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HNO-Praxis-Neubau bietet Platz für neue Methoden

Der HNO-Arzt Dr. Moulay Abderrahmane Rachidi hatte schon vor Jahren die Idee zu einem Ärztehaus in Garrel. Jetzt ist das Gebäude bald fertig.

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Besprechen die letzten Schritte bis zur Fertigstellung: Dr. Moulay Abderrahmane Rachidi und die Architektin Kerstin Thieben. Foto: Heinrich Kaiser

Besprechen die letzten Schritte bis zur Fertigstellung: Dr. Moulay Abderrahmane Rachidi und die Architektin Kerstin Thieben. Foto: Heinrich Kaiser

Es wird nicht nur ein neues Gebäude, das der Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (HNO), Dr. Moulay Abderrahmane Rachidi, am Karpfenweg in Garrel bauen lässt. "Wir werden hier auch unser Leistungsspektrum erweitern", sagt der Mediziner, der bereits seit 6,5 Jahren an der Hauptstraße praktiziert.

Rachidi denkt dabei zum Beispiel an Neuerungen auf dem Gebiet der Schlafmedizin. Seit vielen Jahren behandelt der Facharzt auch Patienten mit dem sogenannten Schlafapnoesyndrom, also mit häufigen und lang anhaltenden Atemaussetzern im Schlaf. Viele dieser Patienten werden mit einer Maske behandelt, die sie nachts tragen und über die ihre Atmung mit leichtem Überdruck unterstützt wird. Inzwischen gebe es neue technische Möglichkeiten, die das Tragen der Maske überflüssig machen würden, so Rachidi.

Facharzt bietet weiter die gesamte HNO-Bandbreite an

Das soll eines seiner Themen sein, wenn die neuen Praxisräume in Betrieb gegangen sind. Und das werde voraussichtlich Anfang kommenden Jahres der Fall sein, wie die zuständige Architektin, Kerstin Thieben aus Rhauderfehn, erklärt. Aber Rachidi wird natürlich weiterhin die gesamte Bandbreite einer HNO-Praxis anbieten, bis hin zu kleinen operativen Eingriffen, die unter lokaler Betäubung möglich sind.

Schon zu Beginn seiner Tätigkeit in Garrel habe er die Idee gehabt, ein Ärztehaus zu bauen. Jetzt, 7 Jahre später, ist es so gut wie fertig. Auf dem rund 1600 Quadratmeter großen Grundstück an der Ecke Böseler Straße/Karpfenweg ist ein Haus entstanden, in dem außer der 220 Quadratmeter großen Praxis mit 6 Behandlungs- und Untersuchungsräumen auch 2 Mietwohnungen im Obergeschoss und eine kleine Dienstwohnung für den Arzt Platz finden. Einschließlich der Garage und allen Nebenräumen verfügt das Gebäude über 430 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche. Eine Besonderheit ist das spezielle Behandlungszimmer für Patienten, die mit einer Infektion kommen. Der Raum kann über einen separaten Eingang betreten und verlassen werden, sodass es zu keinem Kontakt mit anderen Besuchern der Praxis und somit zu einem geringeren Infektionsrisiko kommt ­ – eine Lehre aus der Corona-Pandemie, wie Rachidi sagt.

Gebäude erreicht höchsten Energiestandard

Und auch der aktuellen Klima- und Energiekrise trägt der Neubau Rechnung. Mit Kfw 40 plus erreicht er den höchsten Energiestandard. Dafür sorgen eine Erdwärmeheizung, eine Photovoltaikanlage, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und entsprechende Dämmungen.

Etwa 1 Jahr liegt der erste Spatenstich zurück. Während der Bauphase habe es keine größeren Probleme wegen Materialknappheit, Handwerkermangel oder dramatischen Kostensteigerungen gegeben. Auch die Zusammenarbeit mit den Behörden habe schnell und unproblematisch funktioniert, betont Thieben.

Eine Hürde hat Dr. Rachidi allerdings noch zu nehmen, bevor es in den neuen Räumen richtig losgehen kann: In seiner bisherigen Praxis sind 5 Mitarbeiterinnen beschäftigt. Demnächst brauche er aber mehr Personal. Der Arzt will 1,5 zusätzliche Stellen besetzen. Doch es sei nicht einfach, dafür geeignete Interessentinnen zu finden. "Es muss kein medizinisches Fachpersonal sein. Auch Quereinsteiger sind willkommen", sagt Dr. Moulay Abderrahmane Rachidi.

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