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Pöppelmann stellt Ausbildungszentrum in Lohne vor

Das Familienunternehmen lädt Schüler, Eltern und Lehrer zu einem Blick hinter die Kulissen ein. Sie können sich im September vor Ort informieren.

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Werkzeug am Haken: Die dualen Studenten Katharina Lüllmann (Studiengang Kunststofftechnik) und Eduard Eida (Studiengang Maschinenbau) absolvieren parallel zum Studium eine Ausbildung als Verfahrensmechaniker. Foto: Honkomp/Pöppelmann

Werkzeug am Haken: Die dualen Studenten Katharina Lüllmann (Studiengang Kunststofftechnik) und Eduard Eida (Studiengang Maschinenbau) absolvieren parallel zum Studium eine Ausbildung als Verfahrensmechaniker. Foto: Honkomp/Pöppelmann

Zum „Tag der Ausbildung“ öffnet das Lohner Kunststoffunternehmen Pöppelmann am 10. September (Samstag) in der Zeit von 9 bis 15 Uhr die Tür zu seinem neuen Ausbildungszentrum. Laut Mitteilung freuen sich die Organisatoren insbesondere auf den Besuch von Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrern. In den vergangenen drei Jahren wurden die erweiterten Räumlichkeiten für die Aus- und Weiterbildung nach und nach in Betrieb genommen. Jetzt kann das Ausbildungszentrum erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Zum Vorbereitungsteam der Veranstaltung gehört auch Jens Haskamp, stellvertretender Teamleiter technische Ausbildung. „Für die optimale Planung der Veranstaltung bitten wir die Besucherinnen und Besucher, sich vorher online anzumelden“, sagt er. Es sei aber auch möglich, spontan vorbeizukommen. Ein Street-Food-Imbiss sorgt für kulinarische Stärkung, zudem gibt es einen Shuttle-Service zwischen den Werken 1 und 2. Im Werk 2 in Brockdorf (Hermann-Staudinger-Straße 1) sind die Fachbereiche Kunststofftechnik, Elektrotechnik und Technische Kommunikation zu finden, im Werk 1 (Bakumer Straße 73) der Fachbereich Metalltechnik.

„Wir freuen uns sehr, nun endlich auch nach außen hin zeigen zu können, wie wir die Rahmenbedingungen der Aus- und Weiterbildung in den vergangenen Jahren bei uns weiterentwickelt haben“, erklärt der Berufspädagoge. Dabei sei dieser Prozess noch längst nicht abgeschlossen: „Aktuell laufen die Planungen für ein Digital Lab. Das digitale Labor wird ein Ort, an dem wir neue IT-Technologien für uns erlebbar machen.“

Überblick über Ausbildungsmöglichkeiten

Doch auch jetzt schon wird an den Werkbänken, Arbeits- und Laborplätzen des Pöppelmann-Ausbildungszentrums deutlich, wie sehr die digitale Entwicklung die Berufsausbildung und die Arbeitswelt bereits verändert hat. Zudem können digitale Systeme auch die Berufsorientierung erleichtern. Ein Beispiel dafür sind die Virtual-Reality-Brillen, die das Kunststoff-Netzwerk „Ems-Achse“ für den Tag der Ausbildung bei Pöppelmann zur Verfügung gestellt hat. Sie geben einen sehr konkreten Einblick in wenig zugängliche Bereiche der Arbeitswelt.

„Unsere Veranstaltung kann gerade denjenigen, die im kommenden Sommer die Schule abschließen, sehr helfen, sich einen Überblick über die vielen Ausbildungsmöglichkeiten zu verschaffen und die Perspektiven nach dem Abschluss“, ermuntert Haskamp zur Anmeldung. „Jede und jeder ist eingeladen, herauszufinden, wie wir in insgesamt zwölf IT-, kaufmännischen und technischen Ausbildungsberufen und auch in unseren sechs dualen Studiengängen aktuell über 150 junge Leute fit für die Zukunft machen.“

