Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Vorbeugender Schutz ist die wichtigste Aufgabe der Werkfeuerwehr Remmers

Die Werkfeuerwehr Remmers freut sich über eine wachsende Aktivenzahl. Alle Einsätze in 2021 waren nur "banale Vorfälle", sagt Leiter Martin Zahn.

Artikel teilen:
Befördert:  Acht der jungen Aktiven der Werkfeuerwehr Remmers beförderten Leiter Martin Zahn (von links), sein Stellvertreter Nils Biermann und der stellvertretende Kreisbrandmeister Nils Abshof (rechts) zu Ober- beziehungsweise Werkfeuerwehrmännern und -frauen. Foto: Siemer

Befördert:  Acht der jungen Aktiven der Werkfeuerwehr Remmers beförderten Leiter Martin Zahn (von links), sein Stellvertreter Nils Biermann und der stellvertretende Kreisbrandmeister Nils Abshof (rechts) zu Ober- beziehungsweise Werkfeuerwehrmännern und -frauen. Foto: Siemer

Erstmals nach 2-jähriger Corona-Abstinenz versammelten sich die Mitglieder der Werkfeuerwehr Remmers zu ihrer Generalversammlung im Schulungszentrum des Unternehmens. Neben der Einsatz- und Übungsbilanz für das Jahr 2021 nutzte Leiter Martin Zahn auch die Gelegenheit zu einer Positions- und Selbstverständnis-Bestimmung des Teams, das nach 35 Jahren Existenz immer noch zu den wenigen Organisationen ihrer Art im gesamten Nordwesten und einzigen im Oldenburger Münsterland gehört. Erster Nachbar, sozusagen, weil am nächsten dran, sind die Kollegen der BP-Raffinerie in Lingen.

Als unternehmenseigene Rettungsorganisation sind die Remmers-Aktiven in wenigen Minuten in ihren vertrauten Gebäuden und Gelände einsatzbereit.

Als ihre wichtigste Aufgabe sehen die Aktiven den vorbeugenden Brand- und Gefahrenschutz, der fast täglich in vielen Tätigkeiten wahrgenommen werde. Dazu zählten auch das sogenannte „Freimessen“ der zahlreichen Tanks auf dem Werksgelände, bevor Mitarbeiter für Wartungs- und Reparaturdienste einsteigen können, sowie die Wartung und Überprüfung der Sprinkleranlagen, damit erst gar kein größerer Brand entsteht.

Wehr besitzt ein eigenes Tanklöschfahrzeug

Die Wehr mit ihrem eigenen Tanklöschfahrzeug auf dem Werksgelände ist in 2021 zu 23 Einsätzen ausgerückt, das seien allerdings alles „banale Vorfälle“ gewesen, betonte Zahn. Allein 12 seien Fehlalarme gewesen, 7 technische Hilfeleistungen bei Wasserschäden oder der Staubentwicklung in Silotürmen bei der Anlieferung von Titandioxid. Nur ein Einsatz sei auf einen Entstehungsbrand in einem Labor durch Wachs zurückzuführen gewesen.

Auch intern werde Schulung ernst genommen: So hätten unter anderem trotz Corona eine Unterweisung über Gefahren im Umgang mit Lithium-Akkus und eine 3-tägige praktische Schulung zum Retten aus Höhen stattgefunden.

Löningens Bürgermeister Burkhard Sibbel betonte, dass eine Werksfeuerwehr für eine Chemiefirma mitten im Ort schon die halbe Miete sei. Er dankte den Verantwortlichen für ihr Engagement und die Freistellung der Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr für ihre Einsätze. Im Namen des Remmers-Vorstandes würdigte Assistentin Claudia Marcus die Einsatzbereitschaft und das "große" Engagement zum Wohle der Sicherheit aller.

Anerkennung gab es auch von Nils Abshof, dem stellvertretenden Kreisfeuerwehr-Chef. Es sei "etwas Besonderes", wenn ein Unternehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habe, „die eingreifen wollen“. Er warb noch einmal für 40 Stunden Ausbildung und Lehrgänge im Jahr. Das sei jetzt wieder möglich, wenn der Notbetrieb verlassen werden und wieder alle Lehrgänge angeboten werden könnten. Dafür stehe das 8.500 Quadratmeter große neue Ausbildungszentrum, das erste seiner Art in Niedersachsen, jetzt zur Verfügung.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Vorbeugender Schutz ist die wichtigste Aufgabe der Werkfeuerwehr Remmers - OM online