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Thomasmarkt fällt Infektionszahlen zum Opfer

Zum Wochenbeginn gab es noch Hoffnung. Nun sagt die Stadt Vechta die beliebte Traditionsveranstaltung mit verkaufsoffenem Sonntag ab.

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Dichtes Gedränge in der Innenstadt: Das wird es in diesem Jahr am letzten Oktober-Wochenende nicht geben. Foto: M. Niehues

Dichtes Gedränge in der Innenstadt: Das wird es in diesem Jahr am letzten Oktober-Wochenende nicht geben. Foto: M. Niehues

Die steigenden Infektionszahlen haben die letzte Hoffnung auf eine Durchführung des Thomasmarktes und den damit verbundenen verkaufsoffenen Sonntag zunichtegemacht. Die Stadt Vechta zieht nun Konsequenzen. Wie die Verwaltung am Donnerstag mitteilt, ist die Veranstaltung unter den geltenden Regeln der Corona-Verordnung nicht möglich.

Vor einigen Tagen herrschte noch Zuversicht, denn mit Inkrafttreten der aktuellen Corona-Verordnung wurde das bis dato geltende Verbot von Kirmesveranstaltungen bis zum 31. Oktober überraschend aufgehoben. "Damit wären Thomasmarkt und verkaufsoffener Sonntag theoretisch möglich gewesen, allerdings nur unter strengen Auflagen und in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Vechta", berichtete Pressesprecher Volker Kläne.

Vorgaben lassen sich nicht umsetzen

Laut Pressemitteilung hatten sich die Vertreter der Stadtverwaltung und des Stadtmarketingvereins "Moin Vechta" am Dienstag getroffen, um die bereits verloren geglaubte Veranstaltung doch noch kurzfristig für das Wochenende vom 23. bis 25. Oktober auf die Beine zu stellen. Am Ende mussten die Beteiligten feststellen: "Die Vorgaben aus dem erforderlichen Hygienekonzept lassen sich im weitläufigen Innenstadtbereich guten Gewissens nicht umsetzen."

"Einmal mehr müssen wir auf ein lieb gewonnenes Fest verzichten, aber der Infektionsschutz geht vor."Bürgermeister Kristian Kater

Abgesehen von der großen organisatorischen Herausforderung aufgrund der Kurzfristigkeit spreche insbesondere die gegenwärtige dynamische Entwicklung der Fallzahlen im Landkreis Vechta gegen die öffentliche Veranstaltung. "Nach dem anfänglichen Hoffnungsschimmer siegt die Vernunft. Einmal mehr müssen wir auf ein lieb gewonnenes Fest verzichten, aber der Infektionsschutz geht vor", so Bürgermeister Kristian Kater.

"Moin Vechta"-Vorsitzender zeigt Verständnis

Für die Vereine, Verbände und Hobbyhändler, die viel Freude an dem traditionellen Wochenende mit den publikumswirksamen Flohmärkten in der Kreisstadt hätten und ganz nebenbei auch ihre Kassen ein bisschen aufbessern wollten, tue es ihm sehr leid, so der Bürgermeister weiter. Auch für die hiesige Kaufmannschaft hätte ein verkaufsoffener Sonntag ein Beitrag zum Weg aus der Krise bedeutet.

"Moin Vechta"-Vorsitzender Peter gr. Beilage zeigt Verständnis für die Absage, weiß aber auch um die Bedeutung des Thomasmarktes, der seit Jahren ein wichtiges Ereignis für die Geschäftsleute ist und viele Kunden in die Innenstadt lockt. Der Stadtmarketingverein wollen nun zumindest versuchen, den Samstagnachmittag (24. Oktober) für Verkaufszwecke zu nutzen und somit einen kleinen Ausgleich zu schaffen. "Natürlich unter den Corona-Voraussetzungen und in ganz abgeschwächter Form", erklärte der Vorsitzende auf Anfrage.

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