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Rückstand bei Hotelbetten in Molbergen aufgeholt

Nach der Schließung des Hotels Thole-Vorwerk gab es in der Gemeinde Molbergen ein Defizit bei Betten für Touristen und reisende Arbeitnehmer. Das ändert sich nun.

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Saniert und mit rustikalem Charme: Das Dwergte Gästehaus kann ab sofort über den Gasthof „Zum Dorfkrug“ gebucht werden. Foto: Götting

Saniert und mit rustikalem Charme: Das Dwergte Gästehaus kann ab sofort über den Gasthof „Zum Dorfkrug“ gebucht werden. Foto: Götting

Die Pläne waren lange vor der Coronazeit gereift, und auch die Bauarbeiten liefen schon, als das Virus um sich griff. Mit einer umfassenden Kernsanierung und einem guten Blick für die alte Bausubstanz hat die Familie Kuhl­mann-Blanke ihr landwirtschaftliches Anwesen an der Dorfstraße in Dwergte in ein modernes Gästehaus verwandelt.

Dritte und vierte Generation: Richard, Heike, Jasmin und Jens Hochartz (von links) können jetzt bis zu 30 Gäste beherbergen.  Foto: HochartzDritte und vierte Generation: Richard, Heike, Jasmin und Jens Hochartz (von links) können jetzt bis zu 30 Gäste beherbergen.  Foto: Hochartz

Böden wurden herausgestemmt, Holzbalken gereinigt und neue Wände gezogen. Wo früher Stroh für das Vieh lagerte, befinden sich heute sechs moderne Gästezimmer, die den Bedürfnissen der meisten Touristen und reisenden Arbeitnehmer genügen dürften. Ein modernes Bad für jedes Zimmer ist dort ebenso selbstverständlich wie ein Fernseher oder ein leistungsfähiger Internetanschluss. Auch die Zubereitung von Kaffee oder Tee ist auf den Zimmern möglich.

Vermarktet wird das Gästehaus von der Familie Hochartz, die schräg gegenüber den bekannten Dorfkrug betreibt. „Für uns ist das Gästehaus eine willkommene Entlastung“, berichtet Inhaber Richard Hochartz. Der Dorfkrug selbst habe sieben Zimmer und oft genug sei es in der Vergangenheit schon vorgekommen, dass man auf Radwandergruppen verzichten musste, weil es an ein oder zwei Zimmern gefehlt habe. „Diese Gruppen sind sehr gesellig, die lassen sich nicht trennen“, weiß Hochartz aus Erfahrung. So habe man oft genug Gäste ziehen lassen.

Entspannung: Die Terrasse hinter dem Gästehaus bietet dörfliche Ruhe. Foto: Bernd GöttingEntspannung: Die Terrasse hinter dem Gästehaus bietet dörfliche Ruhe. Foto: Bernd Götting

Dass es Bedarf an Hotelbetten gebe, daran steht nach Ansicht der Dwergte Gastronomenfamilie kein Zweifel. Für das internationale Billardturnier in Molbergen, das wegen der Pandemie gestrichen wurde, sei man komplett ausgebucht gewesen. Mit den räumlich möglichen Aufbettungen könne man bis zu 30 Personen unterbringen, rechnet Jens Hochartz vor. Das übliche Frühstück werde zentral im Dorfkrug angeboten. Mit der Lockerung der Corona-Regeln sei es jetzt wieder möglich, die Gästebetten bis zu 60 Prozent auszulasten. Die ersten Reservierungen lägen schon vor. Eine konstante Nachfrage herrsche dagegen für die Unterbringung von Monteuren oder Reisenden, die im Auftrag von Firmen unterwegs seien.

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