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Juryurteil: "Die Schönheit des Ziegels wird zelebriert"

Das neue Verwaltungsgebäude der Olfry-Ziegelwerke in Vechta wird mit einem OLB-Architekturpreis ausgezeichnet. In der Bauausgestaltung finden sich zahlreiche Bezüge zur Firmengeschichte.

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Mit Architekturpreis ausgezeichnet: Das neue Verwaltungsgebäude der Olfry-Ziegelwerke in Vechta. Foto: Sarbach

Mit Architekturpreis ausgezeichnet: Das neue Verwaltungsgebäude der Olfry-Ziegelwerke in Vechta. Foto: Sarbach

Das neu gebaute Verwaltungs- und Ausstellungsgebäude der Olfry-Ziegelwerke in Vechta ist mit dem Preis für Architektur und Ingenieurbau der OLB-Stiftung ausgezeichnet worden. Die BKS Architekten aus dem ostwestfälischen Lübbecke errangen mit dem von ihnen geplanten Bau den dritten Preis. Die Ehrung nahmen nun für das Architektenbüro Dirk Stanczus sowie Firmenchef Udo von Frydag in Oldenburg im Rahmen einer Feierstunde im Theater Laboratorium entgegen.

In der Würdigung des architektonischen Konzepts des Olfry-Neubaus hebt die Jury besonders die konsequente Integration der „firmeneigenen Produkte Ziegel, Backstein und Klinker in das Gesamtkonzept“ heraus. Weiter heißt es: „Durch den gestalterischen und konstruktiven Einsatz der eigenen Produkte für alle Fassaden und Bodenbeläge im Innen- und Außenbereich wird die Schönheit des Ziegels zelebriert. Die gestalterischen Möglichkeiten durch die bewusste Wahl von Steinformaten und Mauerwerksverbänden werden hier sehr nachhaltig aufgezeigt.“

Prämiert wurden herausragende Bauvorhaben im regionalen Einzugsbereich der OLB-Stiftung

Firmenchef Udo von Frydag hatte gemeinsam mit den verantwortlichen Architekten viel eigenes „Herzblut“ in das charaktervolle Gebäude gesteckt. Unter anderem finden sich zahlreiche historische Bezüge zur Firmengeschichte in der Bauausgestaltung. Er freue sich nun sehr und sei „dankbar - für den Preis und Gottes Gnade, das Gebäude gebaut haben zu dürfen“, meinte er nach der Ehrung. Man fühle sich in dem Neubau „sehr wohl“.

Prämiert wurden qualitativ herausragende Bauvorhaben, die vom 1. Juni 2018 bis 31. Mai 2021 im regionalen Einzugsbereich der OLB-Stiftung fertiggestellt wurden. Die Preisträger wurden von einer unabhängigen Jury ermittelt, die sich aus renommierten Fachleuten zusammensetzt. Ihr gehören Professor Dr.-Ing. Rainer Hempel (Köln), Prof. Dipl.-Ing. Cornelia Müller (Berlin), Boris Schade-Bünsow (Chefredakteur Bauwelt), Dr. Reinhard Spieler (Sprengel-Museum Hannover) und Dipl.-Ing. Architekt Julia Tophof (Berlin) an. Der Preis wurde 1994 mit Gründung der OLB-Stiftung aus der Taufe gehoben. Er wurde nun zum siebten Mal vergeben.

Die für den Olfry-Bau verantwortlichen BKS Architekten aus Lübbecke erringen den 3. Preis

Den mit 8.000 Euro dotierten ersten Preis erhielt die Gruppe GME Architekten aus Bremen für den Umbau des Wohn- und Geschäftshauses „Casino Futur“ in Bremen. Der 2. Preis ging an das Architektenbüro kbg aus Oldenburg (6000 Euro). Gewürdigt wurde damit der Neubau des Christophorus-Hauses der katholischen Kirchengemeinde St. Marien in Oldenburg. Über eine Anerkennung freut sich der Architekt Max Dudler aus Berlin für das City Gate Bremen. Der 3. Preis ist mit 4000 Euro dotiert.

Hat mithilfe der Architekten auch viele eigene Ideen im neuen Gebäude umgesetzt: Udo von Frydag. Foto: KühnHat mithilfe der Architekten auch viele eigene Ideen im neuen Gebäude umgesetzt: Udo von Frydag. Foto: Kühn

Karin Katerbau, Vorsitzende des Vorstands der OLB-Stiftung, meinte bei der Verleihung, dass der OLB-Preis für Architektur und Ingenieurbau zeige, „dass es hervorragende Gebäude und Bauwerke im Nordwesten Niedersachsens“ gebe. Alle Teilnehmer hätten durch ihren außerordentlichen architektonischen Wert und die persönliche Qualifikation beeindruckt, „sodass der Jury die Auswahl nicht leicht gefallen ist“, so Katerbau. Auch die Bauherren beglückwünschte sie: „Denn sie haben natürlich Einfluss auf die Gestaltung der zu bauenden Objekte und tragen so dazu bei, dass sich unser Lebensraum auch in architektonischer Hinsicht weiterentwickelt.“

Teilnahmeberechtigt waren alle freiberuflichen, verbeamteten oder angestellten Architekten sowie Ingenieure. Bei der Beurteilung spielten nicht nur die Gesamtidee und das Konzept eine Rolle, sondern auch beispielsweise Materialwahl, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit sowie ökologische Qualitäten und Nachhaltigkeitsaspekte.

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