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So viele Räder sollen bei "E Bike Advanced Technologies" künftig pro Jahr aus der neuen Halle rollen

In den Produktionsstandort des Unternehmens "E Bike Advanced Technologies" im Niedersachsenpark wird eine Menge Geld investiert. Geschäftsführer ist der Dammer Helge von Fugler.

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Symbolfoto: dpa/Wolf

Symbolfoto: dpa/Wolf

Ein Investitionsvolumen von mehr als 12 Millionen Euro: Das Unternehmen „E Bike Advanced Technologies“ mit Sitz in Frankfurt investiert in ein neues Technologie- und Innovationszentrum im Niedersachsenpark.

"Wir freuen uns über einen weiteren geilen Ansiedlungserfolg."Uwe Schumacher

Uwe Schumacher, Geschäftsführer der Gesellschaft Niedersachsenpark, die das interkommunale Industrie- und Gewerbegebiet auf Neuenkirchen-Vördener und Riester Gebiet vermarktet, nahm kein Blatt vor den Mund. "Wir freuen uns über einen weiteren geilen Ansiedlungserfolg", kommentierte er das Vorhaben des Unternehmens, dessen Geschäftsführer Helge von Fugler aus Damme stammt.

Bis zu 100.000 E-Bikes pro Jahr will das Unternehmen zukünftig im Niedersachsenpark fertigen. Die Arbeiten für die neue "Advanced Mobility Production" sollen nach Angaben des Unternehmens  in Kürze starten, die Produktion im 2. Quartal 2023 beginnen.

Produktionsfläche misst 6000 Quadratmeter

Das Unternehmen hat sich nach Angaben Uwe Schumachers 70.000 Quadratmeter Fläche in der Nähe des Riester Damms gesichert. Dort sollen 6000 Quadratmeter Produktionsfläche und auf 2000 Quadratmetern Raum für Büros auf zwei Etagen entstehen. Vorgesehen sind 100 neue Arbeitsplätze.

Das vor 11 Jahren gegründete Unternehmen "E Bike Advanced Technologies" ist nach eigenen Angaben der erste reine E-Bike-Hersteller gewesen. De facto entstehe in Rieste Mobilität der Zukunft: Modernste Lager- und Produktionssteuerung sowie ein auf Autarkie ausgelegtes Energiekonzept bildeten die Voraussetzung für die Fertigung der E-Bikes, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Advanced habe sich zum Ziel gesetzt, neue Formen der Mikro-Mobilität vielen Menschen zugänglich zu machen, ohne dabei der Umwelt zur Last zu fallen. Mit der Reco-Technologie werde das Realität.

Zurück Richtung Heimat: Helge von Fuglers Unternehmen E Bike Advanced Technologies“ baut im Niedersachsenpark einen neuen Produktionsstandort. Foto: E Bike Advanced TechnologiesZurück Richtung Heimat: Helge von Fuglers Unternehmen „E Bike Advanced Technologies“ baut im Niedersachsenpark einen neuen Produktionsstandort. Foto: E Bike Advanced Technologies

Kunststoffgranulat ist Ausgangsprodukt für Reco-Rahmen

Der Ausgangspunkt für die neuen Reco E-Bikes, die ab dem 13. Juli auf der Eurobike Messe in Frankfurt vorgestellt werden, sei das Advanced Composite Material, ein Kunststoffgranulat mit einem 40-prozentigen Anteil recycelter Kohlenstofffasern aus der Automobilindustrie.

Mittels moderner Spritzguss-Technologie entstünden aus dem Granulat schnell und energieeffizient die Reco-Rahmen. "Diese besitzen nicht nur außerordentliche schall- und stoßdämpfende Eigenschaften, sondern sparen dank Produktion in Deutschland zirka 68 Prozent CO₂-Emissionen gegenüber herkömmlichen, in Asien gefertigten Aluminium-Rahmen ein", teilte Andreas Leo Schlüter, Leiter B2B Kommunikation und Service, mit. Reco-Rahmen ließen sich einfach und zu 100 Prozent recyceln und wieder dem Materialkreislauf zuführen.

"Für mich schließt sich mit dem Neubau auch privat ein Kreis."Helge von Fugler

Der Einstieg in die nachhaltige, weil Abfall vermeidende Kreislaufwirtschaft ist eine Herzensangelegenheit für Helge von Fuglers: "Für mich schließt sich mit dem Neubau auch privat ein Kreis. Ich freue mich sehr, dass ich mit diesem Projekt quasi in meine Heimat zurückkehre und meinen Teil zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung der Region beitragen darf."

Neuer Produktionsstandort: Das Unternehmen E Bike Advanced Technologies errichtet im Niedersachsenpark im Bereich des Riester Damms ein neues Werk. Foto: MeyerNeuer Produktionsstandort: Das Unternehmen "E Bike Advanced Technologies" errichtet im Niedersachsenpark im Bereich des Riester Damms ein neues Werk. Foto: Meyer

Dass seine Vision in Rieste Realität werden könne, sei Uwe Schumacher zu verdanken: „Ich kann mich nur ganz herzlich bei Uwe Schumacher für seine engagierte Unterstützung bedanken.“ Er habe von Anfang an für die Ansiedlung der Advanced Mobility Production in Rieste geworben.

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