Anschaulicher Fachunterricht: Das interaktive digitale Whiteboard erleichtert Berufspädagoge Jens Haskamp (4. von links) die Erklärung pneumatischer Schaltungen. Foto: HonkompPöppelmannAnschaulicher Fachunterricht: Das interaktive digitale Whiteboard erleichtert Berufspädagoge Jens Haskamp (4. von links) die Erklärung pneumatischer Schaltungen. Foto: Honkomp/Pöppelmann

So können sich Jugendliche dann aus erster Hand über die Rahmenbedingungen einer Ausbildung in dem Unternehmen informieren: Zum Beispiel im Gespräch mit der dualen Studentin Jana Clasemann. Sie studiert Maschinenbau (Abschluss: Bachelor of Engineering) und absolviert gleichzeitig eine Ausbildung zur Verfahrensmechanikerin – einem vielseitigen Beruf, in dem man für die Einrichtung der computergesteuerten Maschinen und Entnahmeroboter sowie für die Steuerung, Regelung und Überwachung der Fertigungsprozesse zuständig ist.

Studentennetzwerk gegründet

Die Unterweisungsmodule im Ausbildungszentrum sieht Jana als große Bereicherung, nicht nur in fachlicher Hinsicht: „Hier kommen verschiedene Berufsfelder zusammen, man bekommt direkte Einblicke über den eigenen Arbeitsbereich hinaus und knüpft Kontakte zu Auszubildenden aus anderen Berufsfeldern.“ „Kontakte“ ist das passende Stichwort für Katharina Lüllmann: Sie ist ebenfalls duale Studentin (Studium: Kunststofftechnik/Ausbildung: Verfahrensmechanikerin) und gehört zu den Gründungsmitgliedern des neuen Pöppelmann-Studentennetzwerkes. Auch dessen Aktivitäten wird sie beim Tag der Ausbildung vorstellen.

Mit von der Partie sind dann auch weitere Arbeitsgruppen der Auszubildenden. Insbesondere die selbstgebauten Maschinen der Initiative Kunststoffmobil dürften auf großes Interesse stoßen. In der Initiative engagieren sich Auszubildende verschiedener Jahrgänge aus unterschiedlichen Ausbildungsberufen für Nachhaltigkeit in der Kunststoffverarbeitung. Der Berufsnachwuchs will die Themen Kunststoff, Kreislaufwirtschaft und Recycling ganz praxisnah „mobil“ machen und in Schulen und bei Veranstaltungen darüber informieren.

Prüfungsvorbereitung am Schaltschrank: Lucas Krampe befindet sich im 3. Ausbildungsjahr zum Mechatroniker. Er hilft der dualen Studentin Jana Clasemann (Maschinenbau) bei der Vorbereitung auf ihre Abschlussprüfung zur Verfahrensmechanikerin. Foto: HonkompPöppelmannPrüfungsvorbereitung am Schaltschrank: Lucas Krampe befindet sich im 3. Ausbildungsjahr zum Mechatroniker. Er hilft der dualen Studentin Jana Clasemann (Maschinenbau) bei der Vorbereitung auf ihre Abschlussprüfung zur Verfahrensmechanikerin. Foto: Honkomp/Pöppelmann

Weltweit mehr als 2500 Mitarbeiter

Mit der Einladung zum „Tag der Ausbildung“ möchte das Lohner Familienunternehmen mit über 70-jähriger Firmengeschichte und weltweit mehr als 2500 Mitarbeitern auch dem Fachkräftemangel etwas entgegensetzen. Haskamp ist überzeugt: „Die Anforderungen einer industriellen Ausbildung steigen enorm. Durch die Optimierung der Rahmenbedingungen wollen wir erreichen, dass unsere Nachwuchskräfte nicht nur durch ihre Fachkenntnisse, sondern auch durch die Weiterentwicklung ihrer Persönlichkeit bereit sind für die Mitgestaltung der Innovationen, die vor uns stehen. Das sehen wir letztlich auch als gesellschaftliche Aufgabe.“

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