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Neues Verteilzentrum der Post nimmt Formen an

Briefe und Pakete werden künftig an der Dieselstraße in Garrel sortiert und in die Wagen der Zusteller geladen. Die sollen elektrisch laufen, wofür es 30 Ladepunkte geben wird.

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Auf der Baustelle: Bauherr Marco Behrens (rechts) zeigte Garrels Bürgermeister Thomas Höffmann den Baufortschritt. Foto: Vorwerk

Auf der Baustelle: Bauherr Marco Behrens (rechts) zeigte Garrels Bürgermeister Thomas Höffmann den Baufortschritt. Foto: Vorwerk

Das Postverteilzentrum in Garrels Ortsmitte zieht um. Im Sommer soll der neue Standort an der Dieselstraße bezugsfertig sein, dann können die Briefe und Pakete mit Lkw in dem Gewerbegebiet angeliefert, sortiert und auf die Fahrzeuge der Zusteller verteilt werden. Im Zentrum des Hauptortes wird dadurch eine attraktive Fläche frei, für die sich bereits Interessenten im Rathaus gemeldet haben, wie Bürgermeister Thomas Höffmann gegenüber OM-Medien erklärte.

Die bisherige Immobilie sei in die Jahre gekommen und weise einige bauliche Schwachstellen auf, wie der Bürgermeister einräumte. Das 1400 Quadratmeter große Areal wurde vor einigen Jahren von der Kommune erworben, um auf die Entwicklung des Dorfes Einfluss nehmen zu können. "Die Politik wird darüber entscheiden, was dort passiert", so Höffmann. Für Ideen und Konzepte sei man offen.

Auf dem Dach gibt es eine PV-Anlage

Mit dem Standortwechsel an die Dieselstraße wird auch ein Teil des Verkehrs aus dem Ort geholt. Die Fahrzeuge, die sich im Gewerbegebiet auf den Weg machen, sollen hingegen zukünftig elektrisch unterwegs sein. Marco Behrens, Bauherr und künftiger Vermieter der Post, schafft gegenwärtig die Voraussetzungen, dass die Zustellfahrzeuge an 30 Ladepunkten mit Strom versorgt werden. Und der könnte vor Ort produziert werden, wie er betont, denn auf dem Dach der rund 700 Quadratmeter großen Halle sollen Photovoltaikplatten installiert werden.

Das Areal ist aber auch ohne den örtlichen Sonnenstrom versorgt. "Es wurde ein 150-kW-Anschluss gelegt", so Behrens. In einem Winkel des Grundstücks, das Behrens bereits vor Jahren als Optionsfläche neben seinem Betrieb erworben hat, ist ein Standort für einen der Richtunfunkmasten vorgesehen, die "Emslandtel" in der Gemeinde an verschiedenen Punkten errichten möchte. An den 60 Meter hohen Türmen werden Antennen installiert, die eine Versorgung mit schnellem Internet auch in entlegenen Bereichen der Gemeinde sichert.

Bauherr liegt sogar vor dem Zeitplan

Wobei man gar nicht in der Wildnis leben muss, um bislang auf Glasfaser-Geschwindigkeiten zu verzichten. Der Hauptzweig der Dieselstraße ist mit Lichtwellenleitern versorgt, an dem Abzweig, an dem auch Behrens seinen Betrieb hat, muss er vor 2025 nicht mit einem Anschluss rechnen, wurde ihm mitgeteilt.

Der Neubau und die Nebenanlagen kommen flott voran, was in Zeiten von Materialknappheit und fehlenden Fachkräften keine Selbstverständlichkeit ist. "Wir sind frühzeitig in die Planung eingestiegen und haben die Aufträge vergeben", meint der Tischlermeister. Im vergangenen August wurden die ersten Zeichnungen gemacht und im Januar bereits die Fundamente gegossen. Im März wurde der Hochbau in Angriff genommen, eine Konstruktion auf einem Fertigbetonsockel mit Stahlhalle und Sandwichplatten. Innen gibt es neben der eigentlichen Arbeitshalle Büroflächen und Sozialräume, die bereits in wenigen Monaten bezogen sein könnten.

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