Sondervermögen über 500 Milliarden Euro: „Deutscher Bauservice“ fordert Rahmenbedingungen
Das Unternehmen mit Sitz in Molbergen und Cloppenburg befürchtet ansonsten Verzögerungen beim Netzausbau.
Oliver Hermes | 07.03.2025
Das Unternehmen mit Sitz in Molbergen und Cloppenburg befürchtet ansonsten Verzögerungen beim Netzausbau.
Oliver Hermes | 07.03.2025

Rahmenbedingungen gefordert: Der Netzausbau soll vorangetrieben werden. Symbolfoto: dpa
In dem Sondervermögen von 500 Milliarden Euro für die Infrastruktur in Deutschland sieht der Deutsche Bauservice mit Sitz in Molbergen und Cloppenburg Chancen. Das Paket hatten CDU/CSU und SPD während ihrer Sondierungsgespräche abgestimmt. Mit der Ankündigung ist „die Möglichkeit geschaffen, die marode Infrastruktur in der Bundesrepublik Deutschland wieder zu modernisieren“, teilt der Deutsche Bauservice dazu mit. Dies betrifft neben Bahn und Straßenbau auch den Ausbau der Stromnetze. Das Unternehmen aus dem Landkreis Cloppenburg bietet Dienstleistungen und Lösungen für Infrastruktur und Bauprojekte in den Kernbereichen Trassierungsleistungen im Stromsektor, Entwicklung und Projektierung von Wind- und Photovoltaikanlagen sowie Ausbau von Glasfasernetzen. Wie das Unternehmen weiter mitteilt, könne ein speziell eingerichtetes Sondervermögen langfristige Finanzierungssicherheit gewährleisten und damit verlässliche Perspektiven für die öffentliche Hand, Netzbetreiber und für die mit der Umsetzung betrauten Unternehmen schaffen. Dafür brauche es zwingend klare gesetzliche Rahmenbedingungen, ansonsten würden erhebliche Verzögerungen drohen. Das Bundesbedarfsplangesetz sollte bereits im letzten Jahr weitere Vorhaben der Stromautobahnen mit aufnehmen, was jedoch aufgrund des Zusammenbruchs der Ampelkoalition scheiterte. „Dies führt bereits jetzt zu deutlichen Verzögerungen im Ausbau der Stromtrassen”, so Alexander Thomas, der die Firma mit seinen Brüdern Florian und Maximilian gegründet hat. Sie fordern entschlossene und schnelle gesetzgeberische Maßnahmen, um den Netzausbau und damit die Energiewende nicht weiter auszubremsen. Besonders betroffen seien die Höchstspannungsleitungen zum Transport von Windenergie aus norddeutschen Onshore- und Offshore-Anlagen in den Süden. Die Bundesnetzagentur habe wichtige Vorhaben bereits genehmigt, doch ohne eine Bestätigung durch den Bundesgesetzgeber bleibe deren Realisierung blockiert. „Schon jetzt klagen die Stromproduzenten, dass die Einspeisepunkte und Netze häufig überlastet sind“, heißt es in der Pressemitteilung. Es bestehe auch die Gefahr, dass die stockenden Planungen die Klimaziele wie die CO₂-Reduktion und die Dekarbonisierung des Energiesektors bis 2045 gefährden. „Alle warten. Die Projekte sind eingeplant, die beteiligten Akteure sind einsatzbereit. Es fehlt nur noch an einer verbindlichen gesetzlichen Grundlage. Der Gesetzgeber ist nun gefordert, klare politische Entscheidungen zu treffen.“Langfristige Finanzierungssicherheit
Entschlossene Maßnahmen gefordert
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