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Geschäfte bleiben am Sonntag in Vechta geschlossen

Die Corona-Zahlen gehen bundesweit wieder in die Höhe. Nun zieht der Stadtmarketingverein "Moin Vechta" die Reißleine.

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Die Corona-Pandemie lässt es nicht zu: Der verkaufsoffene Sonntag in Vechta fällt aus. Foto: dpa / Tirl

Die Corona-Pandemie lässt es nicht zu: Der verkaufsoffene Sonntag in Vechta fällt aus. Foto: dpa / Tirl

Der Stadtmarketingverein "Moin Vechta" hat die Reißleine gezogen und die Planung eines verkaufsoffenen Sonntags für den 4. Oktober kurzfristig eingestellt. Die Entscheidung sei in Abstimmung mit Bürgermeister Kristian Kater gefallen, teilte Vereinsvorsitzender Peter gr. Beilage am Montagnachmittag auf Anfrage mit. Grund sei die jüngste Entwicklung der Corona-Pandemie in der Region.

"In intensiven gemeinsamen Gesprächen mit Einzelhändlern und Unternehmen, der Stadt Vechta und Gewerkschaften wurde das Für und Wider abgewogen und letztendlich diese Entscheidung getroffen", teilte "Moin Vechta" in einem Rundschreiben an die Mitglieder mit. Die steigenden Infektionszahlen in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta ließen eine Großveranstaltung mit mehreren tausend Personen in der Innenstadt nicht zu.

Als Kreisstadt sowie Versorgungs- und Mittelzentrum spreche Vechta die ganze Region an. Bei einem verkaufsoffenen Sonntag würden viele Menschen kommen. Damit wäre ein hohes Infektionsrisiko verbunden. Eine weitere Ausbreitung des Virus könne die Schließung von Schulen, Kindergärten oder auch Geschäften zur Folge haben. Dies stünde in keinem Verhältnis zu einer mehrstündigen Öffnung der Geschäfte am Sonntag. "Das können wir am Ende des Tages nicht verantworten. Das aktuelle Geschehen hat uns dazu bewogen, das Ganze abzublasen", so gr. Beilage.

Erntedank sollte als Thema aufgegriffen werden

Nach Angaben des Vorsitzenden hatte der Verein ein Konzept erarbeitet und auch Gespräche mit der Gewerkschaft geführt, um die Durchführung eines Aktionstages abzustimmen. Zu einem abschließenden Ergebnis seien die Beteiligten aufgrund der jüngsten Entwicklung nicht mehr gekommen. Es sollte eine anlassbezogene Veranstaltung kreiert werden, die aus rechtlicher Sicht vorgeschrieben ist. Im aktuellen Fall sollte das Thema Erntedank aufgegriffen werden.

Die für den örtlichen Handel und die Gastronomie ausgefallenen Sonderöffnungszeiten sollen in Form von konzeptionell verlängerten Öffnungszeiten ab dem 19. November aufgefangen werden. Hierzu will der Vorstand seine Mitglieder in den kommenden Tagen noch informieren, heißt es in dem Rundschreiben.

Ob es in diesem Jahr überhaupt noch einen verkaufsoffenen Sonntag in der Kreisstadt gibt, will "Moin Vechta" von der weiteren Entwicklung der Pandemie abhängig machen. Sofern sich die Lage verbessere, ließe sich an dem ausgearbeiteten Konzept wieder ansetzen, so gr. Beilage. Denkbar wäre der Termin am 25. Oktober.

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