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Unzufriedenheit beim Service der EWE: Konzern zieht personelle Konsequenzen

Michael Heidkamp verlässt den Vorstand der EWE. Der Konzern betont zwar die "einvernehmliche Entscheidung", doch gibt es offenkundig einen triftigen Grund: Der Service wird zur Chefsache erklärt.

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Foto: EWE AG

Foto: EWE AG

Personelle Veränderungen im Vorstand der EWE: Michael Heidkamp gibt seinen Posten als Marktvorstand in dem Konzern auf. Das teilt die EWE am Freitag mit. Einen Nachfolger gibt es noch nicht. Heidkamps Aufgaben sollen zunächst kommissarisch innerhalb des Vorstandes verteilt werden. Bemerkenswert: Der Kundenservice des EWE-Konzerns wird jetzt zur Chefsache erklärt. Diesen Aufgabenbereich übernimmt Stefan Dohler, der Vorstandsvorsitzende, persönlich.

In der Mitteilung betont die EWE zwar, dass der eigentlich noch bis Oktober laufende Vertrag zwischen Heidkamp und dem Konzern einvernehmlich aufgehoben worden sei. Hintergrund ist offenkundig eine Neuausrichtung beim Kundenservice des Energieversorgers und Telekommunikationsanbieters mit Sitz in Oldenburg. "Leider hat im vergangenen Jahr die Servicequalität gelitten und die notwendigen Verbesserungen blieben bislang hinter den Erwartungen der Kunden und des Unternehmens zurück", teilt die EWE AG am Freitag mit.

Michael Heidkamp, bisheriger Marktvorstand der EWE AG. Foto: Sebastian Vollmert  EWE AGMichael Heidkamp, bisheriger Marktvorstand der EWE AG. Foto: Sebastian Vollmert / EWE AG

Heidkamp habe als zuständiges Vorstandsmitglied mit seinem Rücktritt reagiert – "trotz der komplexen Ursachen in einer besonderen Verantwortung", heißt es in der Unternehmensmitteilung. „In seiner 7-jährigen Tätigkeit als Mitglied des Vorstands hat Michael Heidkamp den Marktbereich des EWE-Konzerns zukunftsorientiert ausgebaut. "Mit der Gründung von Glasfaser Nordwest, dem Gemeinschaftsunternehmen mit der Telekom Deutschland für den Glasfaserausbau im Nordwesten, der EWE-Mobilitätstochter EWE Go und dem Ausbau der Energiedienstleistungen hat er wichtige Grundlagen für die weitere Entwicklung des Unternehmens geschaffen", wird Bernhard Bramlage, Aufsichtsratsvorsitzender der EWE, zitiert. Man zolle Heidkamp Respekt für dessen Entscheidung, den Stuhl zu räumen.

Die Führungsaufgaben werden auf die Vorstände Dr. Urban Keussen, Wolfgang Mücher und Stefan Dohler kommissarisch übertragen. Letzterer will sich "ab sofort mit hoher Priorität der Wiederherstellung der gewohnten Servicequalität annehmen." Es sollen "schnelle und unkomplizierte Lösungen" gefunden werden. Dabei seien besonders die kommenden Monate eine "große Herausforderung" – vor allem mit Blick auf die Energiekrise, "deren Auswirkungen noch nicht absehbar sind", so Dohler.

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