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Mondi baut neues Forschungs- und Entwicklungszentrum in Steinfeld

Der internationale Verpackungs- und Papierhersteller investiert in Steinfeld 5 Millionen Euro. Das neue Zentrum soll Kooperationen und Wissenstransfer beim Thema Nachhaltigkeit stärken.

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Seit Anfang September baut der Verpackungs- und Papierhersteller Mondi am Werk in Steinfeld ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum. Foto: Timphaus

Seit Anfang September baut der Verpackungs- und Papierhersteller Mondi am Werk in Steinfeld ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum. Foto: Timphaus

Der Verpackungs- und Papierhersteller Mondi, zu dessen Kunden etwa Marken wie "Frosch" gehören, investiert an seinem Standort Steinfeld rund 5 Millionen Euro in ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum (F&E). Das gibt die international agierende Gruppe mit Hauptsitzen in Wien (Österreich) und in Weybridge  (England) bekannt. Mit dem neuen Zentrum sollen nach Unternehmensangaben künftig Kunden unterstützt werden, gemeinsam mit Mondi Verpackungslösungen zu entwickeln, um ihre Nachhaltigkeitsziele zu erfüllen. Der Bau hat bereits Anfang September begonnen.

Nach der Fertigstellung des Zentrums sollen Pilotproduktionslinien sowohl für kunststoff- als auch papierbasierte Lösungen zur Verfügung stehen – von der Beschichtung, Folienextrusion und Bedruckung bis hin zu Abfülllinien für verschiedene Produkte. Das Zentrum wird laut Mitteilung auch über ein analytisches Labor verfügen. Es soll außerdem einen Bereich speziell für Kunden geben, um sich in einem frühen Entwicklungsstadium von Produkten auszutauschen und zusammenzuarbeiten.

Der Neubau passt sich in seiner Architektur den benachbarten Bestandsgebäuden an. Visualisierung: Haves + HogtDer Neubau passt sich in seiner Architektur den benachbarten Bestandsgebäuden an. Visualisierung: Haves + Hogt

Laut Werner Ferlings, Geschäftsführer der Mondi-Werke in Halle und Steinfeld, demonstriere das F&E-Zentrum "unseren praktischen Ansatz zur Entwicklung nachhaltiger Verpackungslösungen bei Mondi. Wir freuen uns darauf, mit unseren Kunden zusammenzuarbeiten und ihr Wissen mit unserem zu kombinieren, um ihre Ziele bei nachhaltigen Verpackungen zu erreichen." Diese Investition leiste ihren Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen des "Aktionsplans 2030" von Mondi, insbesondere zu dem Ziel, bis 2025 alle Produkte zu 100 Prozent wiederverwendbar, recycelbar oder kompostierbar zu machen.

Mondi will bis 2025 zu 100 Prozent recyclefähig produzieren

Laut Mitteilung der Mondi Gruppe soll das F&E-Zentrum Experten mit umfassendem Wissen über verschiedene Materialien und Verpackungsarten zusammenbringen. Extrusionsbeschichtung, wässrige Dispersionsbeschichtung und Silikonisierung seien vorhanden, genauso wie verschiedene Druckmaschinen. Abfüllanlagen für unterschiedliche Materialien, einschließlich horizontaler und vertikaler Form-, Füll- und Versiegelungsanlagen, sollen es Kunden ermöglichen, Versuche durchzuführen, ohne ihre eigene laufende Produktion zu unterbrechen. Mondi kann gemeinsam mit seinen Kunden Lösungen im Pilotmaßstab vor Ort entwickeln und den Prozess von der Idee bis zur skalierten Verpackung beschleunigen.

Das Forschungs- und Entwicklungszentrum wird Ende 2023 eröffnen. Es soll die anderen Forschungs- und Entwicklungszentren von Mondi, wie die Recycling- und Lebensmittelsicherheitslabore im österreichischen Frantschach, ergänzen.

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