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Forscherwoche der Firma Pöppelmann: Schulklassen können sich jetzt anmelden

Auszubildende und das Projektteam erläutern im Industriemuseum praxisnah Technologien und Hintergründe zum Thema Kunststoff und Recycling.

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Schulklassen können sich ab sofort anmelden: Vom 13. bis zum 19. November laden das Industriemuseum Lohne und das Unternehmen Pöppelmann zur Neuauflage der Forscherwoche ein.Foto: Honkomp/Pöppelmann

Schulklassen können sich ab sofort anmelden: Vom 13. bis zum 19. November laden das Industriemuseum Lohne und das Unternehmen Pöppelmann zur Neuauflage der Forscherwoche ein.Foto: Honkomp/Pöppelmann

Die Themen "Kunststoff und Nachhaltigkeit" stehen in der Woche vom 13. bis 19. November im Blickpunkt der Pöppelmann-Forscherwoche. Schulklassen sind an den Werktagen in das Industriemuseum Lohne eingeladen, um an Experimentier- und Mitmach-Stationen verschiedene Aspekte der Kunststoffverarbeitung kennenzulernen. Am Wochenende können alle interessierten Museumsbesucher erfahren, wie aus recycelten Kunststoffen – Rezyklaten – neue Produkte hergestellt werden und was dazu gehört, um in Serienanwendungen Materialkreisläufe zu schließen.

Nach dem Forschersonntag im November 2018 und der Forscherwoche im November 2021 kooperieren das Industriemuseum und das Kunststoffverarbeitungsunternehmen laut Mitteilung zum dritten Mal für eine altersgerechte Exkursion in die Welt der Kunststoffverarbeitung. Schulklassen können den Besuch auf der Pöppelmann-Website online buchen.

Die einzelnen Stationen werden von Azubis betreut

Der Kunststoff-Forscher-Parcours ist angesetzt für einen Zeitraum von zwei Unterrichtsstunden, sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag. Am Wochenende sind für alle interessierten Museumsbesucher Termine für die Kunststoffworkshops freigestaltet. Aber auch spontane Besucher sind willkommen.

Die einzelnen Stationen werden von Auszubildenden betreut. So bietet sich insbesondere Schülern der Klassen 7 bis 10 eine gute Gelegenheit, einen authentischen Einblick in die Arbeitsbereiche der hiesigen Kunststoffindustrie zu bekommen. Aber auch jüngere Jahrgangsstufen und Grundschulklassen (ab Klasse 2) sind willkommen und können sich anmelden, heißt es weiter in der Mitteilung.

Im Zentrum der Workshops stehen Experimente, die Kindern und Jugendlichen unter anderem die chemische Zusammensetzung und die Materialeigenschaften verschiedener Kunststoffarten verdeutlichen. Es geht um die Bedeutung des Kunststoffs für den Alltag; um Recycling und darum, wie  der Werkstoff immer wieder neu genutzt werden kann. "Zwei Fragen haben die Organisatoren in den Mittelpunkt dieser Forscherwoche gestellt: Wie können wir gemeinsam mit Kunststoff umgehen? Und: Wie hilft Kunststoff bei der Klimawende?", erklärt Alina Lammerding, die das Pöppelmann-Projektteam leitet.

"Die Kunststoffindustrie gehört zu den Leitplanken der regionalen Wirtschaft. Sie sichert Tausende von Arbeitsplätzen. Doch das Material steht vielfach auch in der Kritik. Wir begrüßen es sehr, dass Pöppelmann sich der öffentlichen Diskussion stellt."

Benno Dräger, ehrenamtlicher Museumsleiter und Vorsitzender des Trägervereins Industriemuseum Lohne

Die Auszubildenden der Initiative "Kunststoffmobil" sind vor Ort und bringen ihre zum Teil selbstgebauten Recyclingmaschinen mit: Schredder, Extruder und Spritzgussmaschine. Zudem ist die Abfallwirtschaftsgesellschaft mit ihrer Sortierstation vertreten. Sie wird vermutlich auch vielen erwachsenen Museumsbesuchern einige "Aha-Erlebnisse" bescheren. An einem Stand des Pöppelmann-Ausbilderteams gibt es zudem Informationen über Berufswege und Ausbildungsmöglichkeiten in der Kunststoffbranche im Allgemeinen und bei Pöppelmann im Speziellen.

Benno Dräger, ehrenamtlicher Museumsleiter und Vorsitzender des Trägervereins, freut sich über die erneute Kooperation mit dem größten Lohner Industrieunternehmen: "Die Kunststoffindustrie gehört zu den Leitplanken der regionalen Wirtschaft. Sie sichert Tausende von Arbeitsplätzen. Doch das Material steht vielfach auch in der Kritik. Wir begrüßen es sehr, dass Pöppelmann sich der öffentlichen Diskussion stellt. Unser Museum ist das ideale Forum, um die verschiedenen Aspekte der Kunststoffverarbeitung näher zu beleuchten."

Pöppelmann gehört zu den Vorreitern beim Klimaschutz

Neuland ist diese Veranstaltungskooperation für den neuen hauptamtlichen Museumsleiter Raphael Schmitt. Er sagt: "Ich bin sehr gespannt auf die Forscherwoche.  Es ist angesichts des Fachkräftemangels wichtig, Kinder und Jugendliche praxisnah an berufliche Chancen vor Ort heranzuführen. Gleichzeitig ist die nachhaltige Produktion ein Themenbereich, der sich unmittelbar auf die Lebensqualität künftiger Generationen auswirkt. Das Museumsteam freut sich sehr über diese Chance, den Weg der hiesigen Kunststoffindustrie in die Zukunft auch für die Öffentlichkeit aufzuzeigen."

Interessierte Museumsbesucher werden sich während der Öffnungszeiten am Wochenende laut Mitteilung auch über die Klimastrategie des Unternehmens und das Konzept des nachhaltigen Wirtschaftens, das bei Pöppelmann vorangetrieben werde, informieren können. Im November 2022 wurde das Unternehmen in den Verein der Klimaschutzunternehmen aufgenommen und gehört damit zu den Vorreitern für Klimaschutz und Energieeffizienz aus allen Bereichen der deutschen Wirtschaft. Soeben habe zudem die unabhängige "Science Based Targets"-Initiative bestätigt, dase die Pöppelmann-Klimaziele bis 2030 im Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens stehen.


Fakten:

  • Die Pöppelmann-Forscherwoche richtet sich an Schüler insbesondere ab der Klasse 7.
  • Ein Durchlauf der Stationen dauert 90 Minuten (zwei Schulstunden). Zeitfenster können online gebucht werden.
  • Der Besuch ist für Schulklassen kostenlos. Am Wochenende gelten die Eintrittspreise des Museums: Erwachsene 3 Euro; Kinder/Jugendliche 2 Euro, Kinder unter 6 Jahre frei, Familienkarte 6 Euro.
  • Der Link zur Anmeldung für die Pöppelmann-Forscherwoche: https://www.poeppelmann.com/de/unternehmen/Karriere/Ausbildung-mit-Zukunft/Forscherwoche.html
  • Das Pöppelmann-Projektteam ist für Rückfragen per Mail erreichbar: info@poeppelmann.de, Betreff "Forscherwoche".

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