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Gastro-Quartett will ein Zeichen setzen

Vier Gastwirtinnen aus Elsten, Grönheim, Dinklage und Lüsche halten in Krisenzeiten zusammen. Sie planen gemeinsame Aktionen - auch um sich gegenseitig zu motivieren.

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Vor der Kamera: Martina Burhorst (von links), Edeltraud Osterloh, Veronika Evers und Monika Peek wollen mit einem Video für ihre gemeinsame Aktion werben. Foto: Schrimper

Vor der Kamera: Martina Burhorst (von links), Edeltraud Osterloh, Veronika Evers und Monika Peek wollen mit einem Video für ihre gemeinsame Aktion werben. Foto: Schrimper

Die Gastronomie gehört zu den Branchen, die von der Corona-Pandemie besonders schwer getroffen wurden. Gäste bleiben weg, Veranstaltungen werden abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben, viele Betriebe bangen inzwischen um ihre Existenz. Vier Gastronominnen aus den Landkreisen Cloppenburg und Vechta wollen in dieser Situation nicht klagen, sondern das Beste aus dem Status Quo machen und sich gegenseitig unterstützen.

Edeltraud Osterloh (Gasthaus Vaske-Thölking in Elsten), Monika Peek (Landhaus Peek in Grönheim), Martina Burhorst (Bussjans Hof in Dinklage)und Veronika Evers (Gasthof Evers in Lüsche) kommen seit sieben Jahren regelmäßig zusammen und stehen in regem Austausch. Sie planen jetzt gemeinsam eine Veranstaltung, die am 8. Oktober in jedem ihrer Betriebe über die Bühne gehen soll. Dann soll jeweils Flammkuchen mit Federweißer aufgetischt werden. Das Besondere: Um die Werbung dafür kümmern sie sich zusammen. Als Mitbewerberinnen sehen sie sich dabei nicht.

"Wir werden weitere Events planen"

In diesen Zeiten den Kopf in den Sand zu stecken, komme für sie nicht infrage. „Das sind wir nicht“, betont Veronika Evers. „Wir pushen uns gegenseitig wieder hoch.“ Die gemeinsam geplante Veranstaltung sei etwas, das auch der eigenen Motivation diene, so Martina Burhorst. „Daraus können wir Kraft schöpfen.“ Laut Osterloh kann davon auch eine Symbolwirkung auf weitere Berufskollegen ausgehen: „Wir wollen ein Zeichen setzen, dass es möglich ist, auch in der Krise etwas zu machen.“ Veronika Evers macht deutlich: „Wir werden weitere Events planen – coronabedingt absagen können wir immer noch.“

Seinen Optimismus will sich das Gastronominnen-Quartett bewahren. Doch gänzlich ausblenden lässt sich die Krise nicht. „Die ungewisse Zukunft macht einen fertig“, sagt Evers. Ihre Umsätze seien um 90 Prozent eingebrochen. Von Umsatzeinbußen und Veranstaltungsabsagen berichtet zum Beispiel auch Edeltraud Osterloh. Ein weiteres Problem: Immer wieder müssten Gäste dazu angehalten werden, die Corona-Regeln wie das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes zu beachten.

Dass Not erfinderisch macht, zeigen die Gastronominnen nicht nur bei der Konzeption des gemeinsamen Events, sondern auch bei der Werbung dafür. Ein eigens dafür produzierter Film soll auf Facebook und Instagram online gehen. „Social Media hat uns in der Krise vorangetragen“, sagt Burhorst. „Die Kinder haben es mit Homeschooling vorgemacht – und wir haben es für unseren Betrieb umgesetzt.“ Die vier Frauen gehen davon aus, dass in der Gastronomie über kurz oder lang wieder so etwas wie „Normalität“ einkehren wird, ein Leben nach oder eben mit Corona.

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