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Warnstreik: 120 Menschen gehen in Lohne und Dinklage auf die Straße

Die IG Metall fordert in der Holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie 5 Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütung.

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Foto: IG Metall Oldenburg

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Die aktuelle Tarifrunde der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie ist auch in Dinklage und Lohne angekommen. Rund 120 Beschäftigte der vier Amcor-Betriebe folgten dem Aufruf der IG Metall Oldenburg und beteiligten sich am Freitag am Warnstreik, teilt die Gewerkschaft mit. Von 12.30 bis 15 Uhr war somit die Produktion bei der RPC Bramlage GmbH, der RPC Bramlage Werkzeugbau GmbH & Co. KG und der RPC Bramlage Division GmbH & Co. KG und RPC Bramlage Dinklage GmbH & Co. KG betroffen.

Die IG Metall fordert in der aktuellen Tarifrunde der Holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie 5 Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütung. Gerade Auszubildende würden laut Mitteilung besonders unter den gestiegenen Lebenshaltungskosten leiden. Zusätzlich fordert die IG Metall eine mitgliederwirksame Komponente, um das Engagement der IG-Metall-Mitglieder zu wertschätzen und die Ungleichbehandlung zwischen Mitgliedern und Nichtmitgliedern in den Betrieben zu beenden. Bei der zweiten Verhandlung am 9. Dezember 2025 hatten die Arbeitgeber erneut kein Angebot vorgelegt, heißt es in der Mitteilung weiter.

Foto: IG Metall OldenburgFoto: IG Metall Oldenburg

„Wir fragen uns tatsächlich, ob die Kolleginnen und Kollegen den Arbeitgebern nichts wert sind. Denn so nehmen die Beschäftigten in den Betrieben das bisher wahr“, wird Paul Naujoks, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Oldenburg, zitiert. „Die Arbeitgeber müssen sich bewegen. Das Nullangebot würde angesichts der aktuellen Preissteigerungen weitere Reallohnverluste bedeuten. Die Beschäftigten stehen nach Jahren hoher Inflation mit deutlich geringerer Kaufkraft da als noch 2022", sagt er weiter. Mit ihrer starken Beteiligung am Warnstreik hätten sie demnach klar gezeigt, wozu sie bereit sind – und wie wichtig ihnen eine satte Einkommenserhöhung, eine deutliche Verbesserung der Ausbildungsvergütung und ein Mitgliederbonus sind.

Für die dritte Verhandlung am 22. Januar erwarte die IG Metall nach eigenen Angaben ein verhandlungsfähiges Angebot. „Sollte es erneut kein Angebot geben, müssen wir über einen zweiten Warnstreik nachdenken.“

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