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Westfleisch und Wiesenhof wollen Werksarbeiter einstellen

Der Schlachtbetrieb Westfleisch hat am Dienstag angekündigt, alle Werkvertragsarbeiter bis zum Jahresende einzustellen. Auch die PHW-Gruppe arbeitet an einer Umstellung.

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Vor Veränderungen: Die PHW-Gruppe aus Rechterfeld (links) und der Standort Bakum von Westfleisch (rechts). Fotos: Archiv

Vor Veränderungen: Die PHW-Gruppe aus Rechterfeld (links) und der Standort Bakum von Westfleisch (rechts). Fotos: Archiv

Neben Westfleisch will auch die PHW-Gruppe (bekannt durch die Marke Wiesenhof) die ihre über Werkverträge beschäftigten Mitarbeiter "in den für die Geflügelfleischerzeugung maßgeblichen Bereichen in ein festes Anstellungsverhältnis übernehmen".  Das teilt das Unternehmen am Dienstagnachmittag per Mail mit.

Im Rahmen von Werkverträgen seien derzeit innerhalb der gesamten PHW-Gruppe rund 20 Prozent der Mitarbeiter über ein Werkvertragsunternehmen beschäftigt. Diese Quote nun konsequent weiter zu reduzieren, sei eine logische "Ableitung", schreibt der PHW-Vorstandsvorsitzende Peter Wesjohann. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die Gruppe über alle Geschäftsbereiche einen Umsatz von 2,68 Milliarden Euro, die Mitarbeiterzahl lag bei 7.032. 

Zuvor hatte Deutschlands zweitgrößter Schlachtbetrieb Westfleisch angekündigt, bis Ende des Jahres auf Werkvertragsanbieter verzichten zu wollen und alle Mitarbeiter selbst einzustellen. Das kündigte das Unternehmen am Dienstag an. Westfleisch hat auch Standorte in Dissen und Bakum. "Das gilt unabhängig davon, was der Gesetzgeber in den kommenden Monaten in dieser Hinsicht beschließen wird", erklärte Vorstandsmitglied Johannes Steinhoff laut Mitteilung.

Vor dem Corona-Ausbruch beim Marktführer Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hatte Anfang Mai das Westfleisch-Werk in Coesfeld vorübergehend schließen müssen. Auch dort hatte sich eine große Zahl von Werksarbeitern infiziert. Außerdem wurden in einem Werk einer Westfleisch-Tochter in Niedersachsen Arbeiter positiv getestet.

Tönnies ist mit einem Marktanteil von gut 30 Prozent das mit Abstand größte Schlachtunternehmen in Deutschland. Im vergangenen Jahr kam es auf 16,7 Millionen geschlachtete Schweine, Nummer zwei der Branche ist Westfleisch mit 7,7 Millionen Schlachtungen.

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