsschlägen geprägt, die auch dazu führten, dass er sein Leben lang Angst vor Liebesentzug hatte. Mit fünf Jahren musste er, als sich seine Eltern Julia und Alfred Lennon trennten, zwischen Vater und Mutter wählen. Er entschied sich für die Mutter, doch seine Tante Mimi hatte andere Pläne und holte den Jungen zu sich und vertrieb die Eltern.

John flüchtete sich später in Fantasiewelten. Er las viel. Großen Gefallen fand er an den beiden Erzählungen „Alice im Wunderland“ und „Alice hinter den Spiegeln“ von Lewis Caroll. Aus diesem Werk stammt auch mit „picture yourself in a boat on a river, with tangerine trees and marmalade skies“ eine Textzeile des Songs „Lucy In The Sky With Diamonds“. So zumindest die Erklärung John Lennons. Andere sehen in dem Lied einen Bezug zu der Droge LSD. Unabhängig davon welcher Erklärung man glauben schenken möchte, zeigte sich die Strahlkraft des Liedes, welches die Band ReCartney nach der entsprechenden von Achim Amme vorgetragenen Passage präsentierte. Benedikt Zöller, Thomas Wilberding, Thomas Harwarth und Joe Cipriano spielten während der etwa einstündigen Lesung immer wieder Beatles-Songs und sorgten so für die richtige Stimmung. Allein 15 bekannte Ohrwürmer wie „Come together“, „Nowhere Man“, „Paperback Writer“, „Let It Be“, „Don ́t Let Me Down“ oder „Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band“. Musik und Lesung gingen eine wunderbare Einheit ein, die eine aufmerksame, aber auch gleichzeitig unbeschwerte Atmosphäre schuf.

Fesselnder Vortrag: Achim Amme. Foto: HeinzelFesselnder Vortrag: Achim Amme. Foto: Heinzel

Die zweite Hälfte bestritten die ReCartneys ohne Amme und zeigten ihre musikalische Klasse bei zahlreichen Soli und versprühten eine ordentliche Portion Beatles-Fieber. Gänsehautfeeling gab es zum Abschluss als Thomas Harwarth „Yesterday“ vortrug und Achim Amme die deutsche Übersetzung der einzelnen Textzeilen sprach.

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